Was waere, wenn wir statt sprechen laut denken?

Hi,

ich weiss nicht, wohin ich diesen Artikel posten soll, deswegen versuche ich es mal hier. Mir wurde mal ein Gedanke zugetragen, ueber den ich gerne mal ein paar ethische oder wissenschaftliche Meinungen hoeren wuerde: Was waere, wenn wir Menschen statt zu sprechen Gedanken und damit Bilder uebertragen wuerden? Es gaebe keine Probleme mit Fremdsprachen, aber es waere eine Gen-Manipulation erforderlich. Leider ist Sprache auch eine Kunst (wie zum Beispiel Romantik, Gedichte und so weiter), welche dann flach fallen wuerde…

Erbitte Kommentare!
cu,
cjmatsel

Hallo,

ich weiss nicht, wohin ich diesen Artikel posten soll,
deswegen versuche ich es mal hier. Mir wurde mal ein Gedanke
zugetragen, ueber den ich gerne mal ein paar ethische oder
wissenschaftliche Meinungen hoeren wuerde: Was waere, wenn wir
Menschen statt zu sprechen Gedanken und damit Bilder
uebertragen wuerden? Es gaebe keine Probleme mit
Fremdsprachen, aber es waere eine Gen-Manipulation
erforderlich.

Die Sprache soll ja den Menschen vom Tier unterscheiden und ihm geholfen haben, sich zu einem denkenden Wesen zu entwickeln. Evtentuell wird der Mensch eines Tages eine solche Kommunikationsfrom entwickeln? Zumindest wenn er sich bis dahin nicht selber vernichtet hat, soviel zum denkenden Menschen…

Warum eine Gen Manipulation? Könnte doch sein, das solche Anlagen schon in uns schlummern, wir nutzen doch nur einen geringen Teil unseres Gehirns. Ich sah mal einen Bericht über einen Jungen, der die Hälfte seines Kopfes verlor. Er konnte gerettet werden und die zweite Gehirnhälfte übernahm die Aufgabe der Verlorenen. Wie das möglich ist weiß ich nicht, da ich immer annahm, das im Gehirn verschiedene Bereiche für die einzelnen Aufgaben da sind.

Mit Sicherheit würden wir dann auch über einen „Schweigemodus“ verfügen, der uns in die Lage versetzt dann auch mal Ruhe zu geben und nicht immer unsere Gedanken preiszugeben.

Leider ist Sprache auch eine Kunst (wie zum

Beispiel Romantik, Gedichte und so weiter), welche dann flach
fallen wuerde…

Auch hier sehe ich es als eine Entwicklung der Möglichkeiten an. Gedanken und Bilder würden dann auch als Kunstform ihre Berechtigung finden. Nur die Sache mit dem Tonfilm wäre dann merkwürdig. Würden wir dann noch sprechen und hören können? Was wäre mit der Musikindustrie? Geräusche warnen uns doch auch vor Gefahren. Würden wir dann Beides können?

Tja, alles nur Spekulation. Selbst wenn wir uns in diese Richtung entwickeln, erleben werden die heutigen User dieses Forums es nicht.

Alles Gute wünscht

oliver

hallo!!

im weitesten sinne machen wir das doch so und so.
sprache ist stark überschätzt-imho.
die meisten informationen über eine andere person bekommt man immer noch über die körpersprache. da lassen sich stimmungen, gefühle, etc. wesentlich besser und eindringlicher übertragen als durch den ausstoss von heisser luft. sieh dir mal top-pantomimen an die dich in panik versetzen können-dich zum lachen bringen, etc.-das funktioniert sprachübergreifend.

das funktioniert deswegen so gut weil alles was wir sehen in unseren gehirnen genau die motorareale anspringen lässt die nötig sind die gesehene sache selber auszuführen.
klartext: das was du siehst „trainierst“ du gleichzeitig. man kann also wirklich durch das reine zuschauen einer bewegung diese erlernen.

und wegen sprache ist eine kunst: die ausdrucksweise passend zur körpersprache machts aus. stell dir mal arnolds "ill be back" vor wenn er dabei grinsen würde. kein effekt. mit seinem terminatorgesicht machts was her.

tschüss

matthias

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Gedankenübertragung? Sprache zur Kodierung nötig.
Hallo!

