Es gibt einen bestmmten Menschentyp, der blaue Augen und gleichzeitig schwarze (und ich meine nicht einfach dunkle, sondern schwarze) Haare hat, dabei ziemlich helle Haut.
Meine Frage ist: Aus welcher ethnischen Gruppe stammt ursprünglich diese Art Menschen, oder ist es nur eine Folge von Vererbung aus verschiedenen ethnischen Gruppen?
Hör mir auf mit ethnischen Gruppen! Alle Wissenschaftler, die auf der Suche nach Rassenmerkmalen waren, mussten feststellen, dass die Unterschiede innerhalb von solchen „ethnischen Gruppen“ größer waren als die (kaum definierbaren) Unterschiede zwischen den Gruppen.
Augen- und Haarfarbe werden fest vererbt, die Genetik ist nicht ganz einfach: es gibt viele Ausprägungen dieser Gene, alle Abstufungen, dunkel ist dominant über hell, es kommt ganz auf die Kombination an. Sinnvollerweise sind die Gene dafür auf dem gleichen Chromosom angeordnet, Augen- und Haaarfarbe sind also gekoppelt und entsprechen daher meist der Sonneneinstrahlung, die im besiedelten Gebiet herrscht: Dunkle Augen und dunkle Haut schützen vor zuviel Sonne, bei fehlenden Pigmenten wird auch von wenig Sone genug Vitamin D gebildet.
Es gibt aber auch Chromosomenbrüche, dann werden die Gene entkoppelt. So gibt es neben der Kombination helle Augen und dunklen Haaren auch das Umgekehrte: dunkle Augen und helle Haare.
Menschen wandern seit Jahrmillionen, und seit Jahrtausenden immer mehr. Daher sind solche Mischtypen auch überall mal zu finden: Der ganze Mittelmeerraumm ist ein schillerndes Sammelsurium, nicht erst, seit die Normannen sich auf Sizilien vermehrt haben. Nicht nur dort gab es schon vorher ein Völkergemisch.
Deine Kombination hat also nichts mit Ethnien, sondern mit Chromosomenbrüchen und deren Weitervererbung zu tun. Wenn die neuen Kombinationen als besonders hübsch empfunden werden, trägt das natürlich zu deren Verbreitung bei …
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Alle Wissenschaftler, die
auf der Suche nach Rassenmerkmalen waren, mussten feststellen,
dass die Unterschiede innerhalb von solchen „ethnischen
Gruppen“ größer waren als die (kaum definierbaren)
Unterschiede zwischen den Gruppen.
Daß das nicht stimmt, sieht man schon an so offensichtlichen Merkmalen wie der Hautfarbe.
Sinnvollerweise sind die Gene dafür
auf dem gleichen Chromosom angeordnet, Augen- und Haaarfarbe
sind also gekoppelt
Auch das ist so nicht ganz richtig. Es handelt sich nämlich nicht um ein Chromosom, sondern um mehrere, wobei Augenfarbe und Haarfarbe gekoppelt auf Chromosom 15 und 19 lokalisiert sind.
Die Gene für braune und blaue Augen liegen auf Chromosom 15 und das Gen für grüne und blaue Augen liegt auf Chromosom 19.
Ebenfalls auf den Chromosomen 15 und 19 und in der Nähe der Gene für die Augenfarbe liegt je ein Gen für braune Haare. Außerdem gibt es aber noch ein Gen für rote Haare auf Chromosom 4 (welches vermutlich mit einem noch unbekannten gen für Sommersprossen gekoppelt ist).
Neben diesen Genen für die Farbe gibt es noch Gene für die Intensität, von denen eines auf Chromosom 16 liegt und die Intensität von Haar- und Hautfarbe regelt.
Außerdem gibt es noch zahlreiche Gene, die für die Produktion von Melanin verantwortlich und damit Voraussetzung dafür sind, daß überhaupt irgendwelche Pigmente gebildet werden können. Diese liegen beispielsweise auf den Chromosomen 11 und 15 und führen bei einem Gendefekt zu Albinismus.
Es ist also kein Chrossing-Over nötig um durch Rekombination Mischformen zu bilden.
