Hallo
Ich habe mal eine Frage …
Gibt es eine Möglichkeit den Siedepunkt einer Flüssigkeit zu senken oder den Dampfdruck über derselben zu erhöhen , und zwar mit einer chemischen Substanz ?
Mir ist bekannt , das Salze den Siedepunkt von Wasser erhöhen können .
Ich dachte an starke Tenside , welche durch Molekularbewegungen angetrieben werden , selbst aber nicht verdampfen .
In Frage kommen könnte auch eine Besprühung einer speziellen Oberfläche .
Die thermischen Effekte sollen das wichtige dabei sein .
Vielleicht weiß jemand etwas ?
Vielen dank für jeden Hinweis
Matthias
Hallo Matthias,
Die einfachste Möglichkeit den Siedepunkt einer Flüssigkeit herabzusetzen ist die Verringerung des Umgebungsdrucks. So siedet Wasser bei einem Druck von ca. 15 mbar schon bei Raumtemperatur.
Gibt es eine Möglichkeit den Siedepunkt einer Flüssigkeit zu
senken oder den Dampfdruck über derselben zu erhöhen , und
zwar mit einer chemischen Substanz ?
Jain! Genau so, wie Du Dir das vorstellst ist mir nichts bekannt, es gibt aber Möglichkeiten den ‚Siedepunkt‘ einer Substanz zu verändern. Siedepunkt hab ich in ‚‘ geschrieben, weil es streng genommen der falschen Ausdruck ist. Eine reine Substanz wird dann allerdings nicht oder nur bedingt abgetrennt.
Es gibt da zum einen die Bildung von binären (oder noch komplexeren) Azeotropen. Das sind konstant siedende Mischungen von Flüssigkeiten, die nicht zwangsläufig miteinander mischbar sein müssen. Die Siedepunkte dieser Azeotrope liegt häufig niedriger als die Siedepunkte der Einzelsubstanzen.
Dann gibt es noch die Wasserdampfdestillation, die allerdings nur bei Substanzen angewendet werden kann, die in Wasser unlöslich sind.
Mir ist bekannt , das Salze den Siedepunkt von Wasser erhöhen
können .
Stimmt
Ich dachte an starke Tenside , welche durch
Molekularbewegungen angetrieben werden , selbst aber nicht
verdampfen .
Tenside verringer nur die Oberflächenspannung und das hat mit der Siedetemperatur erst mal nichts zu tun.
In Frage kommen könnte auch eine Besprühung einer speziellen
Oberfläche .
???
Die thermischen Effekte sollen das wichtige dabei sein .
Was genau möchtest Du?
Gandalf
Erst mal Danke für die Antwort , ich kann dann etwas weiter forschen .
Die einfachste Möglichkeit den Siedepunkt einer Flüssigkeit
herabzusetzen ist die Verringerung des Umgebungsdrucks. So
siedet Wasser bei einem Druck von ca. 15 mbar schon bei
Raumtemperatur.
Das ist mir bekannt , ich habe deswegen ja nach einer chemische Möglichkeit gefragt .
Gibt es eine Möglichkeit den Siedepunkt einer Flüssigkeit zu
senken oder den Dampfdruck über derselben zu erhöhen , und
zwar mit einer chemischen Substanz ?Jain! Genau so, wie Du Dir das vorstellst ist mir nichts
bekannt, es gibt aber Möglichkeiten den ‚Siedepunkt‘ einer
Substanz zu verändern. Siedepunkt hab ich in ‚‘ geschrieben,
weil es streng genommen der falschen Ausdruck ist. Eine reine
Substanz wird dann allerdings nicht oder nur bedingt
abgetrennt.
Das mit dem Azeotrop muß ich noch mal nachforschen , danke .
Es gibt da zum einen die Bildung von binären (oder noch
komplexeren) Azeotropen. Das sind konstant siedende Mischungen
von Flüssigkeiten, die nicht zwangsläufig miteinander mischbar
sein müssen. Die Siedepunkte dieser Azeotrope liegt häufig
niedriger als die Siedepunkte der Einzelsubstanzen.
Also ein Azeotrop ist sowas wie ein Doppelsalz oder Eutektikum , jedoch als Flüssigkeit ? Da finde ich jedoch eine gute Mischbarkeit .
Dann gibt es noch die Wasserdampfdestillation, die allerdings
nur bei Substanzen angewendet werden kann, die in Wasser
unlöslich sind.
Wasserdampfdestillation ist glaub ich eine Präparationsmethode , zum Beispiel für etherische Öle aus Pflanzen mit viel Energieeinsatz . Sowas meinte ich überhaupt nicht .
Ich dachte an starke Tenside , welche durch
Molekularbewegungen angetrieben werden , selbst aber nicht
verdampfen .Tenside verringer nur die Oberflächenspannung und das hat mit
der Siedetemperatur erst mal nichts zu tun.
Ich weiß , aber vielleicht gibt es ja eine entsprechende Art von Effekt auf die Oberfläche , denn hauptsächlich dort soll es verdampfen . Es gibt möglicherweise Tenside , welche die Oberfächenspannung stark erhöhen .
Ebenso hab ich an Tröpfen auf Teflon gedacht , möglicherweise verdunsten die schneller als woanders , wegen der abstoßenden Wirkung .
In Frage kommen könnte auch eine Besprühung einer speziellen
Oberfläche .???
Die thermischen Effekte sollen das wichtige dabei sein .
Was genau möchtest Du?
Ich finde eine energetisch günstige Wärmepumpe ganz interessant .
Wenn man das Lösungsmittel ohne Vakuumpumpen verdampfen will , kommt so etwas vielleicht in Frage .
