Abitur prÜfung chemie lk

Hallo ihr,

habe zu folgenden Themen Schwierigkeiten bei meiner Vorbereitung!

  1. wie erkläre ich das MWG sinnvoll+genau?
  2. Was war noch mal das Prinzip von „Le Chatelier“
  3. Azofarbstoffe sind mir auch ziemlich fremd!
  4. Das letzte „rote Tuch“ sind die D und L formen(Was ist das???) von
    Glukose (wie kann ich etwas über Glukose schreiben?)
  1. wie erkläre ich das MWG
    sinnvoll+genau?
  2. Was war noch mal das Prinzip von „Le
    Chatelier“
  1. Azofarbstoffe sind mir auch ziemlich
    fremd!

Azofarbstoffe sind Substanzen mit der Azogruppe -N=N-, die durch elektrophile Substitution an z.B. Aromaten entsteht.
Beispiel:
Benzoldiazonium-Ion + Phenol --> p-Hydroxyazobenzol
Alle Azoverbindungen sind gefärbt und werden zum Teil als Textilfarbstoffe oder in der Farbphotographie verwendet.

  1. Das letzte „rote Tuch“ sind die D und
    L formen(Was ist das???) von
    Glukose (wie kann ich etwas über Glukose
    schreiben?)

Die D- und L-Formen der Monosaccharide gehen alle auf die Konfiguration des Glycerinaldehyds zurück. Zeigt die Hydroxygruppe des Glycerinaldehyds in der Fischer-Projektion nach rechts, so handelt es sich um D-Glycerinaldehyd, zeigt sie nach links, so ist es L-Glycerinaldehyd.
Bei allen anderen Monosacchariden betrachtet man das chirale C-Atom mit der höchsten Stellungsziffer (am weitesten von der Carbonylgruppe entfernt). Dort vergleicht man nun die Lage der Hydroxygruppe mit der Konfiguration des Glycerinaldehyds. OH rechts=D-Monosaccharid, OH links=L-Monosaccharid.

Ich hoffe Dir ein wenig weitergeholfen zu haben,
Grüße von Vollfrosch

  1. wie erkläre ich das MWG
    sinnvoll+genau?

Das MWG wird bei Gleichgewichtsreaktionen benutzt, um vorhersagen zu können, ob beim Einsatz bestimmter Konzentrationsverhältnisse die Produkte oder die Edukte überwiegen. Und wie man eine Reaktion in eine bestimmte Richtung drängen kann (das führt letztendlich zu dem Prinzip von Le Chatelier… dazu später)

Hat man also die Reaktion

A + B C + D

(vorsicht, ich kann hier keinen korrekten Gleichgewichtspfeil schreiben… das hier oben ist ein Mesomeriepfeil, ein GGWspfeil ist ein Pfeil nach rechts und einer nach links direkt übereinander geschrieben!!!)

So lautet das MWG „Produkt der Konzentrationen der Produkte durch Produkt der Konzentrationen der Edukte“

Also [C]*[D] / [A]*[B] = K

Die eckigen Klammern heißen „Konzentration von“, vielleicht habt ihr eine andere Bezeichnungsweise… Diese ist nicht so 100% korrekt, wird aber glaube ich in der Schule verwendet und ist vor allem eines: ÜBERSICHTLICH

K ist die Gleichgewichtskonstante. Ist sie größer als 1 überwiegen die Produkte, ist sie kleiner als 1 die Edukte (das ist reine Mathe).
Wichtig: Die Gleichgewichtskonstante sagt NICHTS über die Geschwindigkeit aus, mit der sich das GGW einstellt (hat man also z.B. eine kinetisch gehemmte Reaktion reagieren A und B vielleicht nur sehr langsam bis garnicht, obwohl K viel größer als 1 sein kann…)

Entstehen aus je einem A und B zwei Teilchen C und ein D, also

A + B 2C + D

so muß im MWG die Konzentration an C ins Quadrat genommen werden (analog für 3C hoch drei usw.)

Feste Stoffe (wie z.B. Bodenkörper in gesättigten Lösungen) tauchen im MWG nicht auf. Ich muß jetzt grad überlegen, wie das mit reinen Elemente war… weiß ich jetzt nicht auswendig und mein nächstes Buch liegt 50km weit weg von hier.

