Hallo!
Hab erfahren, dass als erstes die Gliedertiere an Land sind und erst später die Wirbeltiere gefolgt sind.
In einem Buch hab ich nun gelesen, dass die Quastenflosser in „Tümpel“ lebten, die ab und zu austrockneten- durch ihre spezielle Flossen hatten sie einen Selektionsvorteil und konnten sich zum nächsten „Tümpel“ „schleppen“! Auch sonst hatten sie günstige Voraussetzungen für das Leben an Land(Urlunge)!
Kürzlich habe ich nun aber einen Film gesehen über den Landgang in dem der Quastenflosser keine Rolle spielte. Es hieß, dass die Fische schon im Wasser Hände entwickelt haben und die Extremitäten somit schon vorhanden waren!!!
Ist das nun ein Widerspruch zu Quastenflossern, da dieser ja Flossen hatte??? Welche Rolle spielt der Quastenflosser???
Hallo Maren
Der über Land kriechende Fisch ist eine ältere Vorstellung, wie sich Exremitäten entwickelt haben könnten, mit denen man sich über Land bewegen kann. Heute vermutet man eher, daß sich erst Beine entwickelt haben, um durch dichte Süßwasservegetation zu „krabbeln“. Tatsache ist, daß die oberdevonischen Quastenflosser Flossen hatten, die als Ausgangsbasis für funktionierende Beine ideal waren. Die ersten bekannten Amphibien wie Acanthostega, auch Ichthyostega(! weiß man erst seit wenigen Jahren) hatten jeweils 8 Finger bzw. Zehen pro Hand bzw. Fuß. Das sind noch zu viele zum Landleben (Maximum heute 5), kann man aber in einem Algentümpel brauchen.
Der Quastenflosser (oder sehr ähnliche Formen) bleibt aber der Urahn.
Das mit der Urlunge verwirrt mich noch… Meines erachtens dürften die heutigen Quastenflosser höchstens eine relativ große Schwimmblase besitzen, die Fossilien sagen darüber nichts aus. Aber eine Schwimmblase schon als Urlunge zu bezeichnen…
Vielleicht weiß hier jemand noch Rat.
Gruß
Andreas
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Hallo!
Heißt das dann, dass die Quastenflosser nie an Land sind???
Gruß Maren
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Hallo!
Heißt das dann, dass die Quastenflosser nie an Land sind???
Gruß Maren
Hallon Maren
Die heute lebenden Quastenflosser sind nie an Land (außer auf dem Fischmarkt). Die Silurisch-Devonischen Quastenflosser wohl auch nicht, die waren aber im Süßwasser! Das ist deswegen wichtig, weil dadurch die Fische (im allgemeinen) Maßnahmen entwickeln mußten, um überschüssiges Wasser los zu werden (z.B. Leber, besondere Haut, geschützte Eier).
Es ist aber nur schwer nachzuweisen, daß ein Lebewesen NICHT an Land war, es gibt aus der Zeit überhaupt keine Land-Fossilien (und aus anderen Zeiten nur sehr wenige). Der erste echte Nachweis von Wirbeltieren an Land stammt aus dem Süden von Whales. Dort fand man die Spur eines etwa drei Meter langen vierbeinigen Tieres mit Schwanz in Seeuferablagerungen, ca.345 millionen Jahre alt.
Doch die Frage müßte anders lauten: Wo ist die Grenze zwischen Quastenflosser und Amphibium?
Und um dich nun komplett zu verwirren, man ist sich nicht mehr sicher, ob die Vorläufer der Landwirbeltiere nun Quastenflosser oder nur den Quastenflossern nahestehende Tiere waren. Der berühmte Eustenopteron war es jedenfalls nicht.
Gruß
Andreas
Hallo
Heißt das dann, dass die Quastenflosser nie an Land sind???
Die heutigen tun das jedenfalls nicht.
geht man davon aus, dass die Devonischen Quastenflosser ähnlich gebaut waren (was anhand des fossilen Beleges ziemlich wahrscheinlich ist) lautet die Antwort vermutlich nein. Der Quastenflosser war nicht in der Lage, an Land zu gehen. In wie weit er sich, ähnlich wie Aale, irgendwie kurzzeitig über Land bewegen konnte, ist unbekannt. Seine Stummelflossen waren jedenfalls dafür nicht geeignet, da viel zu schwach.
Gruß
Mike