Dämmerung
Von: , Frage gestellt am Do, 9. Sep 1999
Warum sehen wir am Abend (bei Mondschein)keine Farben, sondern können nur hell und dunkel unterscheiden? Freue mich auf Antworten
Warum sehen wir am Abend (bei Mondschein)keine Farben, sondern können nur hell und dunkel unterscheiden? Freue mich auf Antworten
Hi,
Warum sehen wir am Abend (bei
Mondschein)keine Farben, sondern können
nur hell und dunkel unterscheiden? Freue
mich auf Antworten
ganz einfach: Weil die Farbrezeptoren in unseren Augen Licht benötigen, um zu funktionieren. Fehlt das Licht, arbeiten sie nicht (bzw. kaum). Das Auge verfügt zusätzlich über Helligkeitssensoren, die wesentlich empfindlicher sind, deswegen können wir überhaupt noch sehen, wenn's dunkel ist.
(Ich hoffe, das habe ich nicht falsch behalten *g*)
Cheatah
http://cheatah.net
Hallo !
(Ich hoffe, das habe ich nicht falsch
behalten *g*)
Cheatah
Ja, haste nich. Die "Farbrezeptoren" nennt man Zapfen (wegen der Form). Sie sind nicht viel unempfindlicher als die Stäbchen (die "Helligkeitsrezeptoren"). Es gibt (beim Mensch) drei verschiedene Sorten Zäpfchen, die auf etwas unterschiedliche Wellenlängen ansprechen. Um einen Punkt in Farbe zu sehen, muß mindestens ein solches Tripel auch beleuchtet werden.
Übrigends ist die Dichte der Zäpfchen im Zentrum des Sehfeldes größer als am Rand, weshalb wir z.B. sehr schwach leuchtende Sterne am stockdusteren Nachthimmel im Augenwinkel erkennen, wenn wir aber dann hinschauen, sehen wir sie kaum noch.
Gruß
Jochen
Hallo !
Zäpfchen im Auge, das würde vermutlich ganz schön brennen. ;-)
Die Sinneszellen heißen Zapfen, wie du ja in der Einzahl richtig schriebst. So auch im Plural. Anscheinend wärs logischer, die anders zu nennen, denn sie sind ja wirklich sehr klein. Selbst in Büchern zur Wahrnehmung hab ichs schon falsch gelesen und mich deshalb verunsichert an meinen Physiologie-Prof. gewandt.
Andre Frage: Was machen eigentlich die Stäbchen tagsüber? Sind die abgeschaltet oder geht deren Reizung in Form von Helligkeitsinfo mit in die Wahrnehmung ein?
Tschuess, Sven.
Hai Sven !
Andre Frage: Was machen eigentlich die
Stäbchen tagsüber? Sind die abgeschaltet
oder geht deren Reizung in Form von
Helligkeitsinfo mit in die Wahrnehmung
ein?
Ja, geht mit ein. Sie sind an der Kontrastbildung und Mustererkennung beteiligt, das kann man durch Ableitungen von Aktionspotentialen in der Retina zeigen. Ohne die Stäbchen würden wir nur ziemlich unscharf sehen. Im Prinzip kann man sich das besser so vorstellen, daß die Zapfen nur additive Frabinformationen liefern. Abschalten lassen sich die Rezeptoren ja nicht. Bei höheren Lichtintensitäten werden sie nur etwas weiter in die Tiefen der Retina zurückgezogen.
Gruß
Jochen
auch, daß die Stäbchen ihre Position ändern.
Die Pupille scheint einen zwar raschen aber letztlich geringeren Beitrag zur Helligkeitsanpassung zu leisten, als man immer so annimmt.
Tschuess, Sven.
"Sieht" man auch daran, daß die Pupillenweite von Menschen z.B. eingesetzt wird, um Sympathie oder Antipathie zu vermitteln. Die Lichtintensität ist also nur einer von mehreren Faktoren, der die Öffnungsweite der Pupillen beeinflußt.
CU
Jochen
...Katzen grau. Diese Sprichwort stammt von Deiner Beobachtung ab.
Die Erklärung hast Du ja schon doppelt bekommen, da brauch ich nichts mehr hizuzufügen.
Ciao, Jürgen