99 % Jäger und Sammler und Evolution

Von den bis heute lebenden und verstorbenen 80 Milliarden Homo sapiens waren 99 % Jäger u. Sammler. Diese 99 % waren für unsere Evolution entscheidend. J u S haben sich ausgewogen ernährt, kannten keine Kriege, keine Seuchen, keine sozialen Probleme, keine Hungersnot, sie hatten selten Parasiten und waren selten krank, trotzdem wurden sie nach geltender wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

Ernesto

Hi,

wo hast Du her, daß sich J u S ausgewogen ernährten, keine Kriege, Seuchen und soz. Probleme kannten, daß sie selten Parasiten hatten und selten krank waren?
Diese Vorraussetzungen Deiner Frage würde ich erstmal erheblich in Zweifel ziehen, denn das sind IMHO u.a. die Ursachen für frühes Verscheiden (von gewaltsamen Toden außerhalb von Auseinandersetzungen einmal abgesehen) von Vorzeitmenschen.

Stefan

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hallo!

die von dir aufgeführten punkte sind alles märchen die man unter dem
begriff des „noble savage“ zusammenfasst.
wenn man als vergleich die heutigen jäger und sammler gesellschaften
heranzieht sieht man bei einigen dass 60% der männlichen bevölkerung
gewaltsam sterben-in kämpfen untereinander oder in kämpfen mit
angrenzenden stämmen.

das es keine kriege als solche gibt stimmt schon-denn dafür braucht
man resourcen die jemand der immer am rande des verhungerns ist nicht
aufbringen kann. dafür lässt sich die bevölkerung aber auch leicht
durch racheakte und vergeltung dafür dezimieren.

tschüss

matthias

p.s. lies mal Robert Sapolsky „A Primates Memoir“ damit du mal siehst
wie „harmonisch“ und gesund stämme in afrika leben.

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Hi Ernesto,

J u S haben sich ausgewogen
ernährt,

sie haben das gegessen, was sie kriegen konnten. Wenn ein großes Tier erlegt wurde, gabs die nächste Zeit Fleischmengen, die einen ‚modernen‘ Ernährungsberater sicher grauen ließen. Gabs wenig, wurde Kohldampf geschoben, auch nicht sehr ausgewogen.
–> war wohl nichts mit ausgewogen

kannten keine Kriege,

Das ist eine Frage der Definition von Krieg. Wenn Du Krieg als große Sache siehst, die ganze Völker einbezieht, magst Du recht haben, aber kleine, wenn auch recht brutale und für viele tötliche Konflikte gab es sicher, weil die Recourcen immer sehr knapp waren.

keine Seuchen,

Das ist sicher nicht wahr. Wie kommst Du darauf?

keine sozialen
Probleme,

Wie kommst Du darauf?

keine Hungersnot,

Die gab es mit Sicherheit immer wieder, weil die Nahrungsquellen immer unterschiedlich sprudelten. GAb es eine lange Dürre oder einen überlangen Winter, der die Pflanzen im Mai erfrieren ließ, sah es sicher bitter aus.

sie hatten selten Parasiten

Wenn man sich die Naturvölker haute anschaut, haben ca. 80 % Würmer nd andere Parasiten. Das dürfte damals nicht anders ausgesehen haben

waren selten krank,

Krankheiten dürften dafür verantwortlich sein, daß ca. 80 % der Kinder nicht das 10. Lebensjahr erreichten. Das nennst Du selten. ICh nenn Dein Argument eher seltsam.

trotzdem wurden sie nach geltender
wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

An den Konflikten, den Hungersnöten, den Parasiten, den Krankheiten.

Gandalf

Ernesto

Hi Gandalf,
lies doch mal Wolfgang Schmidbauer: " Jäger & Sammler, als sich die Evolution zum Menschen entschied", da wird es eben überzeugend anders dargestellt als du (und viele andere bisher auch) es siehst.

