Hallo,
meine Chemielehrerin behauptet, dass Enten untergehen, wenn man Seife ins Wasser wirft (zerstört die Oberflächenspannung).
Ich hab ihr gesagt dass das völliger Schwachsinn ist, denn Enten schwimmen ja nicht wegen der Oberflächenspannung, sondern weil sie leichter sind als Wasser.
Wer von uns beiden hat jetzt Recht?
Philipp
Hi Philipp,
im Prinzip habt ihr beide recht.
Das Wasser würde mit Tensiden vesetzt die Fettsperre angreifen, die die Enten (und auch andere Wasservögel) trocken hält. Das arme Tier würde sich schnell vollsaugen wie ein Schwamm.
Das Ergebniss wäre eine Ente, die zwar wahrscheinlich so gerade noch schwimmen könnte, aber ziemlich schnell am Ende ihrer Kräfte ertrinken würde.
Anders seiht es bei sog.Wasserläufern aus, die nur durch die Oberflächenspannung auf dem wasser laufen können. Gibt man hier Tenside ins Wasser ersaufen die Ärmsten augenblicklich, weil sie nicht schwimmen können.
Gandalf
Hallo Gandalf,
erstmal Danke für deine schnelle Antwort.
Aber ist eine Ente nicht auch so leichter als Wasser? d.h sie müsste sich auch ohne starke Schwimmbewegungen über Wasser halten können (wenn wir hier von einer Gründelente und nicht von einer Tauchente ausgehen).
Außerdem dauert es eine ganze Weile, bis sich die Talgschicht um die Federn aufgelöst hat, und außerdem werden die Federn ja auch noch dorch eine Art „Reißverschluss“ zusammengehalten.
Bei uns gibts viele Lehrer, die Schrott erzählen. Einer hat mal gesagt, dass Enten explodieren, wenn man sie mit Alkalimetallen füttert. (Sie würden sich vielleicht Verätzungen und Verbrennungen holen, wenn sie’s fressen, aber bring erstmal eine Ente dazu, ein im Wasser schwimmendes, brodelndes, heißes und ätzendes Stück Kalium zu fressen
)
Philipp
Hallo Gandalf,
erstmal Danke für deine schnelle Antwort.
Aber ist eine Ente nicht auch so leichter als Wasser? d.h sie
müsste sich auch ohne starke Schwimmbewegungen über Wasser
halten können (wenn wir hier von einer Gründelente und nicht
von einer Tauchente ausgehen).
Außerdem dauert es eine ganze Weile, bis sich die Talgschicht
um die Federn aufgelöst hat, und außerdem werden die Federn ja
auch noch dorch eine Art „Reißverschluss“ zusammengehalten.
Wenn mann Enten längere Zeit (paar Monate) in Volieren hällt ohne „Bademöglichkeit“, hören sie auf Ihr Gefieder ein zu fetten. Sie sehen ganz normal aus, aber wenn man sie dann an einen See lässt saugt sich das Gefieder tatsächlich voll wie ein Schwamm. Sie können allerdings immer noch Schwimmen, liegen aber sehr tief im Wasser, es schaut fast nur noch Hals und Kopf herraus. Sollange es aber einigermassen Warm genug ist macht ihnen das nichts aus, sie fangen wieder an sich zu putzen und das Gefieder dabei ein zu fetten und schwimmen (am nächsten Tag)wieder ganz normal.
Das habe ich schon des öfterren erlebt (arbeite im Zoo)
Übrigens auch bei Tauchenten, die sind immernoch ein bischen leichter als Wasser.
Es stimmt auch das sich das Gefiederfett nur sehr schwehr raus waschen lässt, ein bischen Seife im Wasser reicht da nicht, da müsste mann schon ordentlich schruppen.
Das „Reisverschlussprinzip“ hat allerdings nichts damit zu tun, es macht das Gefieder nicht wasserdicht.
Woher die Geschichte vielleicht kommt…
Ein Physik-Professor hat uns auch diese Geschichte erzählt. Er meinte, dass es früher im Fernsehen eine Werbung gab, wo Spülmittelhersteller dies tatsächlich mit Enten in einem Teich ausprobiert haben und die armen Tiere sehr rasch viel tiefer im Wasser schwammen.
Alles Gute
Ben
Ein Physik-Professor hat uns auch diese Geschichte erzählt. Er
meinte, dass es früher im Fernsehen eine Werbung gab, wo
Spülmittelhersteller dies tatsächlich mit Enten in einem Teich
ausprobiert haben und die armen Tiere sehr rasch viel tiefer
im Wasser schwammen.
Ja, Ben,
ich kann mich noch gut an die damaligen Werbespots für Pril erinnern. Der Werbespruch war „Pril entspannt das Wasser“ und zum Nachweis dafür mußte ein Entenküken in der Küchenspüle paddeln, das dann unterging, als das Geschirrspülmittel ins Wasser tropfte.
Muß so Ende der 60er gewesen sein.
Gruß Eckard.
Hier ist die Geschichte 
Muß so Ende der 60er gewesen sein.
Hallo Eckart,
wie man sich doch täuschen kann… 
http://www.verpackungsmuseum.de/Objects/pril-de.html
(OK, ich kannte es nur durchs Internet, war 20 Jahre vor meiner Zeit…)
Gruß, Markus