vakuumkammer

Von: , Frage gestellt am Di, 10. Jun 2003



wie kann man sich eine Vakuumkammer für den "Hausgebrauch" selbermachen und v.a. wo bekommt man die Teile dafür (bzw. bei welcher Branche frage ich da überhaupt am besten an)?
Conradelectronic (Pumpe) oder doch eher ein Chemieshop (in München)?
Einerseits sollte man in dieser kammer kleinere Schulexperimente machen können (Mohrenkopf, Luftballon, ...).
Zum anderen würde ich damit ganz gerne Öl (und ähnliche Flüssigkeiten) aus einem vernetzten Kanalsystem absaugen (z.B. 5l Öl aus einem Motor/Getriebe).

Vielen Dank für jegliche Hilfe bzw. Vermittlung an die richtige "Abteilung"!-)

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Minuten 0 hilfreich
    Re: vakuumkammer

    Zum anderen würde ich damit ganz gerne Öl (und ähnliche
    Flüssigkeiten) aus einem vernetzten Kanalsystem absaugen (z.B.
    5l Öl aus einem Motor/Getriebe).

    Hallo !

    Das funktioniert aber nur, wenn diese Öle verdampfen und man diesen Dampf evakuiert. Feste Flüssigkeiten bekommt man aus einen verzweigten Teil, wie einem Getriebe, nicht heraus. Es fehlt ihnen dann der Atmosph. Druck.
    Man kann z.B. eine Kälteanlage fast 100%ig evakuieren, da Freon unter Vacuum verdampft.

    Gruß max

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: vakuumkammer

    Hallo Markus: Das wichtigste für den geschilderten "Hausgebrauch" scheint mir eine sogenannte Wasserstrahlpumpe die an einen Wasserhahn angeschlossen werden kann, und womit Vakuum erzeugt werden kann. Wasserstrahlpumpen sind im Chemie-Gerätehandel oder eventuell in Haushaltwarengeschäften (Einmachgläser evakuieren) erhältlich. Ein Zwischengefäss für Vakuum oder zum abgesaugtes aufzufangen findet sich im Glaswarenhandel. Notfalls einen Dampfkochtopf mit wenig Wasser erhitzen wobei beim abkühlen etwas Vakuum entsteht, das mit Bastelfantasie und aufmontiertem Schlauch genutzt werden kann.
    Gruss von Paul Stoll [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: vakuumkammer

      Hallo Markus: Das wichtigste für den geschilderten
      "Hausgebrauch" scheint mir eine sogenannte Wasserstrahlpumpe
      die an einen Wasserhahn angeschlossen werden kann, und womit
      Vakuum erzeugt werden kann. Wasserstrahlpumpen sind im
      Chemie-Gerätehandel oder eventuell in Haushaltwarengeschäften
      (Einmachgläser evakuieren) erhältlich.
      Hallo !
      Der Druck der Hausleitung ist dafür sicher nicht hoch genug (6 bar müßen es schon sein) und wohin mit dem Wasser?
      Gruß max

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Wasserstrahlpumpe und Saugleistung

        Hi,

        also die Wasserstrahlpumpen, die man im Labor an eine ganz normale Wasserleitung anschließen kann, erzeugen einen ganz guten Unterdruck. Zumindest reicht er ganz sicher aus um in einem Exsikkator die Luft ab zu saugen bis sich ein Luftballon aufbläht oder Schaumküsse aufblähen.

        Die Saugwirkung der Wasserstrahlpumpe beruht auf dem Bernoulli- Unterdruck- Prinzip. An der Einschnürung der Wasserstrahlpumpe ist der Druck geringer, weil die Flüssigkeit dort schneller strömt. Und so wird die Luft rausgesaugt. Das vorbeiströmende Wasser landet im Abfluß.

        Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:

        Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit Rückschlagventil
        Saugleistung: 3,8 l/Min.
        Endvakuum: 17,3 mbar
        Wasserverbrauch: 7,0 l


        Gruß Julia

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re: Wasserstrahlpumpe und Saugleistung

          Hi,

          also die Wasserstrahlpumpen, die man im Labor an eine ganz
          normale Wasserleitung anschließen kann, erzeugen einen ganz
          guten Unterdruck.
          Hallo !

          Ich habe ziemlich lange mit Ejektorpumpen gearbeitet (seit 1960) und es war immer ein Druck von ungefähr 6 bar notwendig. Sicher gibt es auch kleinere mit geringeren Drücken. Die Saugwirkung der Wasserstrahlpumpe beruht auf dem
          Bernoulli- Unterdruck- Prinzip. An der Einschnürung der
          Wasserstrahlpumpe ist der Druck geringer, weil die Flüssigkeit
          dort schneller strömt. Und so wird die Luft rausgesaugt. Das
          vorbeiströmende Wasser landet im Abfluß.
          Gut, aber als Privatmensch kommt hier das Problem. Ich bezahle das Trinkwasser und zusätzlich das Abwasser. Und das sind in einigen Gegenden so um die 3 - 5 Euro pro Kubikmeter Wasser/ Abwasser.
          Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:

          Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit
          Rückschlagventil
          Saugleistung: 3,8 l/Min.
          Endvakuum: 17,3 mbar
          Wasserverbrauch: 7,0 l in welcher Zeit??