Hi Ernesto,

J u S haben sich ausgewogen
ernährt,

sie haben das gegessen, was sie kriegen konnten. Wenn ein
großes Tier erlegt wurde, gabs die nächste Zeit Fleischmengen,
die einen ‚modernen‘ Ernährungsberater sicher grauen ließen.
Gabs wenig, wurde Kohldampf geschoben, auch nicht sehr
ausgewogen.
–> war wohl nichts mit ausgewogen

doch, hochwertige Pflantennahrung gab es immer reichlich

kannten keine Kriege,

Das ist eine Frage der Definition von Krieg. Wenn Du Krieg als
große Sache siehst, die ganze Völker einbezieht, magst Du
recht haben, aber kleine, wenn auch recht brutale und für
viele tötliche Konflikte gab es sicher, weil die Recourcen
immer sehr knapp waren.

das gerade nicht!!!

keine Seuchen,

Das ist sicher nicht wahr. Wie kommst Du darauf?

Kleine Gruppen!

keine sozialen
Probleme,

Wie kommst Du darauf?

alle besaßen dasselbe und davon wenig!

keine Hungersnot,

Die gab es mit Sicherheit immer wieder, weil die
Nahrungsquellen immer unterschiedlich sprudelten. GAb es eine
lange Dürre oder einen überlangen Winter, der die Pflanzen im
Mai erfrieren ließ, sah es sicher bitter aus.

sie hatten selten Parasiten

Wenn man sich die Naturvölker haute anschaut, haben ca. 80 %
Würmer nd andere Parasiten. Das dürfte damals nicht anders
ausgesehen haben

die heute seltenen J & S haben keine!

waren selten krank,

Krankheiten dürften dafür verantwortlich sein, daß ca. 80 %
der Kinder nicht das 10. Lebensjahr erreichten. Das nennst Du
selten. ICh nenn Dein Argument eher seltsam.

trifft auf J & S nicht zu!

trotzdem wurden sie nach geltender
wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

An den Konflikten, den Hungersnöten, den Parasiten, den
Krankheiten.

eeben nicht!

Gandalf

Ernesto

Hallo Ihr Drei,
meines Erachtens vertretet Ihr die überhebliche Meinung der Technokraten von heute, die nur 1 % der Evolutionsgeschichte repräsentieren.
Die 99 % J & S können eben nicht so primitiv gewesen sein. Z.B. die Aborigines und die Buschmänner waren und sind so wie ich es beschrieben hatte.

Lest mal Wolfgang Schmidtbauer: Jäger & Sammler, München 1972. Unser Bild von den Frühmenschen ist zu sehr von den primitiven Ackerbauern von heute und der jüngeren Vergangenheit geprägt. Die Vertreibung aus dem Paradies ist mit dem Beginn des Ackerbaus gleichzusetzen. Der J & S kam und kommt mit 3 Arbeitsstunden pro Tag aus.

Ich bin gespannt auf echte Argumente.

MFG
Ernesto

Nur mal ganz kurz nachgedacht
Hallo Ernesto,

ich denke nicht, dass Gandalf und die anderen eine überhebliche technokratische Meinung geäußert haben. Man muss sich nur mal in die Welt der Jäger und Sammler hineinversetzen. Die „reichlich vorhandenen“ Pflanzen bieten kaum Energie, dafür jede Menge schwer verdauliche Fasern, für den Menschen unverdauliche Bestandteile (z.B. Cellulose) und sogar tödliche Giftstoffe. Iß einfach mal ein paar rohe Pilze aus dem Wald, eine wilde Birnenfrucht und eine Handvoll rohe Bohnen, und Du wirst selber sehen, wie lecker und „ausgewogen“ Pflanzennahrung sein kann.

