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Re: orbitale
Hallo Anna!
Es gibt zwei unterschiedliche Herangehensweisen an die mathematische Lösung der Schrödinger-Gleichungen. Vielleicht sind dir die Bezeichnungen dafür schon im Mortimer und Atkins aufgefallen:
1. MO-Methode (M_olekül-O_rbital)
Hierbei wird die exakte Verteilung der Elektronen im Molekül mit Hilfe der Mathematik in sehr aufwendigen Computerberechnungen ermittelt. Dabei heraus kommen die "Elektronenwolken", die dir zum Beispiel vom Benzol bekannt sein dürften. Diese Methode ist exakt, unanschaulich und je nach Rechnerleistung und Wartezeit exakt oder weniger genau ermittelbar.
2. VB-Methode (V_alence-B_ond=Bindung der Valenzschale)
Hier wird von Atomorbitalen ausgegangen (s,p,d,f...), die mit Orbitalen anderer Atome vermischt werden (Hybridisierung).
Durch Überlegungen, was die Geometrie der Moleküle angeht, kann man sich überlegen, wie viele energiegleiche und somit gleich aussehende Mischorbitale zum Beispiel für einen Tetraeder erforderlich sind. Hier sind es drei p-Orbitale und ein s-Orbital. Die entstehenden Orbitale heißen deswegen sp3-Orbitale.
Es wird bei dieser Methode immer davon ausgegangen, dass energieähnliche Orbitale mit einander wechselwirken können und diese Mischorbitale bilden.
Betrachtet man noch die Unterschiede in der Elektronegativität, kann die Ladungsverteilung im Molekül näherungsweise bestimmt werden. Vorteile dieser Methode sind die Anschaulichkeit und das Aufbauen auf den schon bekannten Atomorbitalen. Diese Vorgehensweise ist aber letztendlich nicht exakt, jedoch einfacher anwendbar.
Ich hoffe, das war eine kleine Hilfe. Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du mir gerne auch mailen.
Michael