Autoradiogramm von DNA Replikation

Von: , Frage gestellt am So, 7. Sep 2003

Hallo Zusammen,

Mein 2.Problem:

Eine DNA-Replikation findet einige Minuten in einem Medium mit mässig radioaktiv markiertem Thymidin statt. Danach wird sie in einem Medium mit stark radioaktiv markiertem Thymidin weitergeführt.

Für eine bidirektionale Replikation entsteht ein solches Autoradiogramm:
***** * * * * * * [Ursprung] * * * * * * *****
Für eine unidirektionale Replikation entsteht ein solches
Autoradiogramm:
[Ursprung]* * * * * * * * * * * **********

Meine Frage ist jetzt:
Wie kommt ein solches Autoradiogramm zustande? Die Abgebildeten Lösungen entsprechen ja quasi einer Linear ausgezogenen DNA, von der dann ein Autoradiogramm gemacht wird. Wie aber wird das technisch gemacht?
Mein bisheriges Wissen über Gelelektrophorese, SDS etc. reicht nicht, um mir das plausibel zu erklären.

LG & THX

samuel

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Autoradiogramm von DNA Replikation

    Hi Samuel,

    im Lehninger stehts recht ausführlich drin:

    Durch das Experiment von John Cairns mithilfe der Auotradiographie wurde nachgewiesen, dass die Replikation ein genau koordinierter Vorgang ist, in dessen Verlauf die Ausgangsstränge gleichzeitig auseinandergewunden und repliziert werden.
    Er liess E. Coli-Zellen in einem Medium mit Thymidin wachsen, das mit Tritium markiert war, sodass die Zellen radioaktiv wurden. Nachdem er die DNA vorsichtig isoliert, ausgebreitet und mit einer fotographischen Schicht überzogen hatte, auf die er die Radioaktivität mehrere Wochen einwirken liess, erzeugte das Thymidin "Spuren" aus Silberkörnern in der Emulsion, sodass sich ein Bild des DNA-Moleküls ergab. Die Spuren zeigten, dass das unversehrte Chromosom von E. coli ein einziger riesiger Ring von 1,7 mm Länge ist. In radioaktiver DNA, die während der Replikation aus Zellen isoliert wurde, war eine zusätzliche Schleife zu erkennen. Cairns zog den Schluss, dass die Schleife auf die Bildung zweier radioaktiver Tochterstränge zurückzuführen war, die zu jeweils einem Ausgangsstrang komplementär waren. Ein oder beide Enden sind Replikationsgabeln...

    Hilft Dir das weiter?
    Gruß
    Nicky [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
      Vielen Dank!

      Ich dachte immer, die DNA wird irgendwie aufgetrennt. Mir war gar nicht bewusst, dass ich die DNA einfach ganz belassen und so eine Autoradiographie von ihr machen kann!

      VIELEN DANK!


      Samuel

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