Dann diese Sache mit den Krankheiten und Parasiten. Belegt ist, dass unsere Vorfahren sehr selten Karies hatten, im Gegensatz zu uns. Das ist aber auch alles. Bei einer Vergiftung, einem gebrochenen Arm oder Hirnhautentzündung gabs leider keine Hilfe. Mag ja sein, dass Heilpflanzen verwendet wurden und ähnliches. In einer Geo-Ausgabe stand auch mal was von brutalen Hirnoperationen, die in der Steinzeit anscheinend gemacht wurden. Fakt ist aber, dass es weder Notaufnahme noch Antibiotika oder sonstwas gab. Im Wald ausgerutscht, sich eine dicke Schürfwunde am Waldboden geholt, Tetanus bekommen, und aus wars.

Und soziale Konflikte tauchen immer und überall auf. Friedliches Beisammensein „weil alle wenig hatten“ halte ich für ein Märchen. In einer menschengruppe gibt es immer wieder Einzelne, die irgendetwas besser können als andere. Jagen, Fischen, Körbe flechten … was weiß ich. Die kommen mit mehr Beute heim oder haben schönere Körbe als andere, und schon ist der Neid geweckt. Oder schau Dich um: Überall gibt es Menschen, die rechthaberisch auftreten oder andere bevormunden oder einfach aggressiver sind als andere und sich dadurch Vorteile sichern. Soll das bei den Jägern und Sammlern anders gewesen sein? Man kann sich dutzende solcher Szenarien ausdenken. Übrigens haben auch Primaten „Chefs“ in der Horde. Stell Dich mal eine Vormittag in den Zoo vor ein beliebiges Affengehege, und Du wirst sehen, dass die Idee vom liebevollen, konfliktfreien Miteinander nicht stimmen kann.

Das alles hat wenig mit techniokratischer Überheblichkeit zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.

Viele Grüße
Anna

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Umkehr der Beweislast?
Hi Ernesto,

was erwartest Du denn?
Wir vertreten hier die etablierte Lehrmeinung. Du kommst und stellst ziehmlich abenteuerliche (aus Sicht einer „etablierten Wissenschaft“) Behauptungen auf, nennst ein Buch und forderst das Forum auf sich mit diesem auseinanderzusetzen.
Damit hast Du, zumindest bei mir, keinen Erfolg. Ich werde mich nicht tage- oder wochenlang mit Thesen beschäftigen die ich für völlig abstrus halte. Wenn Du hier eine Diskussion willst, mußt Du Zahlen auf den Tisch legen und mitteilen, wo Du sie her hast (nachprüfbar). Auf einer solchen Grundlage könnte man dann diskutieren.

Hallo Ihr Drei,
meines Erachtens vertretet Ihr die überhebliche Meinung der
Technokraten von heute, die nur 1 % der Evolutionsgeschichte
repräsentieren.
Die 99 % J & S können eben nicht so primitiv gewesen sein.

Mir ist völlig schleierhaft, welche Beziehung Du hier herstellst. Die „Technokraten von heute“ sind sicher eine viel kleinere Zahl als 1% der „Evolutionsgeschichte“. Erkläre mal, was Du uns damit sagen willst…

Z.B. die Aborigines und die Buschmänner waren und sind so wie
ich es beschrieben hatte.

Du hast bislang nichts weiter als Behauptungen aufgestellt. Liefere mal eine Diskussionsgrundlage. Der Verweis auf ein Buch ist keine…

Lest mal Wolfgang Schmidtbauer: Jäger & Sammler, München 1972.
Unser Bild von den Frühmenschen ist zu sehr von den primitiven
Ackerbauern von heute und der jüngeren Vergangenheit geprägt.
Die Vertreibung aus dem Paradies ist mit dem Beginn des
Ackerbaus gleichzusetzen. Der J & S kam und kommt mit 3
Arbeitsstunden pro Tag aus.

Ich bin gespannt auf echte Argumente.

Ne, ne…nicht die Beweislast umkehren. Hier mußt Du in Vorlage treten mit echten Argumenten. Behauptungen werde ich nicht diskutieren!

