Hallo Leute,
hat jmd. von euch Erfahrungen mit dem Erlernen von Vogelstimmen.
Welche (didaktischen) Methoden,welche Hilfsmittel im Internet gibt es?
Gruß JS
Hallo Leute,
hat jmd. von euch Erfahrungen mit dem Erlernen von Vogelstimmen.
Welche (didaktischen) Methoden,welche Hilfsmittel im Internet gibt es?
Gruß JS
Vogelstimmen lernt an in erster Linie durchs Zuhören. Das klingt zwar etwas abgestanden, aber anders geht das wirklich nicht. Du must unbedingt Buch führen, was du gehört hast. Beispiel: Grauspecht gehört. Versuche seine Stimme zu beschreiben - Abfallendes di-di-di. Der nahe verwandte Grünspecht: glü-glü-glü. Das ist deutlich zu unterscheiden. Du musst lernen memorierend zuzuhören. Da wir bei jeder Gelegenheit uns mit Musik berieseln zu lassen, haben wir verlernt geistig präsent zuzuhören. Töne fließen an uns runter, wie Wasser unter der Dusche. „Ja mei, ist der Alexander doch ein Eiferer.“ Ist er nicht! Er hat nur aufgehört, neben irgend einer Beschäftigung sich mit Musik berieseln zu lassen. Dann hört er auf die Melodie der Vögel. Goldammer: Wie-wie-hab-ich-dich-lieb. Wo singt sie? In der freien Landschaft.
Arbeite mal ein Vogelbestimmungsbuch durch und versuche mal die Systematik zu lernen. Mit den Wasservögeln fängt die Systematik an und mit den *** hört sie auf. Wenn ich spazieren gehe, höre ich mindestens 10 Vogelarten: Gartenrotschwanz, Amsel, Sperling, Saatkrähe, Elster, Pirol, Kuckuck usf. Vögel sehen und zu bestimmen, ist auch oft recht tricky. Bestimme mal die Grasmücken! Das geht oft nur, wenn man sie hört: Fitis-Zilpzalp. Wie viele Ammernarten gibt es? Nachschauen! Dann gehe bewusst auf die Jagd. Ich höre mir immer wieder eine CD über Vogelstimmen an und habe deren Gesang im Kopf und versuche sie durch hören zu finden. Beispiel: Waldlaubsänger. Ein Teil des Gesanges erinnert an ein schleifendes Rad. Ich habe mich also in den Wald gesetzt und bewusst gelauscht. Saatkrähe, Braunelle und Eichelhäher gehört und dann …? Da war es das schleifende Rädchen.
Ich muß dir sagen, Vögel am Gesang zu erkennen, muss man bewusst schulen. Schließ dich unbedingt einer Ortsgruppe des DBV an. Im, Kreise dieser Leute lernt man enorm viel – und man gewinnt Freunde für’s Leben. Garantiert.
Gruß, Alexander, der schon mal bei einer Wanderung 36 verschiedene Vogelarten gehört hat.
Hi Joachim,
m.E. ist die einfachste und beste Methode, sich eine CD (oder sonst einen Tonträger) mit den Stimmen zu kaufen und anzuhören. Dazu ein Buch mit Abbildungen der Vögel und dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Gandalf
Drachenblut
Moin,
mag sein, daß es heutzutage schwierig ist, nen Drachen aufzutreiben, solltest du einen in der Nähe haben (das mit dem Hausdrachen wäre noch auszuprobieren, im Erfolgsfall aber nobelpreisverdächtig) scheint mir die Methode, in seinem Blut zu baden aber als die weniger zeitaufwändige… Bei Siegfried soll`s zumindest geklappt haben.
Gruß
L.
