Hallo,
ich hab mal wieder Schwierigkeiten beim Auswerten eines Protokolls mit folgenden Fragen:
1)Kann man bei geschlossener Luftzufuhr beim Bunsenbrenner auch einen Flammenkegel erkennen? Eigentlich doch nicht, oder?
2)Warum glüht ein Magnesiastäbchen, das bei geschlossener Luftzufuhr quer durch die Flamme gehalten wird, nur an den Randzonen?
Hat das damit zu tun, dass an den Randzonen die größte Angriffsfläche für den Sauerstoff ist und somit dort die Reaktion am stärksten ist?
- Warum schüttelt man ein Reagenzglas beim Erhitzen einer Flüssigkeit und richtet es nie auf Personen??
Soweit ich weiß, hat das doch was mit dem Siedeverzug zu tun, aber wie ging das nochmal genau?
Und mit der Aufgabe kann ich irgendwie nichts anfangen:
Stelle den gesamten Flammenkegel in einem Diagramm dar. Berücksichtige dabei die Gaskonzentration sowie das Verhältnis von Brennergas und Sauerstoff in der Flamme!
Würde mich über Antworten sehr freuen!
Gruß Julian
ich hab mal wieder Schwierigkeiten beim Auswerten eines
Protokolls mit folgenden Fragen:
1)Kann man bei geschlossener Luftzufuhr beim Bunsenbrenner
auch einen Flammenkegel erkennen? Eigentlich doch nicht, oder?
Kommt drauf an, wie man „Flammenkegel“ definiert
2)Warum glüht ein Magnesiastäbchen, das bei geschlossener
Luftzufuhr quer durch die Flamme gehalten wird, nur an den
Randzonen?
Hat das damit zu tun, dass an den Randzonen die größte
Angriffsfläche für den Sauerstoff ist und somit dort die
Reaktion am stärksten ist?
Richtig. Dort verbrennt unter anderem der Kohlenstoff, der in der Flamme so hübsch gelb leuchtet, dabei wird die Flamme am heissesten
- Warum schüttelt man ein Reagenzglas beim Erhitzen einer
Flüssigkeit und richtet es nie auf Personen??
Soweit ich weiß, hat das doch was mit dem Siedeverzug zu tun,
aber wie ging das nochmal genau?
Siederverzug bedeutet, dasn der Phasenübergang flüssig-gasförmig verzögert eintritt, die Temperatur der noch flüssigen Phase also über der eigentlichen Siedetenmperatur liegt. Die flüssige Phase liegt dann metastabil vor. sobald es dann zum Phasenübergang kommt, werden logischerweise grössere Mengen ehemals metastabil flüssiger Phase gasförmig… woraufhin es zu einer erheblichen Volumenvergrößerung kommt und der Inhalt des reagenzglases rausgeballert wird.
Duch Schütteln wird die metastabile Phase zerstört und somit der Siedeverzug (weitgehend) verhindert.
Siedeverzug ist übrigens sehr beeindruckend, wenn es in einem 300 Liter Tank mit flüssigen Stickstoff passiert. (Schwein gehabt, nix passiert)
Hoffe, geholfen zu haben
Mike
Vielen Dank Michael!
Du hast mich ein großes Stück weiter gebracht!
Gruß Julian
Hallo Julian: Bei geschlossener Luftzufuhr kann man einen (inneren) Flammenkegel erkennen, allerdings weniger scharf abgetrennt wie mit Luftzufuhr.
Ein Magnesiastäbchen bei geschlossener Luftzufuhr quer durch die Flamme gehalten glüht nur an den Randzonen, weil es dort am heissesten ist da in der Randzone genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.
Die Bunsenbrenner-Flamme kann in drei Zonen unterteilt werden.
- Flammenbasis, ca. 1-2 mm über dem Bunsenbrenner (relativ kalte Zone); - innerer Flammenkegel, Höhe ca. 2 x Bunsenbrenner-Durchmesser,
reduzierende Zone da O2-Unterschuss, der heisseste Punkt in dieser Zone ist an der Spitze was zugleich die Zone mit der besten Reduktionswirkung ist; - äusserer Flammenkegel, Höhe ca. 2 x innerer
Kegel, oxydierende Zone da O2-Überschuss vorhanden ist, die höchste
Temperatur (mit Luftzufuhr) in dieser Zone herrscht in der Mitte des äusseren Flammenkegels auf ca. 1/3 Höhe des äusseren Flammenkegels. Damit solltest Du die letzte Aufgabe (Diagramm) selber lösen können. Siehe auch Jander/Blasius, Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 12. Auflage, 1985, S. 119, S. Hirzel Verlag MfG
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