Frostschutz bei Insekten

Ich habe gehört, dass Insekten (z.B. Mehlwürmer) Proteine besitzen, mit denen sie ein Gefrieren ihrer Zellen bei unter 0°C verhindern. Weiss jemand, wie das genau funktioniert?

Carsten

In der Tat besitzen Lebewesen, die bei tiefen Temperaturen leben muessen, ein „natuerliches Frostschutzsystem“; dieses beseht einerseits aus Salzen und Zuckern, die nach dem Prinzip der Gefrierpunktserniedrigung wirken (siehe dazu Lehrbuecher der Allgemeinen Chemie oder auch z.B.: http://www.fb09.fh-frankfurt.de/mhwww/ACH-Vorlesung/…;
(hab mich erdreistet, ein http:// vor Diene URL zu schreiben, damit sie direkt angeklickt werden kann. Dein MOD)
da steht aber nicht wirklich viel). Proteine allein haetten eine viel zu grosse Molmasse um so zu wirken. Es gibt aber (vor allem in Fischen wurden sie intensiv untersucht) Proteine, die offensichtlich die Bildung von Gefrierkeimen verhindern. Das bedeutet, dass die Lösung (d. h. das Blut) zwar eigentlich gefrieren muesste, aber - vereinfacht ausgedrueckt - keine Gelegenheit dazu hatte. Man spricht hier von unterkuehlten Schmelzen; im Labor sind die meist nur begrenzt stabil, in lebewesen funktioniert das System aber offensichtlich sehr gut - zum Glueck fuer die Insekten, Fische und Bakterien.

Bernd

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