orbitale

Von: , Frage gestellt am Di, 28. Mär 2000

hallo!
also kann mir bitte bitte jemand helfen. ich checke es einfach nicht, diese sache mit den orbitalen :o((
o.k. da halten sich also mit 99% sicherheit die elektronen auf. es gibt s d p und d orbitale. man besetzt zu nächst die energieärmsten mit jeweils einem spin zunächst. und bindungen kommen durch orbitalüberlappung zustande. aber wie in gottes namen funktioniert das mit der hybridiesierung??? werden da die elektronen einfach in ein anderes orbital geholt?
ich bitte um eine möglichst einfache erklärung, wenn geht mortimer und atkins habe ich durch studiert aber klar ist mir das immer noch nicht.
*stöhn* kann nich mehr
anna diefertigistmitihrennerven

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: orbitale

    Also, ich hab das damals so verstanden (ich glaub aber, das stand auch so aehnlich im Mortimer) :

    Die Orbitale(also die "Aufenthaltsraeume" der elektronen) koennen mathematisch beschrieben werden durch die Schroedinger-gleichung. Die Gleichung fuer z.B. 4 Elektronen der 2.Schale (also Kohlenstoffatom) ist math. erfuellt, wenn die elektronen sich in dem Bereich aufhalten, was wir als sp^3 bezeichnen.

    Jetzt gibt es aber fuer genau diese Gleichung noch eine andere mathematische Loesung, in der alle 4 Elektronen durch den gleichen Ausdruck beschrieben werden. Das sind dann die sog. Hybrid-orbitale.

    Das heisst also, die eletronen koennen alle Zustaende einnehmen, die im einklang mit der Schroedingergleichung stehen, d.h. bestimmte Bedingungen erfuellen(die jeweils auch von Anzahl und Zustand der anderen elektronen im System zusammenhaengen).

    So, ich hoffe, das hat Dir ein bisschen geholfen :-)

    Matthias

  2. Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
    Re: orbitale

    Hallo Anna!

    Es gibt zwei unterschiedliche Herangehensweisen an die mathematische Lösung der Schrödinger-Gleichungen. Vielleicht sind dir die Bezeichnungen dafür schon im Mortimer und Atkins aufgefallen:

    1. MO-Methode (M_olekül-O_rbital)

    Hierbei wird die exakte Verteilung der Elektronen im Molekül mit Hilfe der Mathematik in sehr aufwendigen Computerberechnungen ermittelt. Dabei heraus kommen die "Elektronenwolken", die dir zum Beispiel vom Benzol bekannt sein dürften. Diese Methode ist exakt, unanschaulich und je nach Rechnerleistung und Wartezeit exakt oder weniger genau ermittelbar.

    2. VB-Methode (V_alence-B_ond=Bindung der Valenzschale)

    Hier wird von Atomorbitalen ausgegangen (s,p,d,f...), die mit Orbitalen anderer Atome vermischt werden (Hybridisierung).

    Durch Überlegungen, was die Geometrie der Moleküle angeht, kann man sich überlegen, wie viele energiegleiche und somit gleich aussehende Mischorbitale zum Beispiel für einen Tetraeder erforderlich sind. Hier sind es drei p-Orbitale und ein s-Orbital. Die entstehenden Orbitale heißen deswegen sp3-Orbitale.

    Es wird bei dieser Methode immer davon ausgegangen, dass energieähnliche Orbitale mit einander wechselwirken können und diese Mischorbitale bilden.

    Betrachtet man noch die Unterschiede in der Elektronegativität, kann die Ladungsverteilung im Molekül näherungsweise bestimmt werden. Vorteile dieser Methode sind die Anschaulichkeit und das Aufbauen auf den schon bekannten Atomorbitalen. Diese Vorgehensweise ist aber letztendlich nicht exakt, jedoch einfacher anwendbar.

    Ich hoffe, das war eine kleine Hilfe. Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du mir gerne auch mailen.

    Michael

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