Daß das nicht stimmt, sieht man schon an so offensichtlichen
Merkmalen wie der Hautfarbe.
Mr Stupid, die Behauptung, dass die genetische Vielfalt innerhalb einer Ethnie die sichtbaren Unterschiede verschiedener Ethnien bei weitem übersteigt ist schon richtig.
Man findet nun mal sehr vergleichsweise wenige ethnien-spezifische oder -typische genetische Merkmale. Afrikaner Unterscheiden sich beispielsweise untereinander genetisch sehr viel deutlicher, als sie sich im Durchschnitt von Europäern unterscheiden.
Die Unterschiede sind zwar in auffallenden Merkmalen wie Haut-, Augen- oder Haarfarbe sichtbar, sind aber mit der gesamten Variabilität der Menschen vergliechen, verschwinden klein.
die Behauptung, dass die genetische Vielfalt
innerhalb einer Ethnie die sichtbaren Unterschiede
verschiedener Ethnien bei weitem übersteigt ist schon richtig.
Das gilt aber nicht für das Merkmal, mit dem die jeweilige Rasse (eine Ethnie ist etwas anderes) definiert wird. Wenn man als reinerbiges Merkmal beispielsweise die Hautfarbe wählt, ist es kein Problem, klar unterscheidbare Rassen zu finden, innerhalb der dieses Merkmal kaum variiert.
Das gilt aber nicht für das Merkmal, mit dem die jeweilige
Rasse (eine Ethnie ist etwas anderes) definiert wird. Wenn man
als reinerbiges Merkmal beispielsweise die Hautfarbe wählt,
ist es kein Problem, klar unterscheidbare Rassen zu finden,
innerhalb der dieses Merkmal kaum variiert.
Ein Buchtipp an dich:
Luca und Cavalli Sforza,
Verschieden und doch gleich
erschienen bei Knaur als Taschenbuch ISBN 3426772426 Buch anschauen
Über dieses Buch:
„Jeder Versuch, die Völker der Erde aufgrund ihrer Haut-, Haar-, Augenfarbe, Statur und Nasenform zu katalogisieren ist wissenschaftlich unhaltbar. Das ist eines der sensationellen Ergebnisse der über vierzigjährigen Forschungsarbeit des renommierten Humangenetikers Luca Cavalli-Sforza, mit dem er den regelmässig wieder aufflammenden Spekulationen über den Einfluss der „Rasse“ auf die Menschen endgültig den Boden entzieht (…)“
Hi,
ich bin wohl so ein Exemplar. Oder so in etwa.
Sehr dunkelbraunes Haar, braun-blaue Augen und helle Haut mit Sommersprossen, die zu meinem Verdruss nur laaaangsam und wenig bräunt.
Mit diesen „Was für ein Sonnentyp bin ich“ Tests kann ich nichts anfangen. Da wird immer zu viel Wert auf die Haarfarbe gelegt.
Blöde Chromosomen!
ja toll darf man jetzt überhaupt nichts mehr frage
Hör mir auf mit ethnischen Gruppen! Alle Wissenschaftler, die
auf der Suche nach Rassenmerkmalen waren, mussten feststellen,
dass die Unterschiede innerhalb von solchen „ethnischen
Gruppen“ größer waren als die (kaum definierbaren)
Unterschiede zwischen den Gruppen.
Augen- und Haarfarbe werden fest vererbt, die Genetik ist
nicht ganz einfach: es gibt viele Ausprägungen dieser Gene,
alle Abstufungen, dunkel ist dominant über hell, es kommt ganz
auf die Kombination an. Sinnvollerweise sind die Gene dafür
auf dem gleichen Chromosom angeordnet, Augen- und Haaarfarbe
sind also gekoppelt und entsprechen daher meist der
Sonneneinstrahlung, die im besiedelten Gebiet herrscht: Dunkle
Augen und dunkle Haut schützen vor zuviel Sonne, bei fehlenden
Pigmenten wird auch von wenig Sone genug Vitamin D gebildet.
Es gibt aber auch Chromosomenbrüche, dann werden die Gene
entkoppelt. So gibt es neben der Kombination helle Augen und
dunklen Haaren auch das Umgekehrte: dunkle Augen und helle
Haare.
