fiese schnaken

Von: , Frage gestellt am Mo, 15. Sep 2003

hallo
kann mir jemand beantworten, warum mein freund die ganze nacht "bisslos" die nacht neben mir verbringen kann und ich von den biestern ausgesaugt werde?
liegt es daran, dass menschen unterschiedlich reagieren und er genauso gestochen wird oder dass sie "süßes blut" lieben, wie meine mutter seit jahren behauptet :-) ????

vielen dank, renata

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 32 Minuten 2 hilfreich
    Re: fiese schnaken

    Hallo !

    Hier ein wenig über :

    Stechmücken - Gnitzen

    Es handelt sich bei den Mücken, die vorwiegend in den Abendstunden auftauchen und brennende, juckende, anschwellende Stiche hinterlassen, wahrscheinlich um Gnitzen. (lat. Ceratopogonidae).
    Aus dieser Gruppe sind in Deutschland 332 verschiedene Arten nachgewiesen (weltweit : 5 155 Arten). Einige davon, wie zum Beispiel die Arten aus der Gattung Culicoides, sind Blut saugend.
    Die einheimischen Arten sind meist sehr klein (ca 1,5 bis 2 mm), fliegen gewöhnlich erst in der Abenddämmerung und schwärmen dann zu Hunderten. Die Blut saugenden Weibchen besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge, die im Unterschied zu den im Volksmund bekannteren Stechmücken (Culicidae) einen sehr kurzen und derben Stechrüssel haben. Aus diesem Grund handelt es sich hier nicht um "Bisse", sondern richtigerweise um Stiche.
    Die Stiche der Gnitzen sind deshalb so schmerzhaft, weil sie mit den derben Mundwerkzeugen eine größere Öffnung von der Oberhaut bis in das Blutgefäß erzeugen müssen, um an das begehrte Blut zu gelangen. Erst das von der Mücke in die Wunde abgegebene Sekret, was die Blutgerinnung hemmt und eine Abwehrreaktion des menschlichen Körpers hervorruft, verursacht Juckreiz, Rötungen, Brennen und Hautschwellungen.
    Abwehrmittel : Die üblichen Mückensprays und Cremes.

    (Deutsches Entomologisches Institut ZALF e.V.)

    Neueste Forschungen an der Uni Regensburg haben ergeben, dass die Mücken tatsächlich bestimmte Menschen eher belästigen als andere.
    Nach 20 000 Versuchen mit einer bestimmten Mischung von Düften konnte man das Duftmuster ziemlich genau eingrenzen.
    Man weiß jetzt, dass das "süße Blut" ins Reich der Mythen gehört, ein hoher Cholesterinspiegel hingegen die Blutsauger tatsächlich anzieht. Entscheidend sei aber die exakte Konzentration von Milchsäure und Fettsäuren, die der Mensch durch seinen Schweiß absondert. Selbst häufiges Duschen bringt nicht immer Linderung : "Die Riechorgane der Mücke sind sensibel genug, auch frisch gewaschene Menschen aufzuspüren", sagt Geier.
    Der Patentantrag für den Cocktail, den die Regensburger gefunden haben, ist gestellt.

    Auch ist man einer Abwehr der Mückenplage schon sehr nahe gekommen. Die Forscher an der University of Florida haben ein hormongetränktes Hefe-Granulat entwickelt. Dieser tötliche Snack namens "Skeetercide" könnte den Mücken endlich mal den Garaus machen.
    Den Wissenschaftlern gelang es, das Gen für die Herstellung des Insektenhormons Trypsin in Hefezellen einzuschleusen. Mückenlarven, die von der gentechnisch veränderten Hefe naschen, verhungern, da das Trypsin ihr Verdauungssystem abschaltet. Die im Wasser heranwachsenden Larven abzutöten gilt als effektive Methode der Mückenbekämpfung, da die Tiere gar nicht erst erwachsen werden und keine Chance haben, sich fortzupflanzen.

    Gruß max

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