Also irgendwie macht man das meistens bei Lösungen (wobei man das auch bei Reaktionen im Gasraum aufstellen kann und dann die Partialdrücke verwenden muß…) und da hat man ja keine Reinelemente…

Das MWG findet seine praktische Anwendung im Prinzip von Le Chatelier.

  1. Was war noch mal das Prinzip von „Le
    Chatelier“

Es lautet „ein im GGW befindliches System weicht einem äußeren Zwang durch Verschiebung der GGWs aus, und zwar in der Richtung, in der es diesen Zwang minimiert“.

Hat man also z.B. wieder die Reaktion

A + B C + D

und will so viel wie möglich an Stoff C erhalten, so hat man dazu mehrere Möglichkeiten:

  1. Man erhöht die Konzentration an A. Dadurch übt man einen Zwang auf das System aus, weil das GGW ja für jedes Konzentrationsverhältnis verschieden ist. Das System weicht dem Zwang aus indem es mehr A umsetzt. Das GGW verschiebt sich also auf die Seite der Produkte.
    Das gleiche passiert, wenn man die Konzentration an B erhöht (praktisch gesehen der Stoff, der billiger oder leichter einsetztbar ist)

  2. Man entzieht dem System fortlaufend den Stoff C. Oder eben D. Zum Beispiel, indem man etwas gleich anschließend ausfällt oder weiß der Geier. Wieder wird das GGW gestört und das System weicht dem aus, indem es mehr C (oder D) „nachproduziert“.

  3. Je nachdem, ob man eine exotherme oder endotherme Reaktion hat kann man auch mit der Temperatur spielen.

  4. ???

Ich glaub, das war’s soweit dazu. Kannst mir gerne mailen, wenn ich mich mal wieder zu verworren ausgedrückt habe…

  1. Azofarbstoffe sind mir auch ziemlich
    fremd!

Azofarbstoffe sind Substanzen mit der
Azogruppe -N=N-, die durch elektrophile
Substitution an z.B. Aromaten entsteht.
Beispiel:
Benzoldiazonium-Ion + Phenol -->
p-Hydroxyazobenzol
Alle Azoverbindungen sind gefärbt und
werden zum Teil als Textilfarbstoffe oder
in der Farbphotographie verwendet.

  1. Das letzte „rote Tuch“ sind die D und
    L formen(Was ist das???) von
    Glukose (wie kann ich etwas über Glukose
    schreiben?)

Die D- und L-Formen der Monosaccharide
gehen alle auf die Konfiguration des
Glycerinaldehyds zurück. Zeigt die
Hydroxygruppe des Glycerinaldehyds in der
Fischer-Projektion nach rechts, so
handelt es sich um D-Glycerinaldehyd,
zeigt sie nach links, so ist es
L-Glycerinaldehyd.
Bei allen anderen Monosacchariden
betrachtet man das chirale C-Atom mit der
höchsten Stellungsziffer (am weitesten
von der Carbonylgruppe entfernt). Dort
vergleicht man nun die Lage der
Hydroxygruppe mit der Konfiguration des
Glycerinaldehyds. OH
rechts=D-Monosaccharid, OH
links=L-Monosaccharid.

Ich hoffe Dir ein wenig weitergeholfen zu
haben,
Grüße von Vollfrosch

noch etwas zu Le Chatelier…
Hallo!!

  1. ???

Der 4. Punkt ist auch sehr schnell und leicht erklärt, er spielt immer dann eine Rolle, wenn Gase an der Reaktion teilnehmen, und zwar dann, wenn auf beiden Seiten der Reaktionsgleichung verschieden viele Gas(mol)mengen vorhanden sind.
Ein Paradebeispiel dafür ist die Ammoniaksynthese:
N2 + 3H2 --> 2NH3

Da entstehen ja aus 4 mol Gas 2 mol Gas, d.h. im Klartext, daß der Druck absinkt. Unter hohem Druck läuft die Reaktion also besser ab, weil der „kleinste Zwang“ auf Seiten des Ammoniaks liegt.

mfg!

BStefan