Gruß Stefan

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Hi,

Hi Gandalf,
lies doch mal Wolfgang Schmidbauer: " Jäger & Sammler, als
sich die Evolution zum Menschen entschied", da wird es eben
überzeugend anders dargestellt als du (und viele andere bisher
auch) es siehst.

naja, ehrlich gesagt ist es keine Kunst etwas geschickt darzustellen… und überzeugend erst recht nicht. Ich habe dieses Buch nicht gelesen, von daher möchte ich es nicht von vornherein als Unsinn deklarieren, zumal in den meisten noch so wüsten Theorien zumindest ein Körnchen Wahrheit stecken kann…

Hi Ernesto,

J u S haben sich ausgewogen
ernährt,

sie haben das gegessen, was sie kriegen konnten. Wenn ein
großes Tier erlegt wurde, gabs die nächste Zeit Fleischmengen,
die einen ‚modernen‘ Ernährungsberater sicher grauen ließen.
Gabs wenig, wurde Kohldampf geschoben, auch nicht sehr
ausgewogen.
–> war wohl nichts mit ausgewogen

doch, hochwertige Pflantennahrung gab es immer reichlich

Wirklich „hochwertige“ Pflanzennahrung ist so eine Sache. Klar, Sojabohnen etc. sind sicher eine hochwertige Nahrung andererseits sind solche Pflanzen nun nicht gerade flächendeckend verbreitet. Jäger und Sammler eben und nicht Ackerbau.

Der Aufschluss weniger „wertvoller“ Pflanzennahrung ist für ein nicht spezialisiertes Lebewesen wie den Menschen eher schwierig. Er hat keine eigenen Verdauungsenzyme um den hohen Rauhfaseranteil verwerten zu können und verfügt auch nicht über ein Pansensystem oder wenigstens einen ordentlichen Blinddarm wie „ordentliche“ Pflanzenfresser. Dem großen Panda, als aktuelles Beispiel, gehts mit seiner wenig vollwertigen Grundnahrung ebenso…

kannten keine Kriege,

Das ist eine Frage der Definition von Krieg. Wenn Du Krieg als
große Sache siehst, die ganze Völker einbezieht, magst Du
recht haben, aber kleine, wenn auch recht brutale und für
viele tötliche Konflikte gab es sicher, weil die Recourcen
immer sehr knapp waren.

das gerade nicht!!!

Na, da würde ich keinen großen Eimer drauf wetten aber dank eher kleinerer Gruppen waren die Möglichkeiten für Konflikte auch eher in kleinerem Rahmen. Ausserdem sollens ja eher Familienverbände gewesen sein… und eine Krähe hackt der anderen ja seltener ein Auge aus :smile:

Aber von einer friedfertigen Idylle in der alle lieb und nett zu einander waren würde ich so pauschal nicht ausgehen…

keine Seuchen,

Das ist sicher nicht wahr. Wie kommst Du darauf?

Kleine Gruppen!

Gut, dadurch dass es rel. überschaubare Gruppen waren und man zumindest nicht in riesigen Verbänden auf engstem Raum lebte konnte es seltener Seuchen von der Dimensio der Pest oder spanischen Grippe geben, aber deshalb von Seuchenfreiheit zu reden wäre etwas blauäugig.

keine sozialen
Probleme,

Wie kommst Du darauf?

alle besaßen dasselbe und davon wenig!

Hm, dann sollte es in vielen Landstrichen dieser Erde äusserst friedfertig zugehen. So pauschal ists nicht haltbar.

keine Hungersnot,

Die gab es mit Sicherheit immer wieder, weil die
Nahrungsquellen immer unterschiedlich sprudelten. GAb es eine
lange Dürre oder einen überlangen Winter, der die Pflanzen im
Mai erfrieren ließ, sah es sicher bitter aus.