Ich habe das selbst mal gemacht und folgende Erfahrung:
Gehe anfangs einige Male mit auf Vogelstimmenwanderungen (werden von Vogel- und Naturschutzvereinen angeboten, siehe lokale Veranstaltungskalender in Zeitungen oder Frag frag nach, wenn du einen Verein kennst. Unis bieten auch sowas an. Übrigends werden auch Vogelstimmenwanderungen in Städten angeboten!).
Die Sind zwar meist recht früh (es gibt auch Abendwanderungen), aber ES LOHN SICH !!! (Und das nicht nur wegen der Vögel!) Übrigends auch - und gerade - bei nicht „perfektem“ Wetter. Nur bei strömendem Regen sind die meisten Vögel still.
Kümmer dich gleich drum, denn JETZT ist die beste Zeit !! Eigentlich ist es sogar sinnvoll, Anfang März anzufangen, denn da sind die Zugvögel noch nicht da und man kann mit einigen wenigen Anfangen.
Das kann man zuhause ergänzen und vertiefen mit einer CD. Es gibt auch CD-ROMs.
Gruß
Jochen
Hallo Alexander,
vielen Dank für Deine ausführliche Antworten. Ich habe mir bereits Die Voglestimmen CD gekauft „Was fliegt denn da?“ (Genial: 2 CD’s mit Bestimmungsbuch!)und schon reingehört. Einige Vogelstimmen sind meiner Meinung nach auch unverkennbar und Andere wiederum ähneln sich einander.
Da auch schon meine Frage: Ich würde mir gerne die unterschiedlichen Gesänge „notieren“. Gibt es schon eine Art der Notation. „Didiliüüü“ etc. scheint mir ein wenig ungenau, oder?
Die Notation würde für mir sehr hifreich beim Memorieren sein!
Die in den Wald-Setz-Geschichte scheint mir nicht so praktisch zu sein. Man läuft Gefahr, daß man doch nicht den richtigen Vogel erwischt. Ich finde ja, manche haben einen Gesang zum verwechseln!!
Ortsgruppe DBV : Gibt es da Kontaktadressen(habe noch nicht gegoogelt, evtl. erübrigt sich diese Frage!)
Ciao, Joachim.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Für eine Aufzeichnung der Vogelstimmen habe ich mit ein visuelles Klangspektrogramm ausgedacht. Ich mache das mit aufsteigenden oder abfallenden Unterstrichen und versuche die Simme in Lauten umzusetzen. Dann versuche ich den Vogelgesabg plakativ zu beschreiben: z.B. die Mönchsgrasmücke: geschwätziges Gezwitscher. Wo? Aus dem Busch. Wichtig ist auch das Datum und die Uhrzeit der Stimmenaufzeichnung. Wenn du eine Vogelstimme hörst, versuche dich auf sie zu konzentrieren. Die anderen Vogelstimmen mußt du ausblenden. Versuche dem Vogelgesang irgend einen Spruch zuzuodnen. Zähle die Intervalle. Wie macht eine Singdrossel? Sie wiederholt zwei-dreimal die Gesangsmelodie. Daran erkennt man sie sofort. Wisse aber eins: Bis man viele Vögel an der Stimme erkennen kann, braucht es seine Zeit. Spiel dir mehrmals eine Stimme vor oder nimm sie dir mit einem Walkman ins Gelände und dann suche den Vogel mit den Ohren. Mit welcher Vogelstimme beginnt der Tag? Es ist laut unt klingt wie ein metallisches Klicken. Es ist der Hausrotschwanz. Wodurch unterscheidet er sich vom Gartenrotschwanz? Hier hilft ein Bestimmungsbuch. Ich gratuliere dir aber zu deinem Hobby. Gelegentlich gehe ich mit dem DBV ins Gelände. Da gibt es Vogelstrimmenspezialisten (hörsat du den Zaunkönig?), Entenkenner, Spezialisten für Mövenarten, Gänse und was du willst. Als Zugabe triffst du noch wunderbare Menschen.
Gruß, Alexander (der sich zur Zeit geistig im Tertiär befindet)