Hallo Michael,
Würde man
diese sehr kleinen Punkte am Nachthimmel direkt fixieren,
würde man sie nicht sehen, da ihr Licht genau dahin fallen
würde wo der Sehnerv aus der Netzhaut tritt.
An dieser Stelle existieren keine Zapfen oder Stäbchen, man
ist dort Blind.
Zwar ist der Punkt, an dem der Sehnerv austritt der "Blinde Fleck", an dem man nichts sieht, er liegt aber nicht auf dem Punkt des direkten Sehens (das wäre ja auch völlig unsinnig, ein evolutionärer Nachteil).
Bei direktem Sehen trifft das Licht auf die Sehgrube (gelber Fleck). Dort existieren praktisch nur Zapfenzellen, weswegen die Lichtempfindlichkeit dort am geringsten und die Sehschärfe am höchsten ist. Das ist eine sinnvolle Sache, da bei der Objektidentifikation, die vor allem am Tag wichtig ist, normalerweise direkt betrachtet wird und Farbsehen wichtig ist.
Im Dunkeln ist dagegen das Erkennen von Gefahren (Bewegungen) auch im Randbereich des Sichtfeldes wichtiger. Dabei kommt es dann weniger auf die Schärfe und Farbe an.
Ein scharfes Sehen über das gesamte Gesichtsfeld könnte das Gehirn überhaupt nicht mehr verarbeiten.
Hier noch was zum blinden Fleck:
http://www.eduvinet.de/gebhardt/physik/optik/auge/bl...
Gruss, Niels