wie kann man sich eine Vakuumkammer für den „Hausgebrauch“ selbermachen und v.a. wo bekommt man die Teile dafür (bzw. bei welcher Branche frage ich da überhaupt am besten an)?
Conradelectronic (Pumpe) oder doch eher ein Chemieshop (in München)?
Einerseits sollte man in dieser kammer kleinere Schulexperimente machen können (Mohrenkopf, Luftballon, …).
Zum anderen würde ich damit ganz gerne Öl (und ähnliche Flüssigkeiten) aus einem vernetzten Kanalsystem absaugen (z.B. 5l Öl aus einem Motor/Getriebe).
Vielen Dank für jegliche Hilfe bzw. Vermittlung an die richtige „Abteilung“!-)
Zum anderen würde ich damit ganz gerne Öl (und ähnliche
Flüssigkeiten) aus einem vernetzten Kanalsystem absaugen (z.B.
5l Öl aus einem Motor/Getriebe).
Hallo !
Das funktioniert aber nur, wenn diese Öle verdampfen und man diesen Dampf evakuiert. Feste Flüssigkeiten bekommt man aus einen verzweigten Teil, wie einem Getriebe, nicht heraus. Es fehlt ihnen dann der Atmosph. Druck.
Man kann z.B. eine Kälteanlage fast 100%ig evakuieren, da Freon unter Vacuum verdampft.
Hallo Markus: Das wichtigste für den geschilderten „Hausgebrauch“ scheint mir eine sogenannte Wasserstrahlpumpe die an einen Wasserhahn angeschlossen werden kann, und womit Vakuum erzeugt werden kann. Wasserstrahlpumpen sind im Chemie-Gerätehandel oder eventuell in Haushaltwarengeschäften (Einmachgläser evakuieren) erhältlich. Ein Zwischengefäss für Vakuum oder zum abgesaugtes aufzufangen findet sich im Glaswarenhandel. Notfalls einen Dampfkochtopf mit wenig Wasser erhitzen wobei beim abkühlen etwas Vakuum entsteht, das mit Bastelfantasie und aufmontiertem Schlauch genutzt werden kann.
Gruss von Paul Stoll
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Hallo Markus: Das wichtigste für den geschilderten
„Hausgebrauch“ scheint mir eine sogenannte Wasserstrahlpumpe
die an einen Wasserhahn angeschlossen werden kann, und womit
Vakuum erzeugt werden kann. Wasserstrahlpumpen sind im
Chemie-Gerätehandel oder eventuell in Haushaltwarengeschäften
(Einmachgläser evakuieren) erhältlich.
Hallo !
Der Druck der Hausleitung ist dafür sicher nicht hoch genug (6 bar müßen es schon sein) und wohin mit dem Wasser?
Gruß max
also die Wasserstrahlpumpen, die man im Labor an eine ganz normale Wasserleitung anschließen kann, erzeugen einen ganz guten Unterdruck. Zumindest reicht er ganz sicher aus um in einem Exsikkator die Luft ab zu saugen bis sich ein Luftballon aufbläht oder Schaumküsse aufblähen.
Die Saugwirkung der Wasserstrahlpumpe beruht auf dem Bernoulli- Unterdruck- Prinzip. An der Einschnürung der Wasserstrahlpumpe ist der Druck geringer, weil die Flüssigkeit dort schneller strömt. Und so wird die Luft rausgesaugt. Das vorbeiströmende Wasser landet im Abfluß.
Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:
Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit Rückschlagventil
Saugleistung: 3,8 l/Min.
Endvakuum: 17,3 mbar
Wasserverbrauch: 7,0 l
Deine Hobbyversuche müßten mit einem Exsikkator und einer Wasserstrahlpumpe funktionieren. Wichtig ist natürlich das das Gefäß bei dem Unterdruck nicht kaputt geht, was den Exsikkator nicht ganz billig macht.
Gib doch einfach mal Exsikkator bzw. Wasserstrahlpumpe bei google oder so ein (da gibt es dann einige Firmen aus dem Chemie/Bio/Medizin-Handel). Oder versuche es bei ebay? Zu versuchen rund ums Vakuum kann Dir sicher auch ein Physiklehrer weiterhelfen, da gibt es ja Schulversuche mit Luftballons und Schaumküssen.
also die Wasserstrahlpumpen, die man im Labor an eine ganz
normale Wasserleitung anschließen kann, erzeugen einen ganz
guten Unterdruck.
Hallo !
Ich habe ziemlich lange mit Ejektorpumpen gearbeitet (seit 1960) und es war immer ein Druck von ungefähr 6 bar notwendig. Sicher gibt es auch kleinere mit geringeren Drücken.
