Mischgetreide auf einem Acker ?

Liebe Freunde,

Ich wußte nicht, ob´s das richtige Brett ist, bitte ggf. verschieben.

Mal eine Frage an die Kundigen aus der Landwirtschaft.
Gestern beim Spaziergang fiel mir (Großstadtpflanze !) ein Acker auf, auf dem offensichtlich Gerste (sehr lange Grannen) und Roggen (fast keine Grannen) wild gemischt gleichzeitig wächst. Zuerst habe ich vermutet, daß sich da zwei saatgüter am Rande vermischt haben, da das besagte Feld an ein Feld mit ausschließlich Roggen grenzt. Aber die Mischung zieht sich über den ganzen Acker (ca. 100 * 75 Meter), teils sehr homogen aber durchsetzt mit Flecken von nur Gerste oder nur Roggen.
Erste Vermutung, nicht ganz Ernst zu nehmen : So wird Getreide für Roggenmischbrot gemacht :smile:)

Wer kann mir das Erklären ?

Danke und Gruß
Bernd
*derGersteundWeizenamliebstenausderBrauereibezieht*

Lieber Bernd,

Ich wußte nicht, ob´s das richtige Brett ist, bitte ggf.
verschieben.

Mal eine Frage an die Kundigen aus der Landwirtschaft.
Gestern beim Spaziergang fiel mir (Großstadtpflanze !) ein
Acker auf, auf dem offensichtlich Gerste (sehr lange Grannen)
und Roggen (fast keine Grannen) wild gemischt gleichzeitig
wächst.

das war mit Sicherheit keine Gerste sondern Weizen und das Feld daher eindeutig als Mischbrotfeld zu identifizieren, oder?

Gruß
Frank

Hallo !
Ich denke, speziell für Brötchen.

Gruß max.

Hallo Frank,

Gestern beim Spaziergang fiel mir (Großstadtpflanze !) ein
Acker auf, auf dem offensichtlich Gerste (sehr lange Grannen)
und Roggen (fast keine Grannen) wild gemischt gleichzeitig
wächst.

das war mit Sicherheit keine Gerste sondern Weizen und das
Feld daher eindeutig als Mischbrotfeld zu identifizieren,
oder?

Ach, DU hast das Feld angelegt?
Und haben Dir die Samenkörnchen nicht geglaubt, als Du ihnen erzählt hast, was sie sind?

Btw., weißt Du in der Landwirtschaft genauso gut Bescheid wie in Mathe und Physik? Und Mischbrot backst Du dann in Deiner Freizeit ganz aus Weizen?

Axel

Hallo Bernd,
das war wohl eher Weizen und Roggen (Gerste hat mittellange Grannen).

Mischfelder wären mir neu, da die Erntezeiten nicht genau identisch sind, bringts auch nichts für Nahrungsgetreide.

Ich sehe zwei Möglichkeiten:

  1. Absicht
    oder
  2. letztes Jahr wurde eines von beiden angebaut und man konnte nicht ernten(zB durch Wind- und Wetterschaden) und hat alles untergepflügt. Die Körner sind dieses Jahr zusammen mit der neuen Aussaat des anderen Getreides ausgekeimt.

Dieses Ernte wird wohl für Futtergetreide herhalten müssen. Die meisten heutigen, konventionell gehaltenen Kühe bekommen Getreide als Zusatzfutter, weil durch normales, eiweiss- und nährstoffarmes Gras die Kühe die hohen Milchanforderungen niemals erfüllen könnten.

Viele Grüsse, Nicola

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Nicola,

erst einmal Danke für Deine Auskunft.

das war wohl eher Weizen und Roggen (Gerste hat mittellange
Grannen).

Überzeugt. (siehe Satz von mir gaaaanz unten :smile:)

Mischfelder wären mir neu, da die Erntezeiten nicht genau
identisch sind, bringts auch nichts für Nahrungsgetreide.

