Chemische Evolution

Hallo,

such mal in Google unter den Stichworten „chemical evolvability“ oder „astrobiology“ (Astrobiologie ist die Bezeichnung für das Forschungsgebiet, das sich mit der Entstehung des Lebens und möglichem Leben auf anderen Planeten befasst).

Ansonsten:
Eine Literaturliste: http://www.astrobiology.com/exobiology.html

Weitere Zeitschriften

International Journal of Astrobiology http://www.liebertpub.com/ast/default1.asp

Origins of life and evolution of the biosphere http://www.kluweronline.com/issn/0169-6149

Forschungsinstitute:
http://www.cab.inta.es/
http://nai.arc.nasa.gov/

Kann mir jemand mit ner hausarbeit helfen? Ich suche
Informationen, Links und Buchtipps zum Thema „Chemische
Evolution“ beziehungsweise „Evolution des Universums“. Ich
soll über die Entstehung des Universums, der Erde, der ersten
organischen Moleküle und der ersten Zelle schreiben.

Puh, ein einfacheres Thema hast Du nicht gefunden? Um es ganz deutlich zu sagen: Über die erste Zelle weiss man wenig bis gar nichts. Außer Spekulationen gibt es sehr wenig Wissen.
So wie das Thema gestellt ist, sind das 3 Doktorarbeiten. Selbst eine einigermaßen gründliche Literaturstudie ist eher eine Diplomarbeit als eine Hausarbeit für die Schule.
Wenn Du das Thema seriös bearbeiten willst, solltest Du das Thema wesentlich enger eingrenzen. Selbst ein Refarat zum Thema „Urknalltheorien“ ist bereits umfangreich. Oder Du nimmst eines der Themen „Entstehung von Planeten“ (planetare Geologie) oder „chemische Evolution“ (Chemie) oder „Extremophile“ (Biologie, unter welchen Bedingungen hat man auf der Erde Leben gefunden) oder „erste Fossilien“ (Paläontologie. Hier würde ich das Buch „Cradle of Life“ von Bill Schopf empfehlen). Aber nicht alles auf einmal.
Die Forschung ist in allen genannten Bereichen bei weitem nicht abgeschlossen, d.h. du wirst bei allen Themen verschiedene Theorien behandeln und gegenüber stellen müssen. Wichtig ist auch zu wissen, dass in diesem Gebiet sowohl seriöse Forschung betrieben wird, als auch Phantasten (Pseudo-Wissenschaft) und Spinner („Ufoflotten hinter dem Jupiter“) ihr Unwesen treiben. Du wirst hier auch viel sortieren, gewichten und werten müssen. Auf 20 Seiten (typische Länge einer Schul-Hausarbeit) ist das nicht zu machen.

Ciao R.

Tipps zu jedem dieser Teilthemen sind hochwillkommen

Danke im Voraus
Knight

hallo!

versuchs mal hier:
http://www.at.embnet.org/gem/stud/skripten/skripten.htm
unter *schweyen-skripten* gibts *evolution-neue version!!*
folie 8 bis 18 behandeln die chemische evolution! passwort ist *evo*.

Hallo,

zu dem Thema finde ich das Buch „Im Anfang war der Wasserstoff“ von Hoimar von Ditfurth nett. Es ist ein kurzer, populärwissenschaftlicher Abriß der Grundideen, vom Urknall bis zur Entwicklung menschlicher Gesellschaften. Sicher ist da nicht alles auf dem aktuellsten Stand der Forschungsfront, aber meines Wissens ist das erstens für die Schule nicht relevant und zweitens haben sich die Grundideen nicht _wesentlich_ geändert.

Im Ggs. zu rOs finde ich nicht, dass sich dieses Thema nicht für eine Hausarbeit eignet. Es ist für die Schule durchaus sinnvoll, mal einen _groben_ Überblick über ein weites Thema zu geben. Es geht hier ja eher um die Vermittlung von Ideen / Konzepten und nicht um die vielen Details. Man kann in diesem Rahmen vielleicht erwähnen, das es im Detail zB unterschiedliche Theorien zum Urknall-Szenario gibt oder dass man sich vorstellen kann, dass adsorbierende Oberflächen für die Entwicklung erster „Stoffwechselketten“ in der Ursuppe günstig gewesen sein könnten usw., aber die Punkte gegeneinander zu diskutieren halte ich - in diesem Rahmen - für zuviel des Guten. Allerdings kann jeder dieser Punkte ja je nach Interessenlage der Schüler beliebig vertieft werden. _Das_ finde ich, ist ein super Unterrichtskonzept.

Grüße,
Jochen

Hallo Jo,

zu dem Thema finde ich das Buch „Im Anfang war der
Wasserstoff“ von Hoimar von Ditfurth nett. Es ist ein kurzer,
populärwissenschaftlicher Abriß der Grundideen, vom Urknall
bis zur Entwicklung menschlicher Gesellschaften. Sicher ist da
nicht alles auf dem aktuellsten Stand der Forschungsfront,
aber meines Wissens ist das erstens für die Schule nicht
relevant und zweitens haben sich die Grundideen nicht
_wesentlich_ geändert.

Hmm, man kann es drehen und wenden wie man will: Dann wäre es eine Hausarbeit zum Thema „Wie Hoimar von Ditfurth die kosmische Evolution sieht“. Ich halte das übrigens für ein sehr interessantes Thema - ich habe mich selbst noch zu Schulzeiten damit auseinandergesetzt.
Genauso wäre auch in diesem Zusammenhang eine Arbeit über Tipler oder Taillard de Chardin interssant.

Im Ggs. zu rOs finde ich nicht, dass sich dieses Thema nicht
für eine Hausarbeit eignet. Es ist für die Schule durchaus
sinnvoll, mal einen _groben_ Überblick über ein weites Thema
zu geben. Es geht hier ja eher um die Vermittlung von Ideen /
Konzepten und nicht um die vielen Details.

Eh, ich denke es reicht ein Konzept im Rahmen einer Hausarbeit zu diskutieren :wink:, nicht zehn.
Aber wie dem auch sei, ich wollte hier nicht dem Lehrer ins Handwerk pfuschen. Der Fragesteller sollte meinen Kommentar so auffassen, dass es zum wissenschaftlichen Arbeiten dazugehört, das Thema auf ein bearbeitbares Mass einzugrenzen. Genausowenig wie man die deutsche Geschichte von der römischen Besatzung bis zur Wiedervereinigung in einer kurzen Arbeit behandeln kann, kann man kosmische und chemische Evolution in einer Arbeit hinreichend bearbeiten. Eine Arbeit kann noch so gut sein, aber wenn der Titel mehr verspricht als der Inhalt halten kann, dann ist der Leser enttäuscht. Genauso gehört das Abwägen zum sauberen Arbeiten. Mehr wollte ich eigentlich nicht sagen und mehr will der Lehrer vermutlich auch nicht vom Fragesteller.

Allerdings kann jeder dieser Punkte ja
je nach Interessenlage der Schüler beliebig vertieft werden.

Yepp
Ciao R.