Hallo,
die Frage unten nach der Küstenflora hat mich an eine Frage erinnert, die mich vor einiger Zeit mal beschäftigte (es würde aber zu weit führen, hier die Umstände zu erläutern): Gibt es auf der Insel Helgoland (außerhalb von Apotheken natürlich *g*) Giftpflanzen, an deren Verzehr man als erwachsener Mensch sterben könnte? Welche und wie viel müsste man davon zu sich nehmen?
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Auf freier Wildbahn sicherlich nicht, allenfalls in den Gärten. Die gefährlichste Pflanze ist meines Wissens der Eisenhut, die bei uns auffindbar ist. Ansonsten sind natürlich auch alle anderen Pflanzen gefährlich, die üblicherweise in der Nähe von Kinderspielplätzen eingepflanzt werden, weil nicht nachgedacht wird. Ich denke hier an Goldregen, Eibe und ggf. die Beeren des Maiglöckchens. Bei Pilzen mußt ohnehin die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Sonst landet der Knollenblätterpilz im Champignonragout. Schwammerl gibt es aber meines Wissens nicht auf Helgoland, dazu ist die Insel viel zu klein nd ohne den notwendigen größeren Baumbestand.
Im Übrigen in den Apotheken gibt es keine Giftpflanzen, denn das Herbar wird eigentlich nur für das eigene „Museum“ und dem Prüfer beim Staatsexamen angelegt.
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Nachfrage
Hallo Klaus,
danke für die Antwort. Weißt du denn auch, wie ich erfahren kann, welche dieser Pflanzen auf Helgoland real vorhanden sind. Die Schwierigkeit für die Pollen ist doch, die Nordsee zu überbrücken und dann auch noch auf dem kahlen Felsen genau den richtigen Boden zu finden, oder?
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo Klaus,
gestatte bitte, dass ich was geraderücke. Auf die Frage, ob es Giftpflanzen auf H. gibt schreibst Du:
Auf freier Wildbahn sicherlich nicht, allenfalls in den
Gärten.
Aber sicher doch! Es sind eine ganze Reihe von Pflanzen giftig. Selbst der Holunder, der ja einen gesunden Saft (nach Erhitzen!!!) gibt, ist roh giftig. Ich war lange nicht auf Helgoland, bin mir aber ziemlich sicher, beim letzten mal an dem Süßwassertümpel auf der Düne Bittersüßen Nachtschatten gesehen zu haben. Der dürfte sogar ziemlich giftig sein…
Bei Pilzen mußt ohnehin die
üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten. Sonst landet der
Knollenblätterpilz im Champignonragout. Schwammerl gibt es
aber meines Wissens nicht auf Helgoland, dazu ist die Insel
viel zu klein und ohne den notwendigen größeren Baumbestand.
Einspruch! Pilze gibt es überall. Gerade das karge Oberland ist ein gutes Biotop z. B. für Saftlinge oder Nelkenschwindlinge. Das Fehlen von Wäldern bringt nur, dass typische Waldarten natürlich fehlen. Es gibt übrigens eine richtig gute Untersuchung zur Pilzflora der Insel: T.R.Lohmeyer: Pilze auf Helgoland. Zur Mykologie einer Ferieninsel in der Nordsee. Teil 1: Ascomyceten. - Z. Mykol. Band 61 Heft 1 (1995).
Gruß
Manfred
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Nachdem Krieg, als ich als Junge ständig hungrig war, aß ich einige Holunderbeeren, doch etwas herb schmeckten. Nach zwei Stunden öffneten sich bei mir alle Ventile. Ich war danach sterbenskrank. Doch das weiß ich noch: Holunderbeeren, besonders die erbrochenen, haben eine unglaubliche Färbkraft.
Gruß, Alexander
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