Geht ratzfatz. Vorallem wenn man keine Reserveproduktionen laufen hat und vernünftige Vorratshaltung… und die entsprechenden Methoden dazu.

sie hatten selten Parasiten

Wenn man sich die Naturvölker haute anschaut, haben ca. 80 %
Würmer nd andere Parasiten. Das dürfte damals nicht anders
ausgesehen haben

die heute seltenen J & S haben keine!

Da würdest Du Deine Innereien für verwetten??? Parasiten und die dazugehörenden Wirte sind ein herrlich eingespieltes System, mit sehr feinen Anpassungen aneinander. Diesem System ist der „moderne Technokrat“ nur durch seine Lebensweise entronnen… Nicht zu vergessen die vielen lustigen Dinge die vom erjagten Essen auf einen hopsen können :smile:

waren selten krank,

Krankheiten dürften dafür verantwortlich sein, daß ca. 80 %
der Kinder nicht das 10. Lebensjahr erreichten. Das nennst Du
selten. ICh nenn Dein Argument eher seltsam.

trifft auf J & S nicht zu!

Man sollte das Rundherum nicht vergessen…

In einer solchen Umgebung galt noch richtig „Survival of the fittest“. Vieles was zu schwächlich war wurde frühzeitig ausgelöscht. Ich schätze schon das der damalige Mensch im vergleich zu uns heute bedeutend zäher und widerstandsfähiger war. Aber keine Krankheiten? Keine Parasiten? In einer Umgebung die voll damit ist? In der jedes Lebewesen im Zugzwang gegen Pathogene steht? Seeehr unwahrscheinlich.

trotzdem wurden sie nach geltender
wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

An den Konflikten, den Hungersnöten, den Parasiten, den
Krankheiten.

eeben nicht!

Sondern weil ein Mammut drauf getreten ist, oder was?
Was denn?

Gandalf

Ernesto

Mal im Ernst. Solche Dinge sind natürlich irgendwo wahr aber man sollte diese Aussagen erstens genausowenig glauben wie solche, die sagen dass es heute nur besser und toll ist. Aber so allgemien und verklärt ists auch nicht angebracht. Die Bodenhaftung sollte man bei einem solchen Thema nicht vergessen.

Das Jäger und Sammlertum macht, besonders die Jagd auf größere Tiere, eine gewisse Sesshaftigkeit nötig. Und damit und der dadurch gegebenen Nähe zu den eigenen Fäkalien ergibt sich schon das ein oder andere Risiko.

Tschö

JD

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lobenswert
hallo!

die argumente klingen ja *sehr* überzeugend. (ironie aus)

dann frage ich mich aber dann doch warum es bei den yanomamö üblich ist andere naheliegende dörfer zu überfallen, die männer und kinder zu töten und die frauen zu entführen?

auch die masai schrecken vor ein bisschen ausrotten anderer nicht zurück-schliesslich haben sie ja noch nie was anderes gemacht und sind auch nur über diesen weg dahin gekommen wo sie heute sind.

und eine blinddarmentzündung ist dort nach wie vor so tödlich wie in unseren gefilden wie vor 100 jahren.

mal nur auf die lebenserwartung bezogen: die lag im 19ten jahrhundert ja auch nur bei 40/50 jahren. der richtige anstieg kam erst im 20 jahrhundert.

tschüss

matthias

p.s. ich habe einige australische kollegen und kolleginnen. aborigines seine gesund? von wegen.

Hi,

Du nennst in deinem Posting selbst das Hauptagument gegen Deine Behauptungen: die extrem geringere Lebenserwartung. Wenn deine Wilden so gesund und friedlich hätten leben können, wie Du meinst, wären sie auch älter geworden.

Das Klischee vom „Edlen Wilden“ war im 18-früheren 20. Jahrhundert eine weit verbreitete romantische Alternative zur real existierenden Gesellschaft. Man meinte, wenn man nur zurück zu diesem paradiesischen Zustand gelangen könnte, wäre alles wieder ok.