Was waere, wenn wir Menschen statt zu sprechen Gedanken und
damit Bilder uebertragen wuerden?
Es gaebe keine Probleme mit Fremdsprachen…

Letzteres wäre natürlich toll! Wird aber wohl nix, das Ganze ist etwas komplizierter.

Erstens sind Gedanken nicht immer Bilder und zweitens reicht es nicht, nur mit Hilfe von Bildern zu kommunizieren.

Wie ists zum Beispiel mit Gerüchen? „Es stinkt faulig“ mag bei Manchem auch die Assoziation zu einem Bild wecken, letztlich aber meist die Erinnerung an einen unangenehmen Geruch.
Schwieriger ist es, abstrakte Begriffe in Bilder umzuwandeln. Was für ein Bild könnte man beispielsweise an Stelle des Begriffes „Abstraktion“ verwenden?
Darüber hinaus betreffen unsere Gedanken nicht nur einzelne Begriffe und ihre Eigenschaften (Apfel: rund, gesund, schmeckt säuerlich …), sondern auch Beziehungen zwischen diesen (Hund ist ein Lebewesen). Aber auch motorische Fertigkeiten sind Bestandteil unserer Gedanken, zum Beispiel die Kraft, mit der man einen Schnürsenkel zubinden muß, damit er nicht gleich wieder aufgeht: wie soll man das in ein Bild bringen?

Nun gut, wie siehts dann wenigstens mit der direkten Datenübertragung „irgendwie“ zwischen Hirnen aus?

Schlecht, weil nicht jedes Volk eine eigne Sprache spricht, sondern jedes Hirn seine Infos auf unterschiedliche Weise speichert und handhabt. Der Pianist nutzt z.B. weit mehr Nervenzellen für seine Finger, als normalerweise üblich. Selbst wenn es gelänge, deren Strommuster rüber in ein andres Hirn zu schicken, hätten die plötzlich keine organische Grundlage, Gedanken übers Klavierspielen zu erzeugen bzw. zu „sein“. Würden sich die Ströme mal eben andre Nervenzellen aussuchen, oje, da wär was los! Er würde stattdessen mit dem Arm zucken oder mit den Ohren wackeln.
Der Pianist muß schon bewußt umkodieren in Sprache, wenn er Laien vom Klavierspielen erzählen will. Daß es dabei Schwierigkeiten gibt, kann man sich vorstellen, selbst ohne Fremdsprachen zu berücksichtigen. Dasselbe Wort assozierit nämlich jeder Mensch anders. Bei Labkraut etwa denkt der Landwirt sofort an störendes Unkraut, die Mutter denkt vielleicht daran, wie sie’s ihrem Kind an die Jacke geheftet hat und beide viel Spaß hatten. Bloßs Kodieren reicht also nicht zur Kommunikation, man muß dabei auch den Empfänger berücksichtigen.

Kurz gesagt: Auf verschiedenen Ebenen zerstiebt die Hoffnung der Mühelosigkeit bei Kommunikation.
a) Gedanken sind breiter zu sehen als nur als Bilder.
b) Übertragung von Hirn zu Hirn muß über Kodierung und Dekodierung erfolgen.

Tschuess, Sven.

Es gaebe keine Probleme mit
Fremdsprachen,…

stimmt nicht. denken ist probesprechen. man denkt immer in der sprache, in der man (gerade) spricht. wenn meine gedanken an einen japaner übertragen würden, würde er mich nicht verstehen!

nur erinnerungen, gefühle usw. sind in bildern, tönen und gerüchen gespeichert. das sind aber keine GEDANKEN in dem sinne wie ich „gedanke“ verstehe! gedanken sind für mich begriffe, die sich in worten ausdrücken lassen, und die dazugehörigen beziehungen dieser begriffe untereinander (grammatik, sätze). ohne sprache kann man nicht denken. es gibt begriffe, die nicht in jeder sprache ausgedrückt werden, aber einen begriff ohne wort - das gibt es nicht! denk mal drüber nach. man kann „wort“ auch weiter fassen und zb. nonverbale gesten miteinbeziehen. aber auch diese sind nicht international!! was hier „ist mir egal“ bedeutet, kann dort „warte ein wenig“ bedeuten. ebenso haben symbole nicht immer dieselbe bedeutung. deswegen kann internationale gedankenübertragung nicht funktionieren!

grüße lehitraot.