Kommt hin. Zumindest ist der Weizen bereits ca. 80 cm hoch, der Roggen sieht deutlich grüner aus und ist etwas 1/4 niedriger.

Ich sehe zwei Möglichkeiten:

  1. Absicht

Warum ?? Besser: Was bringts ?

oder
2. letztes Jahr wurde eines von beiden angebaut und man konnte
nicht ernten(zB durch Wind- und Wetterschaden) und hat alles
untergepflügt. Die Körner sind dieses Jahr zusammen mit der
neuen Aussaat des anderen Getreides ausgekeimt.

Ich wüßte nix von Unwetter - aber wie gesagt: Ich bin alles nur kein Bauer. Ich konnte aber sehen, daß auf allen Feldern hinter unserem Haus Mähdrescher aktiv waren, da vermute ich einfach mal, daß das feld von dem wir hier reden auch OK war. Wie gesagt: Spekulation !

Dieses Ernte wird wohl für Futtergetreide herhalten müssen.
Die meisten heutigen, konventionell gehaltenen Kühe bekommen
Getreide als Zusatzfutter, weil durch normales, eiweiss- und
nährstoffarmes Gras die Kühe die hohen Milchanforderungen
niemals erfüllen könnten.

Hmm, „datt kann“ wie man hier sagt.
Vielleicht versuche ich mal den zuständigen Bauern zu finden, dann kann ich ihn auch gleich fragen, warum ein 5 Meter breiter Streifen auf ca. 40 Meter Länge offenbar mit allem möglichen Gemüsezeug bepflanzt ist. Genauer: Ich könnte fragen, warum der Streifen so angelegt ist, daß er das Feld von einer kurzen Seite kommend fast teilt, aber eben nur fast. Aus er Luft müßte wie ein großes U aussehen…

Gruß
Bernd
*derGersteundWeizenamliebstenausderBrauereibezieht*

hallo Bernd,

Hallo Nicola,

erst einmal Danke für Deine Auskunft.

das war wohl eher Weizen und Roggen (Gerste hat mittellange
Grannen).

Überzeugt. (siehe Satz von mir gaaaanz unten :smile:)

Mischfelder wären mir neu, da die Erntezeiten nicht genau
identisch sind, bringts auch nichts für Nahrungsgetreide.

Kommt hin. Zumindest ist der Weizen bereits ca. 80 cm hoch,
der Roggen sieht deutlich grüner aus und ist etwas 1/4
niedriger.

Ich sehe zwei Möglichkeiten:

  1. Absicht

Warum ?? Besser: Was bringts ?

Vielleicht Mischkultur besser für den Boden, oder Saatgut-Reste oder besseres Futter oder Test für irgendwas, alles reine Spekulationen.

oder
2. letztes Jahr wurde eines von beiden angebaut und man konnte
nicht ernten(zB durch Wind- und Wetterschaden) und hat alles
untergepflügt. Die Körner sind dieses Jahr zusammen mit der
neuen Aussaat des anderen Getreides ausgekeimt.

Ich wüßte nix von Unwetter - aber wie gesagt: Ich bin alles
nur kein Bauer. Ich konnte aber sehen, daß auf allen Feldern
hinter unserem Haus Mähdrescher aktiv waren, da vermute ich
einfach mal, daß das feld von dem wir hier reden auch OK war.
Wie gesagt: Spekulation !

Im Mikroklima gibts Winde, die grosse Teile eines Feldes flachlegen können (hast du bestimmt auch schon gesehen, kann ziemlich verherend), da lohnt eventuell eine Ernte nicht mehr und das Nachbarfeld ist unberührt.

Dieses Ernte wird wohl für Futtergetreide herhalten müssen.
Die meisten heutigen, konventionell gehaltenen Kühe bekommen
Getreide als Zusatzfutter, weil durch normales, eiweiss- und
nährstoffarmes Gras die Kühe die hohen Milchanforderungen
niemals erfüllen könnten.

Hmm, „datt kann“ wie man hier sagt.

