Das Leben geht an Land

Wer betrat eigentlich als erster das Land? Pflanzen oder Tiere? Was war eigentlich der Impetus für die Auswanderung aus dem Meer? Welche Überlebensstrategien waren nötig, umn diesen Schritt ans Land zu machen? Spielten die Gezeitenzone eine besondere Rolle beim ersten Landgang?
Mit Gruß, Alexander

Hallo Alexander,

Wer betrat eigentlich als erster das Land? Pflanzen oder
Tiere? Was war eigentlich der Impetus für die Auswanderung aus
dem Meer? Welche Überlebensstrategien waren nötig, umn diesen
Schritt ans Land zu machen? Spielten die Gezeitenzone eine
besondere Rolle beim ersten Landgang?

Soviel ich weiss waren zuerst die Pflanzen „an Land“ gegangen.
Die ersten Tiere waren, dann eine Art Fischen, welche dann kürzere Landgänge „unternahmen“.

Wie immer in der Evolution, bringt es natürlich Vorteile wenn eine Art Lebensräume besideln kann in welchen wenig Konkurenz herscht.
Wenn du als Planze irgendwelche Uferregionen besiedenln willst, musst du damit umgehen können, dass du, zumindest Zeitweise, im trokenen stehst (Gezeiten, Sommer/Winter, Eiszeit).
Die ersten Fische hatten wahrscheinlich den Vorteil, dass sie sich vor Feinden aufs Land retten konnten.

MfG Peter(TOO)

Hi,

der Übergang zum Landleben hatte für Pflanzen und Tiere einiges an „Umrüstarbeiten“ im Schlepptau.
Ein paar Beispiele…
Pflanzen:

  • Sie mussten eine einigermassen dichte „Haut“ bekommen um nicht zu vertrocknen. Auch in recht feuchten Gebieten ist der Verlust an Wasser über die Oberfläche enorm. Wind zB zehrt extrem.
  • Es war nötig einen festen Körper zu entwickeln um überhaupt stehen zu können an Land…Wasserauftrieb fällt ja weg.
  • Die Sache mit der Vermehrung ist an der Luft schwieriger. Mit der Zeit wurden Wasser unabhängige Methoden „entwickelt“. Windbestäubung, tierische Vektoren…

Tiere:

  • Brauchten ebenfalls ein vernünftiges Skelett um das eigene Gewicht zu tragen, ob nun innen oder aussen ist eigentlich egal so lange man klein genug ist.
  • Ausscheidung von Abfällen in Form von Ammoniak usw. funzt an Land nicht mehr so gut, da viel Wasser nötig ist (Ammoniak ist giftig!). Es wurden andere Systeme wie Harnsäure- (Vögel/reptilien) und Harnstoffexkretion (Säuger) entwickelt. Die ausserdem noch zu hervorragenden Wassersparsystemen ausgebaut wurden (Wüstennager z.B.).
    -Gasaustausch über dünne Kiemen geht an der Luft nicht, sie würden verkleben und eintrocknen. Ausserdem ist der Wasserverlust darüber sehr hoch. Es wurden andere Systeme gebaut wie Lungen bei Säugern und Vögeln und Tracheen bei Insekten. Vögel haben übrigens regelrechte Hochleistungs-Einspritzsysteme was ihre Lungen angeht :smile:

Das nur so als Anregung. Die Ansprüche die das Landleben an Tiere und Pflanzen stellt sind groß und schwer mit ein paar Sätzen zu beschreiben. Vielleicht hilft Dir hier ein gutes Evolutionsbuch weiter?

JD

Hallo !

Die ersten Tiere waren, dann eine Art Fischen, welche dann
kürzere Landgänge „unternahmen“.

Nein, das gleube ich nicht. Wahrscheinlicher ist, dass Würmer und/oder kleine Gliedertiere bzw. Krustentiere bzw. deren Vorgänger erste Versuche machten, die trockenen Umgebung zu erobern. Aus ihnen entwickelten sich schließlich auch die landbewohnenden Insekten und Spinnentiere. Das war wahrscheinlich lange vor der Zeit, als überhaupt die ersten Wirbeltiere im Wasser schwammen.

Gruß,
Jochen

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