Nur haben leider Archäologie und Völkerkunde diesen Mythos unplausibel werden lassen. Leg also das Buch weg und hol dir mal ein paar Bücher über heutige Naturvölker oder auch archäologische Befunde.

A.

extrem wissenschaftliche Erklärungen
Hallo,

Von den bis heute lebenden und verstorbenen 80 Milliarden Homo
sapiens waren 99 % Jäger u. Sammler. Diese 99 % waren für
unsere Evolution entscheidend. J u S haben sich ausgewogen
ernährt, kannten keine Kriege, keine Seuchen, keine sozialen
Probleme, keine Hungersnot, sie hatten selten Parasiten und
waren selten krank, trotzdem wurden sie nach geltender
wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

Die J&S sind zum großen Teil frühzeitig an Langeweile gestorben
(man konnte ja nicht mal dem Feind eins auf’n Detz haun und bei 3 Stunden Arbeit pro Tag hatten die ja mehr Freizeit als ein
Angestellter bei VW). Auch war Fettleibigkeit (wegen der reich- haltigen Nahrung -> Bouletten und Kuchen) eine häufige Todesursache.

Außerdem kommt mangelnde Widerstandskraft, wegend zuwenig Parasiten)
und viel zu seltener Kranheitskeime in Frage.

Es lag auch an den unterentwickelten Wissenschften (z.B. Mathematik).
Die J&S zählten nämlich im esoterisch-astrologischen 3 Jahreszyklus
und wurden nach heutiger Zeitrechnung in Wirklichkeit 120 Jahre alt.

Außerdem gab es erwiesener maßen eine annäherd 49,5%-prozentige Selbstmordrate im 33. Lebensjahr, weil die Männer sich wegen unerträglicher Harmonie in der damals wenig eheähnlichen
Lebensgemeinschaft freiwillig vom Leben (in der Familie) in den Tod
gestürzt haben.
Kurze Zeit danach sind zwangsläufig die die anderen 49,5% Frauen an
Blasenschwäche und Herzschmerz gestorben.

Ja, so ist das in Wirklichkeit damals gewesen. Alles was einem im
Leben Freude macht, war unbekannt oder verboten:

**- Kein Neid, auch wenn der Swimmingpool des Nachbarn größer war

  • keine Zigaretten und kein Dop, Hanf gab’s nicht mal in Holland
  • Kein Lästern und keine Sado-Maso-Sexspiele
  • Kein Fernsehen, nicht mal Radio, Werbung gab’s auch nicht,
  • keinerlei Erbauung durch die Bild-Z.,der Schamane hat immerzu
    Wahrheiten verkündet vor Katastrophen gewarnt, auf die man sich
    dann sorgfältig vorbereiten konnte.
  • Wenn jemand gestänkert hat, wurde sofort 'ne Selbsthilfegruppe
    gegründet.**

Ich kann mich noch ganz genau an die Zeit erinnern und wer was anderes
erzählt, ist ein Lügner.
Gruß Uwi

LOL :smile: O.W.T.

Hi Ernesto

Von den bis heute lebenden und verstorbenen 80 Milliarden Homo
sapiens waren 99 % Jäger u. Sammler. Diese 99 % waren für
unsere Evolution entscheidend. J u S haben sich ausgewogen
ernährt, kannten keine Kriege, keine Seuchen, keine sozialen
Probleme, keine Hungersnot, sie hatten selten Parasiten und
waren selten krank, trotzdem wurden sie nach geltender
wissenschaftl. Meinung meistens nur 30 - 40 Jahre alt.
Nun endlich meine Frage: Woran starben sie so früh?

  1. Irgendwie stimmt die Rechnung net…
  • 1 % von 80 Mia sind 800 Mio… Das reicht ja net mal für heute… Jäger und Sammler sind doch heutzutage eher selten … und Ackerbau begann schon in der Jungsteinzeit.