Die Saugwirkung der Wasserstrahlpumpe beruht auf dem
Bernoulli- Unterdruck- Prinzip. An der Einschnürung der
Wasserstrahlpumpe ist der Druck geringer, weil die Flüssigkeit
dort schneller strömt. Und so wird die Luft rausgesaugt. Das
vorbeiströmende Wasser landet im Abfluß.
Gut, aber als Privatmensch kommt hier das Problem. Ich bezahle das Trinkwasser und zusätzlich das Abwasser. Und das sind in einigen Gegenden so um die 3 - 5 Euro pro Kubikmeter Wasser/ Abwasser.
Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:
Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit
Rückschlagventil
Saugleistung: 3,8 l/Min.
Endvakuum: 17,3 mbar
Wasserverbrauch: 7,0 l in welcher Zeit??
also ich kann Dir nur sagen, daß es so mit Wasserstrahlpumpe und Exsikkator funktioniert; so hat es nämlich z.B. mein Physiklehrer damals in der Schule gemacht… Luftballon, Schaumkuss oder Wecker (Schall). Von den genauen technischen Daten der Pumpe habe ich keine Ahnung… denke Mal das der Wasserverbrauch bei 7l sich auf eine Stunde bezieht… so wie auch die Saugleistung (siehe Produktbeschreibung).
Und zum Wasserverbrauch… auch Labor bezahlen ihre Abwässer! Trotzdem scheint es billiger und einfacher zu sein eine wartungsfreie, stromlose Wasserstrahlpumpe zu benutzen. Natürlich wird die nicht dauernd benutzt, sondern ist allenfalls für gelegentliches Benutzen und kurze Zeit gebräuchlich… also tut sie es für den Hobbybereich alle Mal… und wer will kann ja noch immer drin baden!
Grüße aus dem 36°C warmen Süden
Julia
Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:
Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit
Rückschlagventil
Saugleistung: 3,8 l/Min.
Endvakuum: 17,3 mbar
Wasserverbrauch: 7,0 l in welcher Zeit??
Wasserverbrauch bei 7l sich auf eine Stunde bezieht… so wie
auch die Saugleistung (siehe Produktbeschreibung).
Mit Sicherheit nicht!!! Denn die Geschwindigkeit spielt eine große Rolle. Und eine kleine Gießkanne voll Wasser??!! Das betrifft ganz sicher 7 Liter pro Minute.
Und zum Wasserverbrauch… auch Labor bezahlen ihre Abwässer!
Trotzdem scheint es billiger und einfacher zu sein eine
wartungsfreie, stromlose Wasserstrahlpumpe zu benutzen.
Natürlich wird die nicht dauernd benutzt, sondern ist
allenfalls für gelegentliches Benutzen und kurze Zeit
gebräuchlich… also tut sie es für den Hobbybereich alle
Mal… und wer will kann ja noch immer drin baden!
Warum nicht eine völlig wartungsfreie Membranpumpe??? Ohne Wasserverbrauch, klein wie ein Eierkocher.
Wenn du skrupellos genug bist, einen Schluck FCKW ins Freie zu entlassen, kannst du einen alten Kühlschrank ausschlachten, die gibt es umsonst, der Kompressor geht meist noch und komprimiert nicht nur, sondern saugt an der Einlassseite auch ganz ordentlich.
Der Druck der Hausleitung ist dafür sicher nicht hoch genug (6
bar müßen es schon sein) und wohin mit dem Wasser?
Wasserstrahlpumpen für den Laborbetrieb sind dafür ausgelegt, mit hausüblichen Wasseröeitungen zu arbeiten.
Die Saugleistung reicht aus, um laborübliche Geräte mit Volumina von max. ca. 20 l innerhalb erträglicher Zeiten (ca. 15 min) auf Enddrucke von
wie kann man sich eine Vakuumkammer für den „Hausgebrauch“
selbermachen und v.a. wo bekommt man die Teile dafür (bzw. bei
welcher Branche frage ich da überhaupt am besten an)?
Conradelectronic (Pumpe) oder doch eher ein Chemieshop (in
München)?
die Glocke sollte rund aus (Plexi)Glas sein. So was gibt es immer wieder bei diversen Internetauktionen oder auf Flohmärkten.
Als Pumpe wurde schon eine Wasserstrahlpumpe vorgeschlagen, dem schließ ich mich an.
Zum anderen würde ich damit ganz gerne Öl (und ähnliche
Flüssigkeiten) aus einem vernetzten Kanalsystem absaugen (z.B.
5l Öl aus einem Motor/Getriebe).
Das geht mit einer Wasserstrahlpumpe (und einigen anderen zusätzlichen Gerätschaften) theoretisch auch, aber da die Gefahr, das Öl oder anderer Mist in Wasser gelangen, ziemlich hoch ist, solltest Du es so nicht machen.