Instant Kaffee

Hallo,
ich weiß nicht genau ob ich hier richtig bin. Ich soll in einem Projet der Verfahrenstechnik Instant Kaffee herstellen. Kann mir einer Hilfestellung geben? Ich habe eine kleine Laboranlage (Sprühtrocknung-Gleichstromverfahren) mit der ich arbeiten soll.
Ich habe schon verschiedene Versuche abgearbeitet, aber mein Produkt ist zu feinkörnig :frowning:! Meine Temperatur lag bei den 'Versuchen zwischen 150 - 170 Grad Clsius. Der Aspirator hatte eine Leistung von 10%, und der Volumenstrom lag bei den Versuchen zwischen 500-800 ltr/min. Wie kriege ich es nun hin, das mein Extrakt nicht mehr so feinkörnig ist sondern schön agglomeriert. So das es im Wasser sich wieder schön auflöst???
Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.

bis dann denn

Hallo Alexander,

nach meiner Kenntniss wird Instant-Kaffee nicht durch Sprühtrocknung, sondern durch Gefriertrocknung hergestellt.
(z.B. Stoltze u. Masters (Food Chem. 4 1979 Nr. 1 S. 31-39)

Wenn Sprühprodukte aglomerisiert werden sollen, wird häufig so verfahren, daß das Produkt angefeuchtet und in einem definierten Luftstrom aglomerisiert. Das ist aber eine seeeeehr trickreiche Angelegenheit, die von Fall zu Fall untersucht werden muß.

Gandalf

Hm, ich weiß, daß das eigentliche Verfahren zur Herstellung von Instant Kaffee die Gefriertrocknung ist. Leider ist mir die Aufgabe zugefallen, es mit der Sprühtrocknung zu probieren. Eines der Probleme die ich habe ist z.B. die Fallhöhe. Ich arbeite mit einer Fallhöhe von ca. 50 cm. Und das denn auch noch im Gleichstromverfahren!
Ich muss wohl was an dem Extrakt noch „machen“ damit die Partikel im Luftstrom zu einer brauchbaren Größe agglomerieren. Eine weiteres Prob. ist den richtigen Volumenstrom zur optimalen Temp. zu finden. Da die Temp. aber auch vom Aspirator abhängig ist, ist es, wie Du geagt hast Gandalf, „tricky“.
Desweiteren agglomerieren die Partikel auch noch im Zyklon, obwohl das meiner Meinung nach nur durch die Reibung an den Wänden entstehen konnte. Zumal die Partikel danach sehr fein und viel zu schnell zerfielen, nämlich schon beim ersten Kontakt.
Das kommt sicherlich daher, weil die Partikel viel zu trocken waren, aber ich habe ( ein weiteres! )das Problem die „magischen“ 5% Feuchte beizubehalten. Wobei ich noch nicht einmal genau sagen kann wie die Feuchtigkeit des Extraktes beim Eintritt ist und wie beim Austritt.Das sind bei mir alles Erafhrungswerte aus den verschiedenen Versuchsreihen.

so long
Alexander

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Hi,
also bei Sprühtrocknung ist eigentlich eine gewisse Höhe des Sprühturms erforderlich. Bei der Sprühtrocknung bilden sich ja Hohlkugeln mit einem Durchmesser von 20-200µm mehr geht nicht.
Instant Kaffe, wird so vei lich weiß nach der Sprühtrocknung nochmal kurz angefeuchtet und dann angetrocknet, dann kann man
größere Agglomerate bekommen.

Instsnt Kaffee durch Lyophilisation, denke ich ist auch möglich, aber ich denke das ist zu Aufwendig nur für Kaffee.

mfg

Markus

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Also,
ich war heute mal wieder im Labor und habe versucht über das Gleichstromverfahren der Sprühtrocknung Instant Kaffee herzustellen. Also: bei einer Konzentration von 20:3 ist es möglich ca 1,4 gr. Kaffee-Extrakt wieder zu gewinnen(hurra, es geht doch!). Ich habe dann irgendwo in den tiefen der Bibliothek eine Hinweis gefunden, daß man mit 37% Kaffee recht gute Ergebnisse erzielen kann. Also, ich weiss ja nicht ob das wirklich was bringt.Außer dem sind auf 200ml Wasser 30 Gramm Kaffee echt viel, und nun soll ich auf 200ml nahezu 50 Gramm Kaffee einfüllen um dann den Extrakt weiter zu verwenden.
Zumal die Ablagerungen im Zyklon heute, mit meiner Konzentration, recht groß waren. Ich habe den Volumenstrom von 500 ltr./min. auf 800 erhöht. Die
Aspiratorleistung habe ich dann von 80% auf volle Pulle (100%) erhöht.Die Eingangstemperatur lag bei 130°C und am Austritt in den Zyklon hatte ich immerhin noch 94°C. Also das Temp.gefälle hat mir schon sehr zugesagt. Nur die Ablagerungen im Zyklon haben sich sehr verstärkt, leider. Also sind die Partikel noch zu feucht???, das kann ich mir aber gar nicht vorstellen, weil doch der Vol’Strom schön hoch angesetzt wurde und somit die Partikel schön klein sind! Mensch, das gibt es doch gar nicht, daß ich da keine vernünftigen Ergebnisse erziele.
Also, ich wäre echt für ein paar Konstruktive Vorschläge dankbar. Ich werde es dennoch mal mit der 37% Konzentration versuchen und mal schaun was dabei herauskommt. Wahrscheinlich so starker Kaffee, daß ihn nur noch LKW-Fahrer trinken können ohne daran zu sterben :wink:)
Naja, ich schau mal und informiere euch weiter

so long
Alexander

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