was einem bei übermüdung nicht alles für fragen beschäftigen… und zwar:
wir haben zwei augen, um dreidimensional sehen zu können.
wir haben zwei ohren, um geräusche orten zu können.
wir haben zwei füße, damit wir nicht umfallen.
und noch einige andere dinge, derer zwei zu haben sinn macht.
aber was um alles in der welt machen wir mit zwei nasenlöchern? hat sich’s einfach so ergeben? oder steckt eine biologische funktion dahinter?
das wir zwei Nasenlöcher haben, hat auch eine Funktion. Damit können wir den Ursprung von Gerüchen orten. Unsere Vorfahren, die noch auf den Bäumen hockten, (NEIN, keine Forstwirtschaftler…) haben so ihre Feinde und Futter lokalisiert. Heutzutage finden wir so den nächsten Glühweinstand oder wissen wer in unserer Nähe einen leisen Schleicher rausgelassen hat. Stereoprinzip…
haben so ihre Feinde und Futter
lokalisiert. Heutzutage finden wir so den nächsten
Glühweinstand oder wissen wer in unserer Nähe einen leisen
Schleicher rausgelassen hat. Stereoprinzip…
Das Stereoprinzip kommt ja bei der Nase gerade eben nicht zum tragen. In der Nasenhöhle hat sich die durch beide Nasenlöcher einströmende Luft längst wieder vermischt, bevor sie an der Siebbeinplatte mit den Geruchsrezeptoren vorbeistreicht.
Außerdem wäre es für eine stereoolfaktorische Wahrnehmung sinnoll wenn die Nasenlöcher möglichst weit von einander entfernt wären, also in etwa so wie beim Pferd.
Und letztlich wäre eine Ortung der Geruchsquelle nach dem Stereoprinzip schon allein deshalb zum Scheitern verurteilt, weil sich Gerüche nicht wie Licht und Schall geradlinig ausbreiten, sondern sich durch Diffusion und durch von Luftströmungen erzwungene Konvektion in der Umgebung ausbreiten.
ohne Dir zu nahe zu treten: Ist das schon mal untersucht worden, ob mit der Nase die Richtung bestimmt werden kann, aus der der Geruch kommt? Ich bezweifle das - einfach aus Erfahrung und weil ich rein subjektiv meine, der Geruch schießt ohne jeden Umweg ins Hirn. Gibt es überhaupt zwei Riechkolben (nicht der Zinken, sondern das Gebilde, das Düfte analaysiert)?
Wie schon beantwortet : Um stereo riechen zu können. Das sind aber ein paar Millionen Jahre her, als wir das noch mußten. Ebenso sieht es mit den Ohren aus.
Nur - in ein paar Millionen von Jahren, haben wir nur noch ein Nasenloch. Die Scheidewand wird ja immer dünner.
Wie schon beantwortet : Um stereo riechen zu können. Das sind
aber ein paar Millionen Jahre her, als wir das noch mußten.
Ebenso sieht es mit den Ohren aus.
Nur - in ein paar Millionen von Jahren, haben wir nur noch ein
Nasenloch. Die Scheidewand wird ja immer dünner.
jo. da kommt mir grad ein interessanter geistesblitz: was macht man mit EINEM nasenloch bei nem schnupfen?
das wir zwei Nasenlöcher haben, hat auch eine Funktion. Damit
können wir den Ursprung von Gerüchen orten. Unsere Vorfahren,
die noch auf den Bäumen hockten, (NEIN, keine
Forstwirtschaftler…) haben so ihre Feinde und Futter
lokalisiert. Heutzutage finden wir so den nächsten
Glühweinstand oder wissen wer in unserer Nähe einen leisen
Schleicher rausgelassen hat. Stereoprinzip…
hallo.
das, was stefan gesagt hat, klingt natürlich auch recht überzeugend. daß stereo-riechen bei so kurzem nasenlochabstand und überhaupt aufgrund der nasenbeschaffenheit nicht möglich ist… wer weiß, vielleicht war’s früher mal?
gruß
michael
der’s trotzdem blöd fänd, nur EIN nasenloch zu haben.
„Durch die Nase atmen wie nicht nur ein und aus, sondern wir nehmen auch Duftstoffe auf, die unser Gehirn analysiert. Die Nasenflügel folgen einem raffinierten System der Arbeitsteilung: Sie wechseln sich alle drei bis vier Stunden ab, so daß immer nur eins der beiden Nasenlöcher riecht und atmet, während das andere eine Ruhepause hat.“
Liebe Maja,
höchst interessant !!
Mir ist aufgefallen, daß bei Schnupfen meistens nur ein Nasenloch total verstopft ist und diese Totalverstopfung das Nasenloch wechselt. Könnte hier derselbe Grund vorliegen ??
Gruß
Uwe
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Mir ist aufgefallen, daß bei Schnupfen meistens nur ein
Nasenloch total verstopft ist und diese Totalverstopfung das
Nasenloch wechselt. Könnte hier derselbe Grund vorliegen ??
Hallo, Maja und Uwe,
ich kann mir diesen Wechsel von einem zum anderen Nasenloch durchaus vorstellen.
Zunächst einmal habe ich eine ähnliche Beobachtung gemacht wie Uwe.
Zum andern - bitte, das Folgende ist eine durch keine nähere Sachhkenntnis getrübte Theorie - ist es möglich, dass das Riechorgan nach einiger Zeit der aktiven Tätigkeit eine Ruhepause braucht, um sich wieder zu neutralisieren. In dieser Zeit mag da dann auch vermehrter Schleimfluß stattfinden, der aufgenommene Geruchsstoffe von den Riechschleimhäuten wegtransportiert und sie wieder „fit for duty“ macht.
