Hallo
Wie Osmotisch wirksam ist Harnstoff, und woran lässt sich dies erkennen?
Ist Harnstoff Osmotisch wirksamer als Na?
Gruß Micha
Hallo
Wie Osmotisch wirksam ist Harnstoff, und woran lässt sich dies erkennen?
Ist Harnstoff Osmotisch wirksamer als Na?
Gruß Micha
Hallo Michael,
Wie Osmotisch wirksam ist Harnstoff, und woran lässt sich dies
erkennen?
so ganz versteh ich die Fragen nicht, aber der osmotische Druck läßt sich leicht und ohne großen Aufwand mit einer ‚Pfefferschen Zelle‘ bestimmen. Eine Konzentrationsreihe sollte zeigen, ob es eine Konzentrtionsabhängigkeit gibt.
Ist Harnstoff Osmotisch wirksamer als Na?
Da sollten gleichmolare Lösungen untersucht und verglichen werden.
Gandalf
An sich ist der osmotische Druck proportional der Anzahl der gelösten Teilchen (ideales Verhalten vorausgesetzt). Ein mol Teilchen, gelöst in 1 Liter Lösemittel, ergibt einen Druck von 22,4 bar (bei 0 °C)
Molmasse von Harnstoff ist rund 60 g/mol.
Na-Ionen: rund 23 g/mol
Also sind Natriumionen, für sich allein genommen, osmotisch rund 2,6mal so wirksam.
Natürlich ist immer ein Anion vorhanden.
Nehmen wir daher lieber NaCl: Molmasse 58,44, doch 2 Mol Teilchen, weswegen wir die halbieren und 29,2 erhalten. Also etwa doppelt so wirksam wie Harnstoff.
Nicht verschwiegen sei, dass Lösungen von Salzen sich nicht sehr ideal verhalten und gern so tun, als seien sie nicht vollständig dissoziiert…
Gruß,
Franz
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Hi Gandalf
Wenn ich z.B. Urin betrachte, habe ich dort Na, Harnstoff usw. enthalten, wenn ich nun die Osmolalität mittels eines Halbmikroosmometers bestimme, möchte ich Wissen von welchen Bestandteilen des Urins wieviel Prozent der Osmolalität ausmacht.
Ich weiß das Na und Harnstoff die wesentlichen osmotisch wirksamen Teilchen sind. Wenn ich die Konzentrationen kenne, muß ich nur noch den Faktor kennen um den Harnstoff osmotischer Wirkt (oder auch nicht).
Gruß Micha
Hi Franz
Wenn ich das dann richtig verstanden habe, ist Etwas um so osmotisch wirksamer je weniger Molmasse es hat.
Ist es dann so, das 1 mol NaCl in Wasser auf der einen Seite einer semipermeablen Membran, Wasser von der Seite zu sich zieht wo 1 mol Harnstoff in Wasser vorliegt?
Gruß Micha
Harnstoff ist gar nicht osmotisch wirksam!
Hi,
Harnstoff ist (biologisch) gar nicht osmotisch wirksam. Das war ja das geniale an der „Erfindung“ dieser Ausscheidungsart.
Wenn ich das dann richtig verstanden habe, ist Etwas um so
osmotisch wirksamer je weniger Molmasse es hat.
Osmotisch wirksam sind die Stoffe, die eine Membran nicht passieren können. Harnstoff ist ein lipophiles Gebilde und kann Zellmembranen problemlos passieren. Daher ists nicht osmotisch wirksam. Eine Zelle würde in einer reinen Harnstofflösung genauso platzen wie in einem Eimer destilliertem Wasser 
Ist es dann so, das 1 mol NaCl in Wasser auf der einen Seite
einer semipermeablen Membran, Wasser von der Seite zu sich
zieht wo 1 mol Harnstoff in Wasser vorliegt?Gruß Micha
Wenn auf der einen Seite eine osmotisch wirksame Substanz ist und auf der anderen der Harnstoff, dann zieht die osm.wirks. Substanz das Wasser rüber. Der Harnstoff würde, im Fall einer Lipidmembran, sich von alleine gleichmässig verteilen.
JD
Hi JD,
Harnstoff ist ein lipophiles Gebilde und
kann Zellmembranen problemlos passieren.
da scheine ichwas in meiner Vorlesung Organische Chemie verpasst zu haben. Seit wann ist Harnstoff, als doppeltes Amid, lipophil?!
Von einem Lipophil kann ich m.E. keine 7 molare wässrige Lösung herstellen. Elektrisch neutral ist es im Gegensatz zu Kochsalz natürlich; aber lipphil?
Gandalf
Hi JG Nightfly
Harnstoff ist (biologisch) gar nicht osmotisch wirksam. Das
war ja das geniale an der „Erfindung“ dieser Ausscheidungsart.
Ich glaub da bist du Fehlinformiert.
Harnstoff wird vom Körper bei Erhöhung der Blutplasmaosmolalität sogar dafür benutzt um an der Stelle von NaCl den osmotischen Gradienten entlang der Nierentubuli aufrecht zu erhalten, somit kann mehr NaCl ausgeschieden werden.
Die Reabsorption des Harnstoff erfolgt im Sammelrohr unter ADH (antidiuretisches Hormon; Adiuretin) Einwirkung. Ist kein ADH da ist es auch inpermeabel für Harnstoff.
Gruß
Micha
Hi,
lipophil bezieht sich in diesem Zusammenhang ausschliesslich darauf, dass der Harnstoff „relativ“ lipophil ist und die Lipidmembran der Zelle problemlos durchwandern kann.
JD
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Hi JG Nightfly
Harnstoff ist (biologisch) gar nicht osmotisch wirksam. Das
war ja das geniale an der „Erfindung“ dieser Ausscheidungsart.Ich glaub da bist du Fehlinformiert.
Dann hat man mir wahrscheinlich 10 Jahre Mist erzählt 
Im Ernst, Harnstoff kann Zellmembranen problemlos durchdringen und zieht daher kein Wasser…
Aber jetzt bin ich munter und stöber noch mal durch meine Literatur 
JD
Hi
Erythrozyten z.B. haben spezielle Kanäle die Harnstoff durchlassen.
Meine Quelle ist: Lehrbuch der Physiologie von Klinke, Silbernagl
Gruß
Micha
Hi,
ich meinte ganz normale Zellmembranen.
Weiß nicht genau wies in den Nierentubuli aussieht von daher les ich lieber noch mal nach
)
Literatur bisher: Penzlin, Cleffmann, Eckert aber nicht auf dem neusten Stand.
Würde mich aber nun genauer interessieren; ich will ja nicht Sachen behaupten die Schwachsinn sind. Steht in Deinem Buch der Kram mit aktiver Na+ und Cl+ Sekretion und passiven Strömungen genau erklärt? Ich finde den Kram reichlich verwirrend…
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