Vielleicht versuche ich mal den zuständigen Bauern zu finden,
dann kann ich ihn auch gleich fragen, warum ein 5 Meter
breiter Streifen auf ca. 40 Meter Länge offenbar mit allem
möglichen Gemüsezeug bepflanzt ist. Genauer: Ich könnte
fragen, warum der Streifen so angelegt ist, daß er das Feld
von einer kurzen Seite kommend fast teilt, aber eben nur fast.
Aus er Luft müßte wie ein großes U aussehen…

Klingt so, als sei das nicht gerade ein Hochleistungsfeld und er verwendet das Getreide als Schutzwall (gegen was auch immer). Hat der Bauer einen Hofladen und produziert kleine Gemüsemengen für den Direktverkauf?

Viele Grüsse und Erfolg bei Lüften der agronomischen Geheimnisse, Nicola

Gruß
Bernd
*derGersteundWeizenamliebstenausderBrauereibezieht*

Die Antwort
Hi Bernd !!

Es handelt sich in der Tat um Gerste UND Roggen. Die Verwendung als Futtermittel ist ebenfalls richtig.

Da geerntet wird, wenn eine Getreideart noch nicht reif oder schon überreif ist, ist eine Verwendung als menschliches Nahrungsmittel unmöglich.

Der Sinn liegt in den schlechteren Verbreitungsmöglichkeiten, von vor allem Pilzen, gegen den eine der beiden Arten resistent ist.

Ein weiterer, historischer Sinn ist folgender: Früher hat man Hafer, Gerste und Roggen gemeinsam angebaut. Bei viel Wind oder Gewitter konnte man die Gräser auf einer Bodenfläche von ca. 1 m2 zusammenbinden. Unten der Hafer, in der Mitte die Gerste und oben der Roggen. Der Roggen fungierte also als Stütze und der Wind beschädigte allenfalls die Ähren des Roggen; die Früchte der anderen Gräser, vor allem die des unstabilen Hafers blieben unbeschadet.

Gruss

Thomas

Hallo,

eine Erkärung habe ich leider nicht, aber bei uns ist das ganz ähnlich. Auf einem Feld sind Weizen und Roggen gemeinsam gepflanzt, und zwar eindeutig absichtlich, denn man kann ein Muster sehen - die Ähren sind nicht bunt gemischt. Mit etwas Aufwand könnte man vermutlich sogar „sortenrein“ ernten, aber ich kann mir nicht vorstellen, das das so gedacht ist. Mysteriös.

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

ich kann mir nicht vorstellen, das das so gedacht ist.
Mysteriös.

früher gabs doch diese Kreise im Korn; vielleicht haben die Aliens umgesattelt?!

Gandalf

Ergänzung
Hallo,
bei uns heißt das Mischgetreide „Gemenge“.
Zum Mischbrot backen wird das natürlich nicht benutzt!
Einige Vorteile wurden schon genannt (z.B. Verhinderung von
„Lagergetreide“, so nennt sich das, wenn die Halme durch schlechte
Witterung am Boden liegen und deshalb schwer zu dreschen sind.

Nochwas zum Anbau:

1. Getreide wird nicht "gepflanzt" sondern natürlich gesät.
2. Die Maschine, die dazu benutzt wird, ist eine sogenannte 
 "Drillmaschine"
3. Daß da "Muster" (Streifen) entstehen wird wohl daher kommen,
 daß der Bauer die Sorten nicht vorher mischt, sondern sortenrein
 in die Drillmaschine füllt z.B. links der Roggen und rechts die 
 Gerste.
 Bei einer Maschinenbreite von z.B. 4m gibts dann schöne Streifen
 von je 2m.

Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Aliens: Hier der Beweis

früher gabs doch diese Kreise im Korn; vielleicht haben die
Aliens umgesattelt?!

Um Geld durch den Verkauf an die Bild-Zeitung zu verdienen, habe ich jetzt mal ein Foto gemacht:

http://www.napfsuelze.de/myrisworld/images/feld.jpg

Gruß,

Myriam