Mir ist aufgefallen, daß bei Schnupfen meistens nur ein
Nasenloch total verstopft ist und diese Totalverstopfung das
Nasenloch wechselt. Könnte hier derselbe Grund vorliegen ??
Könnte ich mir auch gut vorstellen…nach längerem Überlegen und auch gerade jetzt hab ich nur ein „zunes“ Nasenloch…das andere schnuppert fröhlich
ich kann mir diesen Wechsel von einem zum anderen Nasenloch
durchaus vorstellen.
Zunächst einmal habe ich eine ähnliche Beobachtung gemacht wie
Uwe.
Zum andern - bitte, das Folgende ist eine durch keine nähere
Sachhkenntnis getrübte Theorie - ist es möglich, dass das
Riechorgan nach einiger Zeit der aktiven Tätigkeit eine
Ruhepause braucht, um sich wieder zu neutralisieren. In dieser
Zeit mag da dann auch vermehrter Schleimfluß stattfinden, der
aufgenommene Geruchsstoffe von den Riechschleimhäuten
wegtransportiert und sie wieder „fit for duty“ macht.
Wäre naheliegend…wie das aber ganz genau aussieht hab ich echt nicht gefunden…vielleicht sollten wir den Link der HNO Klinik da doch mal im Auge behalten?
Ich habe sogar schon gehört, daß man ein bevorzugtes Nasenloch hat…und auch schon, daß sie geringfügig unterschiedlich sein sollen in der Aufnahme versch. Geruchsstoffe, da ich das aber nirgends schriftlich gefunden habe, muß ich mich mit dem, was im Link steht auch erstmal zufrieden geben.
Anscheinend werden teilw. die Geruchs-Informationen auch vom Gehirn getrennt verarbeitet, ich weiß nur noch nicht, ob das mit den zwei Nasenlöchern in direktem Zusammenhang steht.
Aber allerhöchst spannend ist das!
Einige Aussagen im Thread unten kann ich nicht unkommentiert lassen. Hier ist mein Antwortversuch:
Das liegt an unserer Evolution.
Angefangen hat alles als wenig differenzierter Zellhaufen. Der konnte natürlich noch keine feste Nahrung zu sich nehmen, weil er weder Mund noch Popo hatte.
Dann hat die Zellkugel ein Loch bekommen. So eine Art Wurm ist entstanden. Im Loch konnte größere nahrung gehalten und verdaut werden. Doch wie kommt man an die Nahrung? Einfach Wasser durch sich hindurch zu strudeln ist eine Möglichkeit. Effektiver ist es, zu merken (riechen, sehen), wo es Nahrung gibt. Die Sensoren dazu sind in der Nähe des Mundes gut angebracht. Jetzt hat der Wurm ein Vorne und ein Hinten.
Jetzt wird’s aber schwierig, denn er muß sich ja auch koordiniert und zielgerichtet bewegen können, entsprechend den reizen, die er empfängt. Dazu brauchts ein gutes Nervensystem durch den ganzen Körper. Allerdings mit vielen schnellen „Schaltkreisen“. Also ist es praktisch, einige Nerven zusammenzuballen. Da der Wurm der Länge nach sehr monoton aussieht, spart man sich 'ne Menge Arbeit, wenn man so kleine Schaltzentren in eine Reihe schaltet, die dann jedes ein „Segment“ des Wurms verwalten und natürlich auch miteinander kommunizieren. Dieser Nervenstrang mit den Schaltzentren liegt natürlich irgendwo „neben“ dem Loch, dem Darm. Der Wurm hat jetzt also auch noch ein Oben und ein Unten. Und wenn er ein Oben und ein Unten hat, dann hat er auch ein Links und ein Rechts.
Wenn sich nun Organe entwickeln, können die Links und Rechts nicht unterscheiden (wie auch). WENN sich also was entwickelt, DANN auf beiden Seiten in gleicher Weise. Darum sind (die allermeisten) Tiere zweiseitig-symmetrisch. So haben wir spiegelbildliche Arme, Beine, Rippen, Gehirnhälften, Nieren, Lungenflügel, Nasenlöcher, Augen, Ohren, Zähne, Eierstöcke und Hoden.
Darm und Magen und Bauchpeicheldrüse sind nicht doppelt, weil sie von diesem einen „Loch“ stammen. Aber was ist mit Herz und Leber ?? Die waren bei stammesgeschichtlich frühen Arten tatächlich doppelt angelegt, auf jeder Seite und sind später im Laufe der Evolution erst „zusammenverwachsen“.
Dass paarige Augen und Ohren zum räumlichen Orten der Reizquelle verwendet werden können, ist NICHT der Grund für ihre paarige Anordnung, sondern UMGEKEHRT !!
was um alles in der welt machen wir mit zwei nasenlöchern?
hat sich’s einfach so ergeben? oder steckt eine biologische
funktion dahinter?
Das Juice-Büchsen-Prinzip: Sog und Druckausgleich primär gleichwertiger Schnittstellen.
Turbulenzen an biologischen Grenzen stören. Das zweite Loch bringt also einen Selektionsvorteil: Du kannst mit zwei kleineren Querschnitten größere Volumina bewegen. Paarbildung nützt. Nicht immer, aber manchmal.
Wollte eigentlich erst stereoskopisch schreiben, aber das trifft ja nicht so richtig den Kern und zum anderen dachte ich mir, dass es aus dem Kontext heraus wohl klar wird, dass mit „olfaktorisch“ die Geruchswahrnehmung gemeint ist.
Wie schon beantwortet : Um stereo riechen zu können.
grins. dann ist der abstand der beiden sensorzugänge aber erstaunlich gering. wenn ich so weit sehen würde, wie ich rieche, hätte ich wahrscheinlich nur als qualle eine überlebens-chance.