          Gruß max

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            es funktioniert!

            Hallo,

            also ich kann Dir nur sagen, daß es so mit Wasserstrahlpumpe und Exsikkator funktioniert; so hat es nämlich z.B. mein Physiklehrer damals in der Schule gemacht... Luftballon, Schaumkuss oder Wecker (Schall). Von den genauen technischen Daten der Pumpe habe ich keine Ahnung... denke Mal das der Wasserverbrauch bei 7l sich auf eine Stunde bezieht... so wie auch die Saugleistung (siehe Produktbeschreibung).

            Und zum Wasserverbrauch... auch Labor bezahlen ihre Abwässer! Trotzdem scheint es billiger und einfacher zu sein eine wartungsfreie, stromlose Wasserstrahlpumpe zu benutzen. Natürlich wird die nicht dauernd benutzt, sondern ist allenfalls für gelegentliches Benutzen und kurze Zeit gebräuchlich... also tut sie es für den Hobbybereich alle Mal... und wer will kann ja noch immer drin baden!


            Grüße aus dem 36°C warmen Süden
            Julia Hier ein Beispiel für eine Wasserstrahlpumpe:

            Edelstahl, für Wasserhähne mit Gewindeanschluß, mit
            Rückschlagventil
            Saugleistung: 3,8 l/Min.
            Endvakuum: 17,3 mbar
            Wasserverbrauch: 7,0 l in welcher Zeit??

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re: es funktioniert!

              Wasserverbrauch bei 7l sich auf eine Stunde bezieht... so wie
              auch die Saugleistung (siehe Produktbeschreibung).
              Mit Sicherheit nicht!!! Denn die Geschwindigkeit spielt eine große Rolle. Und eine kleine Gießkanne voll Wasser??!! Das betrifft ganz sicher 7 Liter pro Minute.
              Und zum Wasserverbrauch... auch Labor bezahlen ihre Abwässer!
              Trotzdem scheint es billiger und einfacher zu sein eine
              wartungsfreie, stromlose Wasserstrahlpumpe zu benutzen.
              Natürlich wird die nicht dauernd benutzt, sondern ist
              allenfalls für gelegentliches Benutzen und kurze Zeit
              gebräuchlich... also tut sie es für den Hobbybereich alle
              Mal... und wer will kann ja noch immer drin baden!
              Warum nicht eine völlig wartungsfreie Membranpumpe??? Ohne Wasserverbrauch, klein wie ein Eierkocher.

              Gruß Max

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Kühlschrankkompressor

              Hallo !

              Wenn du skrupellos genug bist, einen Schluck FCKW ins Freie zu entlassen, kannst du einen alten Kühlschrank ausschlachten, die gibt es umsonst, der Kompressor geht meist noch und komprimiert nicht nur, sondern saugt an der Einlassseite auch ganz ordentlich.

              Jochen

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: vakuumkammer

        Hallo Max, Der Druck der Hausleitung ist dafür sicher nicht hoch genug (6
        bar müßen es schon sein) und wohin mit dem Wasser?
        Wasserstrahlpumpen für den Laborbetrieb sind dafür ausgelegt, mit hausüblichen Wasseröeitungen zu arbeiten.
        Die Saugleistung reicht aus, um laborübliche Geräte mit Volumina von max. ca. 20 l innerhalb erträglicher Zeiten (ca. 15 min) auf Enddrucke von < 25 mbar zu evakuieren (hängt von der Wassertemperatur ab), was für die meisten Belange völlig ausreicht, auch für das was der Frager vorhat.
        Mit diesen Pumpen arbeite ich seit nunmehr über 25 Jahren und so sehr kann ich mich nicht täuschen, daß es bisher nicht geklappt hat.
        Die Wasserabfuhr geschieht über den Gulli. Der Wasserverbrauch beträgt etwa 5 l pro Minute.

        Allerdings werden diese klassischen Wasserstehlpumpen nicht mehr so häufig verwendet, nur dann, wenn sie sporadisch benötigt werden, ansonsten verwendet man Membranpumpen oder Wasserstrahlpumpen mit Kreislaufführung.

        Der Wasserdruck bei uns zuhause beträgt übrigens 5,5 bar, im Labor liegt der Wert etwa genausohoch.

        Gandalf



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