Hallo Wissende,
hoffe, dies ist das richtige Board für meine Frage.
Beim Kochen mit meinen Edelstahl-Töpfen bleiben manchmal auch ohne Anbrennen schwer entfernbare Beläge zurück. Wie das kommt, ist aber nicht meine Frage. Vielmehr:
Wenn ich in diesen Töpfen mit Tomaten oder Sauerkraut koche, sind die Töpfe nach bloßem Ausspülen mit Wasser wieder blitzblank. Mit anderen Sachen kommt sowas nicht vor.
Welche Art von Chemie wirkt hier - oder ist das waas anderes als Chemie?
gruß qilo-bit
Anscheinend werden die Beläge durch die Säuren der Tomaten bzw. des Sauerkrauts aufgelöst.
Ich persönlich liebe es aber, wenn die Töpfe VOR dem Kochen blitzblank sind…
Gruß,
Franz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
man sollte jetzt wissen, wie die Beläge aussehen. Sind es weisse Beläge, so kann es Kalk sein (oft nach Nudelkochen). Der ist kein hygienisches Problem und muss nicht gleich blitzblank entfernt werden. Durch säurehaltige Lebensmittel verschwindet er sowieso.
Das Essen schmeckt bei Dir sicherlich immer sehr REINLICH!
Ich denk da an meine Tante - sehr pingelig! - die sagte mal zu meinem Erstaunen „Aus schmutzigen Küchen schmeckts am besten!“
Sie hatte übrigens genug Vergleichsmöglichkeiten!
Grus qilo-bit
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Schon ganz nützlich diese Antwort, bloß was für Säuren sind das vor allem bei der Tomate? Milchsäure wie beim Sauerkraut ist es wohl nicht?
Beläge sind gelblich-bräunlich.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Schon ganz nützlich diese Antwort, bloß was für Säuren sind
das vor allem bei der Tomate? Milchsäure wie beim Sauerkraut
ist es wohl nicht?
Beläge sind gelblich-bräunlich.
Tomaten enthalten viel Glutaminsäure und Folsäure, aber die sollten eigentlich nicht ausreichen, um Edelstahl anzugreifen. In Aluminiumtöpfen und -pfannen sollte man Tomaten allerdings nicht zubereiten.
Kann es denn sein, daß die Beläge dann auftreten, wenn Du den Inhalt abgegossen hast, d.h. der Topf praktisch mehr oder weniger leer abkühlt? Dann könnten das schlicht und ergreifend Rückstände nach der Verdunstung des bißchen Restwassers sein, also z.B. Salz, Kalk, Stärke (paßt zu gelblich-bräunlich).
Tomaten enthalten viel Glutaminsäure und Folsäure, aber die
sollten eigentlich nicht ausreichen, um Edelstahl anzugreifen.
In Aluminiumtöpfen und -pfannen sollte man Tomaten allerdings
nicht zubereiten.
Kann es denn sein, daß die Beläge dann auftreten, wenn Du den
Inhalt abgegossen hast, d.h. der Topf praktisch mehr oder
weniger leer abkühlt? Dann könnten das schlicht und ergreifend
Rückstände nach der Verdunstung des bißchen Restwassers sein,
also z.B. Salz, Kalk, Stärke (paßt zu gelblich-bräunlich).
Gruß,
Christian
Stärke könnte passen bei Nudeln, Kartoffeln und so.
Aber WARUM hinterlassen Tomaten blitzblanlke Edelstahlpötte wo vorher der Belag drauf war??? Der Edelstahl an sich wir wohl nicht angegriffen.
Gruß, qilo-bit.
Aber WARUM hinterlassen Tomaten blitzblanlke Edelstahlpötte wo
vorher der Belag drauf war???
Beim Erhitzen wird Stärke in einfachere Zuckermoleküle aufgespalten, die gut wasserlöslich sind. Das klappt um so besser(schneller), wenn ein Katalysator anwesend ist, der diese Rektion begünstigt (und dabei die Sache selber „unbeschadet übersteht“). Als Katalysator fungiert da gerne mal ein Enzym oder eben eine leichte Säure (hier: Aus der Tomate).
Diese Verfahren werden u.a. auch bei der Alkoholerzeugung genutzt, denn in den Ausgangsmaterialien (wie z.B. Getreide) sind die Kohlenhydrate, die letztlich zur Alkoholproduktion gebraucht werden, in Form von langen Stärkemolekülen vorhanden, die eben zur Weiterbearbeitung erst aufgespalten werden müssen.
Aber keine Sorge: Du kannst Deine Tomaten essen, ohne danach im Vollrausch unter den Tisch zu sinken. Für die Produktion braucht es etwas mehr, als einen warmen Herd, Tomaten und dreckige Töpfe