Hallo,
ich glaube, mal gelesen zu haben, daß - dem Hirn sei dank - zwei Augen in frontaler Position um ein Vielfaches besser sehen als nur eines … durch raffinierte Verrechnung der Informationen im Überlappungsbereich des linken und rechten Auges. Auf diese Weise würden selbst die leuchtschwachesten Punkte in der Nacht sichtbar, die einem einzigen Auge verborgen blieben. Micht interessiert eben jener „Entrausch“-Mechanismus. Ist er Euch bekannt & vielleicht auch wissenschaftliche Literatur dazu?
Dankbar für jeden Tip,
Stefan
Hi,
Hallo,
ich glaube, mal gelesen zu haben, daß - dem Hirn sei dank -
zwei Augen in frontaler Position um ein Vielfaches besser
sehen als nur eines …
das bezieht sich auf das räumliche Sehen. Für die Tiefeninformation müssen zwei Augen oder Kameras den gleichen Punkt fixieren. Mit einem Auge also kein 3D… es sei denn man macht lustiges Kopfwackeln… Spaß bei Seite.
durch raffinierte Verrechnung der
Informationen im Überlappungsbereich des linken und rechten
Auges. Auf diese Weise würden selbst die leuchtschwachesten
Punkte in der Nacht sichtbar, die einem einzigen Auge
verborgen blieben.
Das können z.B. Katzen mit Ihrem Tapetum luzidum, einer refliktierenden Schicht hinter der Netzhaut. Die funktioniert wie eine Art Restlichtverstärker. Sollte auch mit einem Auge problemlos klappen.
Micht interessiert eben jener
„Entrausch“-Mechanismus. Ist er Euch bekannt & vielleicht auch
wissenschaftliche Literatur dazu?
Entrauschen? Verstehe ich jetzt nicht ganz… Es gibt das Phänomen, dass zum Beispiel Sterne heller erscheinen wenn man an ihnen knapp vorbeischaut. Das liegt daran, dass das Licht nun auf die Sehstäbchen fällt, die Hell/DUnkel „spezialisiert“ sind. Grob.
Dankbar für jeden Tip,
Stefan
Ordne einfach noch mal was Dich interessiert und was genau Du meinst. So ists etwas verwirrend.
Tschö
JD
Hi JD Nightfly
Entrauschen? Verstehe ich jetzt nicht ganz… Es gibt das
Phänomen, dass zum Beispiel Sterne heller erscheinen wenn man
an ihnen knapp vorbeischaut. Das liegt daran, dass das Licht
nun auf die Sehstäbchen fällt, die Hell/DUnkel „spezialisiert“
sind. Grob.
Sterne erscheinen nicht nur heller wenn man knapp an ihnen vorbei schaut, sie werden dadurch erst Sichtbar. Würde man diese sehr kleinen Punkte am Nachthimmel direkt fixieren, würde man sie nicht sehen, da ihr Licht genau dahin fallen würde wo der Sehnerv aus der Netzhaut tritt.
An dieser Stelle existieren keine Zapfen oder Stäbchen, man ist dort Blind.
Das Vorbeisehen geschieht jedoch automatisch, und ich habe es bisher noch nicht geschaft einen Stern so zu fixieren das er verschwindet, aber theoretisch müsste es möglich sein, man darf diesen Stern halt nicht fixieren wollen, da man dann automatisch dran vorbei schaut und ihn somit sieht.
Viel Spaß beim ausprobieren.
Mit freundlichen Grüßen
Micha
Hallo,
Ein solcher Entrauschmechanismus funktioniert folgendermaßen:
Wenn ich mit nur einem Auge etwas sehe habe ich ein gewisses Rauschen, welches auf Zufall basiert und ein Signal welches teilweise oder ganz vom Rauschen überdeckt wird.
Wenn ich nun mit einem zweitem Auge sehe, habe ich wieder das selbe Signal, welches sich überlagert und dadurch verstärkt wird. Da das Rauschen auf Zufall beruht, wird es mit dem zweitem Auge etwas anders aufgenommen, es ist ein etwas anderes Rauschen. Dieses unterschiedliche Rauschen überlagert sich auch, wird aber dadurch nicht verstärkt sondern löscht sich gegenseitig teilweise aus (Interferenzen).
Das Signal wird dadurch also verstärkt aber das Rauschen wird schwächer.
Mit freundlichen Grüßen
Micha
Hallo Michael,
Würde man
diese sehr kleinen Punkte am Nachthimmel direkt fixieren,
würde man sie nicht sehen, da ihr Licht genau dahin fallen
würde wo der Sehnerv aus der Netzhaut tritt.
An dieser Stelle existieren keine Zapfen oder Stäbchen, man
ist dort Blind.
Zwar ist der Punkt, an dem der Sehnerv austritt der „Blinde Fleck“, an dem man nichts sieht, er liegt aber nicht auf dem Punkt des direkten Sehens (das wäre ja auch völlig unsinnig, ein evolutionärer Nachteil).
Bei direktem Sehen trifft das Licht auf die Sehgrube (gelber Fleck). Dort existieren praktisch nur Zapfenzellen, weswegen die Lichtempfindlichkeit dort am geringsten und die Sehschärfe am höchsten ist. Das ist eine sinnvolle Sache, da bei der Objektidentifikation, die vor allem am Tag wichtig ist, normalerweise direkt betrachtet wird und Farbsehen wichtig ist.
Im Dunkeln ist dagegen das Erkennen von Gefahren (Bewegungen) auch im Randbereich des Sichtfeldes wichtiger. Dabei kommt es dann weniger auf die Schärfe und Farbe an.
Ein scharfes Sehen über das gesamte Gesichtsfeld könnte das Gehirn überhaupt nicht mehr verarbeiten.
Hier noch was zum blinden Fleck:
http://www.eduvinet.de/gebhardt/physik/optik/auge/bl…
Gruss, Niels
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