MfG
Matthias
Hi Matthias,
Also ein Azeotrop ist sowas wie ein Doppelsalz oder Eutektikum
, jedoch als Flüssigkeit ? Da finde ich jedoch eine gute
Mischbarkeit .
wieder jain 
Ein Azeotrop ist eine Mischung, die bei gegebenen Bedingungen beim Sieden eine konstante zusammensetzung hat. Wenn z.B. die komponenten A und B der Einfachheit halber im Verhältniss 1 : 1 ein A. bilden und die Siedetemperatur des Azeotrops niedriger ist als die der beiden Komponenten (muß nicht zwangsläufig so sein), dann siedet bei einer Zusammensetzung von meinetwegen 1 : 2 - A : B solange das 1:1 Azeotrop ab, bis nur noch reines B übrig ist (Idealisiert!!!).
Allerdings ändert sich z.B. bei Druckverschiebung die Zusammensetzung von Azeotropen teilweise drastisch.
Es gibt auch Azeotrope von Flüssigkeiten, die nicht miteinander mischbar sind; z.B. Toluol und Wasser. Das benutzt man um Wasser, das bei einer chemischen Reaktion entsteht aus der Reaktionsmischung zu entfernen und nach Abtrennen des Wassers vom Toluol dieses wieder zur Reaktionsmischung zurückzuführen.
Wasserdampfdestillation ist glaub ich eine Präparationsmethode
, zum Beispiel für etherische Öle aus Pflanzen mit viel
Energieeinsatz . Sowas meinte ich überhaupt nicht .
Genau dafür wird die Wasserdampfdeatillation gerne verwendet z.B. bei der Herstellung von Eukalyptusöl.
Ich finde eine energetisch günstige Wärmepumpe ganz
interessant .
Wenn man das Lösungsmittel ohne Vakuumpumpen verdampfen will ,
kommt so etwas vielleicht in Frage .
Dann würde Dir das ändern der Siedetemperatur nichts bringen, denn 1. verändert sich die Verdampfungsenthalpe recht wenig und zum zweiten würdest Du, wenn DU weniger Energie zum Verdampfen benötigst auch weniger Energie beim Kondnsieren erhalten (oder denkst Du über die Entwicklung eines Perpetuum Mobils nach
)
Gandalf
Dann würde Dir das ändern der Siedetemperatur nichts bringen,
denn 1. verändert sich die Verdampfungsenthalpe recht wenig
und zum zweiten würdest Du, wenn DU weniger Energie zum
Verdampfen benötigst auch weniger Energie beim Kondnsieren
erhalten (oder denkst Du über die Entwicklung eines Perpetuum
Mobils nach)
Hallo
Die Verdampfungsenergie ist immer gleich der Kondensationsenergie , da ist nur eben ein anderes Vorzeichen , ist mir bekannt .
Aber wenn ich zum Bespiel ein Aceton habe , welches bei 40 °C siedet und bei 50 ° kondensiert ( nämlich durch Chemikalien , welche nicht übergehen ) , so würde das eine gute Wärmepumpe abgeben , das Wort perpetuum Mobile kann ich nicht leiden , auch weil die Sätze zum selben in Erfahrungssätze übergehen .
Ich möchte hierbei auf die kinetisch bedingte Regellosigkeit der Moleküle in der Flüssigkeit hinweisen .
Werden nun aufgrund eines chemischen Hilfsmittels Moleküle durch innere Wärme in das Gas gekickt , so müßte das mit einer Siedepunkterniedrigung an der Oberfläche und mit einer Temperatursenkung einhergehen .
Nur leider kann man sich nicht besonders gut in die verschiedenartigen Kräfte innerhalb einer Flüssigkeit hineinversetzen , deswegen wollte ich mal nachfragen .
Vielen Dank auch für die Mühe , ich werde jetzt noch mal Bücher lesen .
MfG
Matthias
Hi Matthias,
Aber wenn ich zum Bespiel ein Aceton habe , welches bei 40 °C
siedet und bei 50 ° kondensiert ( nämlich durch Chemikalien ,
welche nicht übergehen ) , so würde das eine gute Wärmepumpe
abgeben ,
kurze Frage:
Wo kommt die Energie für die 10 °C Differenz her?!
Wenn das kein PM ist, weiß ich es nicht!
Gandalf
Aber wenn ich zum Bespiel ein Aceton habe , welches bei 40 °C
siedet und bei 50 ° kondensiert ( nämlich durch Chemikalien ,
welche nicht übergehen ) ,
… dann würde die Flüssigkeit zwischen 40°C und 50°C zwar sieden, aber der entstehende Dampf würde sofort wieder kondensieren. Unter 50°C passiert also gar nichts.
kurze Frage:
Wo kommt die Energie für die 10 °C Differenz her?!
Wenn das kein PM ist, weiß ich es nicht!Gandalf
Das ist richtig , die Energie soll aus der Temperatur kommen , habe ich aber schon drauf hingewiesen , gleich ob sie niedriger oder höher ist , also ein Perpetuum usw…
Ich bin immer noch der Meinung , das das irgendwie gehen muß .
MfG
… dann würde die Flüssigkeit zwischen 40°C und 50°C zwar
sieden, aber der entstehende Dampf würde sofort wieder
kondensieren. Unter 50°C passiert also gar nichts.
Hallo
Ein paar Grad Celsius wären schon ganz gut . Es soll natürlich nicht gleich wieder über der Flüssigkeit kondensieren usw…
Wichtig ist nur das frühere Sieden ohne Übergang des Hilfsmittels .
Aber ich selber glaube auch nicht , das das so einfach ist .
MfG