  • Zeitlich gerechnet: von den etwa 60 000 jahren (sehr gut gerechnet) Homo Sapiens Sapiens sind 1 % 600 Jahre haut auch nicht hin…

Entweder Du hast dich da vertan oder der Autor hat sich von seiner these mitreissen lassen.

Warum die leute so früh starben ist simpel: medizinische Versorgung nahe Null…
Jagdunfälle, Seuchen gabs auch damals schon, Masern Mumps Röteln müssen einen immensen Zoll unter den Kleinkindern gefordert haben, Tod im Kindbett, usw usfort. Parasiten, insbesondere Trichinen, müssen weit verbreitet gewesen sein. Es mag sein, dass in guten Zeiten tatsächlich nur 3 Stunden pro Tag für die Nahrungsbeschaffung aufgewendet wurden… Aber gute Zeiten dauern halt nicht ewig. das System funktioniert nur solange, wie ein Nahrungsüberschuss zur verfügung steht, und zwar dauernd. Ein langer, harter Winter… und es wird schon kritisch. Gleichfalls benötigt eine reine jäger- und sammlergruppe enorm viel platz, weil das System eben nicht besonders produktiv ist. Sobald es zu einer überprpulation kommt, und die ist bei J&S bereits bei wenigen Personen pro qkm erreicht, bricht das Versorgungssystem zusammen und daraus resultieren dann Auseinandersetzungen, in denen die schwächere Gruppe auf schlechteres land abgedrängt wird (bzw umgebracht wird…) Auf schlechterem Gebiet (Arktisch, Wüste) geht das noch viel schneller und bei wesentlich geringerer Bevölkerungsdichte. Das Prinzip steht übrigens schon bei Malthus.

Stell dir mal eine Frage: Wenn das Leben als Jäger und sammler so Toll war, warum begannen die Menschen mit dem Ackerbau und der Viehzucht? Eben WEIL der Druck durch Nahrungsmangel zu gross wurde… Und die Nahrungsproduktion durch A&V eben mehr Nahrung für die eigene Gruppe bedeutete…

Die thesen sind nichts anderes als eine mischung von Rousseaus „Edlem Wilden“ und dem „Gute alte Zeit“ Mythos. es gibt aber weder edle Wilde noch waren die alten Zeiten „gut“

Mit deiner Frage „warum starben die so früh“ führst Du bereits die oben angesprochenen Theses ad absurdum.

Gruß
Mike

auch die masai schrecken vor ein bisschen ausrotten anderer

nicht zurück-schliesslich haben sie ja noch nie was anderes
gemacht und sind auch nur über diesen weg dahin gekommen wo
sie heute sind.

Die Masai sind eben keine J & S

und eine blinddarmentzündung ist dort nach wie vor so tödlich
wie in unseren gefilden wie vor 100 jahren.

mal nur auf die lebenserwartung bezogen: die lag im 19ten
jahrhundert ja auch nur bei 40/50 jahren. der richtige anstieg
kam erst im 20 jahrhundert.

Hier geht es nicht um die statistische Lebenserwartung sondern darum, dass die Leute nicht älter als 40 wurden.

tschüss

matthias

p.s. ich habe einige australische kollegen und kolleginnen.
aborigines seine gesund? von wegen.

sind eben keine J & S mehr.

Ernesto

hallo!

die argumente klingen ja *sehr* überzeugend. (ironie aus)

auch die masai schrecken vor ein bisschen ausrotten anderer
nicht zurück-schliesslich haben sie ja noch nie was anderes
gemacht und sind auch nur über diesen weg dahin gekommen wo
sie heute sind.

Massai sind eben keine J & S

und eine blinddarmentzündung ist dort nach wie vor so tödlich
wie in unseren gefilden wie vor 100 jahren.

mal nur auf die lebenserwartung bezogen: die lag im 19ten
jahrhundert ja auch nur bei 40/50 jahren. der richtige anstieg
kam erst im 20 jahrhundert.