Menschen wandern seit Jahrmillionen, und seit Jahrtausenden
immer mehr. Daher sind solche Mischtypen auch überall mal zu
finden: Der ganze Mittelmeerraumm ist ein schillerndes
Sammelsurium, nicht erst, seit die Normannen sich auf Sizilien
vermehrt haben. Nicht nur dort gab es schon vorher ein
Völkergemisch.
Deine Kombination hat also nichts mit Ethnien, sondern mit
Chromosomenbrüchen und deren Weitervererbung zu tun. Wenn die
neuen Kombinationen als besonders hübsch empfunden werden,
trägt das natürlich zu deren Verbreitung bei …
Hier soll keine Diskussion über die Rassentheorie entstehen.
Tatsache ist doch aber: Schwarze oder Japaner mit blonden/roten haaren oder mit grünen/blauen Augen hat, so behaupte ich, wohl noch keiner gesehen.
Ebenso weiß ich nichts von Schwarzen mit glatten Haaren oder Indianern mit krausen Locken.
Außerdem findet oder fand man doch bei bestimmten Volksgruppen öfter oder sogar nur bestimmte Haar-oder Augenfarben.
Es gab hier einige Antworten, die mir aber, da ich kein Biologe bin, immer noch nicht so richtig viel sagen.
Sollte es jetzt heißen, daß ich jeder ethnischen Gruppe Sonderfälle eintreten können so daß z. B. auch unter Arabern jemand mit blauen Augen auf die Welt kommen konnte, während er/sie aber wie die anderen schwarze Haare hatte,
oder heißt es es gab keine ethnische Gruppe in der schwarze Haare und blaue Augen das durchschnittliche Aussehen waren, sondern es geht auf Vermischung ethnischer Gruppen schon seit der Urzeit zurück?
Anhang
außerdem möchte noch einmal bitten zu beachten: meine Frage bezog sich nicht auf helle Augen bei dunklen Haaren sondern ausdrücklich auf blauen Augen bei schwarzen Haaren.
Oft gehört - so in der Schule gelernt - trotzdem kann’s so pauschal nicht stimmen…
Hier bei uns gibt es eine Familie, wo beide Eltern so aussehen, wie man sich richtige Türken vorstellt: schwarze Haare, Augen so dunkel wie arabische Nächte, die Haut wie starker Kaffee mit einem Tröpfchen Sahne; die Kinder sind Mama und Papa derart ähnlich, daß weder Vater- noch Mutterschaft angezweifelt werden kann - bis auf die Farben. Alle drei sind blauäugig, haben weizenblondes Haar und Pfirsich-Haut.
Selbst, wenn man die Begegnung rezessiver Gene zur Verantwortung zieht - bei drei von drei wird die Wahrscheinlichkeit da für meinen Geschmack etwas zu sehr strapaziert…
Kurz gesagt: die Vererbungslehre ist offensichtlich nicht der Weisheit letzter Schluß und muß wohl zumindest teilweise als noch nicht geklärt behandelt werden (auch wenn sie zur Zeit die beste Arbeitshypothese darstellt) - und nicht jede Frage nach Gegenden, wo ein bestimmtes Aussehen typisch ist, hat mit Rassismus zu tun, eigentlich auch nicht mit Genetik, wie man daran sieht, daß sehr dunkle bis schwarze Haut in der Mitte Afrikas durchaus als typisches Merkmal zu bewerten ist, weniger jedoch im Norden Europas, selbst wenn sich die vielen Schwarzen untereinander genetisch stärker unterscheiden als von Schweden…
römische Geschichtsschreiber haben die Kelten so beschrieben…dunkle Haare, helle Augen und helle Haut. In Irland/Großbritanien bezeichnet man heute noch Augen die eine helle blau/graue Iris mit einem dunklen Ring ganz am äußeren Rand haben als „celtic“.
So etwas hatte ich sogar vermutet, als ich die Frage stellte, aber ich kenne es auch so daß die kelten als rothaarig beschrieben worden waren. Vielleicht könnten es aber pikten gewesen sein?
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