Hallo,
Doch hat er wirklich den Begriff der "Biologie" begründet?
ich habe nochmal nachgesehen und finde das jedenfalls überall behauptet, in verschiedenen Lexika und auch hier:
"LAMARCK entdeckte damit den Zeitfaktor in der Evolution der Organismen. Bevor er sich mit Evolutionsproblemen befaßte, bearbeitete er botanische Themen; er verfaßte eine vierbändige Flora von Frankreich. Später konzentrierte er sich auf Invertebraten. Seine vorgeschlagene Großgliederung ist auch heute noch gültig, 1801 prägte er den Begriff Biologie."
(Quelle: http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d36/36a.htm )
Kannst Du mir mehr über das von Dir zitierte Holle-Buch sagen?
Eine Lektüre dürfte sich nicht wirklich lohnen. Schau mal diese Bewertung an:
"Die verzerrende Analogie "Schmarotzer" musste bereits bei dem Botaniker Holle (1919) für die rassisch als fremd eingestuften Juden herhalten. Hitler ("Mein Kampf", 1924) schätzte als Zeitpunkt sich ausbreitender Judendiskriminierung das Jahr 1919 ein." (Quelle: http://www.tu-bs.de/institute/fachdidnat/didaktikbio... )
Oder hier (allerdings vom selben Autor):
"Im Mittelpunkt sozialdarwinistischer Kritik stand die Ethik der christlichen Soziallehre. So bemerkte der Botaniker Holle (1919) Ende des Ersten Weltkrieges zur Nächstenliebe, dass diese "unzweifelhaft herabzüchtend" wirke, weil mit der Sorge für Kranke, Schwache und andere sog. "Minderwertige" das Naturgesetz der "Ausmerze" außer Kraft gesetzt würde. Er stand mit dieser Meinung nicht allein. Zahlreiche Biologen, u.a. die Zoologen Dahl, Ziegler, Plate, äußerten sich gegen "herabzüchtende" Wirkungen der Sozialpolitik, weil sie die nationale "Entartung" fürchteten. Dies wurde für Eugeniker, die sich später Rassenhygieniker nannten, wie Schallmeyer, Ploetz und Lenz das Leitthema ihres später auf "Ausmerze" und "Volksaufartung" gerichteten Bemühens."
(Quelle: http://www.tu-bs.de/institute/fachdidnat/didaktikbio... )
Zur Einschätzung müsste das aber reichen, oder?
Herzliche Grüße
Thomas Miller