Es geht hier nicht um die statistische Lebenserwartung sondern um die Frage, warum die Leute nicht älter als 40 wurden.

p.s. ich habe einige australische kollegen und kolleginnen.
aborigines seine gesund? von wegen.

Sind eben keine richtigen J & S mehr.

Ernesto

Über die heutigen Naturvölker wollte ich nicht reden sondern über die 99 % davor. Diesen 99 % kann es so schlecht nicht gegangen sein.

Ernesto

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Über die heutigen Naturvölker wollte ich nicht reden sondern
über die 99 % davor. Diesen 99 % kann es so schlecht nicht
gegangen sein.

Ernesto

Zwischen „schlecht gehen“ und den von Dir aufgeführten paradisischen Zuständen liegt ja doch noch ein wenig was anderes.

Schlecht gehen ist relativ. Es ging ihnen gut genug, um zu überleben. Sie hatten genügend Ressourcen und Geschick, um sich in ihrer Umwelt zu behaupten und weiterentwickeln. Aber das Schlaraffenland mit wenig Arbeitsaufwand, sozialen immerwährendem Frieden und Abwesenheit von Krankheiten und Seuchen war das ganz sicher nicht!

Überleg mal, erst mit stetig verfügbaren Ressourcen, deren Beschaffung nicht den großteil des Alltags in Anspruch nahm, kamen die großen Erfindungen der Menschen auf, blühten Kulturen und Gesellschaften. Davon ist aus der von Dir genannten Zeit nichts bekannt…

Zieh mal einen Vergleich zur Tierwelt: Hier bringen die meisten Tiere den größten Teil ihrer Zeit für die Nahrungsbeschaffung auf. Sie leben auch heute noch als Jäger und Sammler…

Mit der üppigen Lebensmittelversorgung heutiger Zeiten war ein erheblicher Anstieg der Körpergröße, Verschiebung der Fruchtbarkeit zu immer früheren Zeitpunkten.
Bei einer so rosigen Versorgung hätte das ganze sich auch darauf auswirken müssen und man die entsprechenden Auswirkungen an fossilen Funden sehen müssen… das ist aber nicht der Fall.

Versuche einfach etwas kritischer mit den aufgezählten „Fakten“ des Buches umzugehen. Nicht alles was mal irgendwer in irgendein Buch geschrieben hat, entspricht deshalb auch gleich der Wahrheit :smile:)

Gehe einfach mal objektiv an die Geschichte ran und lass Dir so manches Argument durch den Sinn ziehen ohne gleich mit der „da steht aber…“ Keule zu winken.

JD

Über die heutigen Naturvölker wollte ich nicht reden sondern
über die 99 % davor. Diesen 99 % kann es so schlecht nicht
gegangen sein.

Doch
denn sie starben früh… das ist anhand der Skelettfunde tatsächlich beweisbar.
Ergo kann es ihnen nicht so gut gegangen sein.

(Im übrigen haut das mit den 99% immer noch nicht hin)

Ausserdem geht es den heutigen Naturvölkern auch nicht gerade „schlecht“
By the way, warum sollte es den damaligen J&S besser gegangen sein?

Gruß
Mike

Hallo Michael!

  1. Irgendwie stimmt die Rechnung net…
  • 1 % von 80 Mia sind 800 Mio… Das reicht ja net mal für
    heute… Jäger und Sammler sind doch heutzutage eher selten
    … und Ackerbau begann schon in der Jungsteinzeit.

  • Zeitlich gerechnet: von den etwa 60 000 jahren (sehr gut
    gerechnet) Homo Sapiens Sapiens sind 1 % 600 Jahre haut auch
    nicht hin…

Hier liegt der Fehler: Vorstufen menschlicher Kultur reichen bis in das Ende des Tertiär, 2 MIo Jahre, zurück (Richrad B Lee)

Entweder Du hast dich da vertan oder der Autor hat sich von
seiner these mitreissen lassen.

Oder Du vielleicht?

Gruß Ernesto