Re: Sehzellen - Verrechnungsmöglichkeiten
Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen...
Und zwar, was versteht man unter einer lateralen Hemmung im
Bezug auf die Sehzellen?
Ganz genau weiss ich's nicht mehr, aber grundsätzlich bekomme ich es noch zusammen:
Die laterale Hemmung dient der Kontrastverstärkung. Eine erregte Sehzelle gibt die Erregung "nach unten" (ich glaube, an die Amakrinen Zellen in der Netzhaut) weiter, und zwar ziemlich 1:1. Die benachbarten (lateralen) Zellen werden gleichzeitig gehemmt.
Schema: oben die Sehzellen, unten die zweite Schicht Neuronen, dazwischen die Verbindungen. Jede Sehzelle hat Verbindungen mit 3 darunterliegenden Neuronen. Die gerade Verbindung ist immer erregend, die seitlichen (die sich bei benachbarten Zellen überkreuzen und durch das X dargestellt sind) sind hemmend:
. O O O O O
. /|X|X|X|X|\
. O O O O O O O
Jetzt gebe ich mal ein verschmiertes Muster auf die Sehzellen, ausgehend von zwei sich überlappenden Lichtpunkten. Die Lichtintensitäten und damit die Erregungsstärke ist durch Zahlenwerte angegeben:
. 1 3 2 3 1
. O O O O O
. /|X|X|X|X|\
. O O O O O O O
Jetzt rechnen wir, wie die Neuronen der folgenden Schicht erregt werden, indem wir die Zahlen über erregende Verbindungen addieren und die über hemmende subtrahieren:
. 1 3 2 3 1
. O O O O O
. /|X|X|X|X|\
. O O O O O O O
. -1-2 0-2 0-2-1
Während die beiden Dreier sich oben nur um eine Einheit von den Nachbarn abgrenzen, finden sich dort in der unteren Schicht zwei Nullen mit einem Unterschied von zwei Einheiten zu den Nachbarn, so dass hier der Kontrast der beiden "Lichtpunkte" deutlicher hervortritt.
Welche Verrechnungsmöglichkeiten gibt es bei
(nachgeschalteten) Sehzellen?
Alles mögliche, immer basierend auf wechselseitiger Hemmung und Erregung. Es gibt neben der lateralen Hemmung auch Vorwärts- und Rückwärtshemmung bzw. Erregung. In der Netzhaut finden sogar schon erste Analysen zur Muster- und Bewegungserkennung statt.
DANKE :)
slue
Gruß
Jochen