Osmoregulation -> ADH; RAAS

Von: , Frage gestellt am Mi, 4. Jun 2003

Hallo Allerseits

Wenn man Durstet und unter Wassermangel leidet erhöht sich die Osmolalität des Serums wodurch ADH (antidiuetrisches Hormon) ausgeschüttet wird, welches in den Nieren die Reabsorption des Wasser an den distalen Tubuli und den Sammelrohren steigert, folglich wird weniger Wasser ausgeschieden und die Verdunstung durch das Schwitzen und die Atmung ein wenig ausgeglichen.
Wenn man nun weiterhin nichts trinkt kommt es zu einer Abnahme des Blutvolumens, welches durch das RAAS (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) eine renale Na+ - Retention zur Folge hat.

Dadurch steigt die Osmolalität des Blutes doch weiter, welches dann schlecht für den Organismus ist (Zellschrumpfungen => Verwirrung, Halluzinationen und Krämpfe), oder wird das RAAS durch das ADH gehemmt?

Viele Grüße
Micha

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Osmoregulation -> ADH; RAAS

    Hi,

    kann mich irren aber normalerweise sollte es gar nicht zu Erscheinungen wie Zellschrumpfung kommen, oder zumiondest nicht in allzu großem Ausmaß. Da durch den Flüssigkeitsverlust der kolloid osmotische Druck des Blutes ansteigt wird es einfach zu zäh, um seine FUnktion im Gewebe und Hirn noch erfüllen zu können. Daher wohl eher Bewustlosigkeit etc. Bin aber nicht ganz drinne in der Materie.

    JD [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ich glaube du irrst dich

      Hi Nightfly
      Erst ma danke für deine Anteilnahme, aber ich glaube du irrst dich, jedes meiner Bücher behauptet das es zu diesen Erscheinungen kommt.
      Mir geht es im wesentlichen um die Hormonwirkung von ADH in bezug auf RAAS.
      Mit der Erhöhten Na+ Konzentration durch RAAS wird dem Wirken des ADH entgegengearbeitet, da die Osmolalität des Blutes noch größer wird (oder nicht?). Das macht doch dann keinen Sinn.

      MfG
      Micha

  2. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: Osmoregulation -> ADH; RAAS

    hi!
    raas hemmt adh nicht, vielmehr unterstützen sie sich gegenseitig! "gegenspieler von raas sind anp,bnp,cnp!
    durstgefühl wird von adh reguliert es kommt durch adh zum wasserrückstrom dh zur verringerung der osmolarität (mmol/l, und nicht osmolalität mmol/kg)!!!!!!!!!
    durch raas kommt es mittels aldosteron zum na retention, und damit zur erhöhung der osmolarität mit nachfolgendem wassereinstrom aus dem gewebe (austrocknung der zellen!) in der not des extremen durstens ist dies vernachlässigbar vielmehr kommt es durch raas zur blutdrucksteigerung (va angiotensin II, aber auch renin und aldosteron) dh raas ist für den druck(minimaler perfussionsdruck für die peripherie zur versorgung des hirns) verantwortlich und adh in dem fall für den wasserhaushalt!!!!

    noch ein gedanke: durch dursten steigt die osmsolarität kaum(erst terminal durch retentionswerte) vielmehr ist durst (in der späten phase) ein mangel an wasser UND elektrolyten, das gesamtverhältnis bleibt konstant, weil es immer wieder zum ausgleich kommt!!!! grund: durch atmung und perspiratio insensibilis verlieren wir h2o, welches endogen durch zellatmung (verlangsamte knallgasreaktion) fast ausgeglichen wird, der eigentliche verlusst durch schwitzen, faeces und harn ist normoton(im extremen ist der harn stark hyperton=maximal konzentriert), wir verlieren wasser und e-lyte gleichermaßen,....eine leichte hyperosmolarität bleibt bestehen (unabhängig vom wasser-salz haushalt durch verminderte ausscheidung der retentionswerte:harnstoff,... hat nichts mit raas und adh zu tun)
    folge:dehydration, exsikkose, goldblatt effekt m renaler hpertonie und minderperfusion mit terminaler niereninsuffizienz, koma,...
    therapie: isoosmolare lösungen ("wasser und salz")

    ich hoff das passt so, und klingt für dich nicht widersprüchlich,

    viel spass beim nachdenken, gerwin

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