Eisen
Von: , Frage gestellt am Sa, 8. Apr 2000
Warum spricht man von einer d8 Konfiguration beim Fe0 obwohl doch auch zwei 4s- elekronen dabei sind????
Danke für jede Hilfe!
Warum spricht man von einer d8 Konfiguration beim Fe0 obwohl doch auch zwei 4s- elekronen dabei sind????
Danke für jede Hilfe!
Warum spricht man von einer d8
Konfiguration beim Fe0 obwohl doch auch
zwei 4s- elekronen dabei sind????
Die Konfiguration der d-Elektronen ist für die chemischen und vor allem die spektroskopischen Eigenschaften der Übergangselemente von großer Bedeutung (so haben etwa verschiedene d8-Systeme sehr ähnliche Banden im UV-Spektrum). Die s-Elektronen in ihrer abgeschlossenen Schale sind hier hingegen ohne Bedeutung. Daher ignoriert man sie einfach.
Warum spricht man von einer d8
Die Konfiguration der d-Elektronen ist
für die chemischen und vor allem die
spektroskopischen Eigenschaften der
Übergangselemente von großer Bedeutung
(so haben etwa verschiedene d8-Systeme
sehr ähnliche Banden im UV-Spektrum). Die
s-Elektronen in ihrer abgeschlossenen
Schale sind hier hingegen ohne Bedeutung.
Daher ignoriert man sie einfach.
Das verstehe ich gar nicht...warum kann man sie bei Eisen einfach ignorieren und bei den anderen nicht?????
Es müßte doch theoretisch für Fe0 d6 s2 heißen und wie ist das bei den anderen Ü-metallen...macht man das da genauso??? Das ist doch völlig unlogisch, wenn sie völlig ohne Bedeutung wären hätte z.B. FeII doch auch nicht die Konfiguration d6!
Janina
-verstehe-gerade-nichts-mehr-
kann mir jemand sagen, in welchem Lehrbuch das erklärt steht...ich habe das bis jetzt niergends gefunden!!!
Sag mal - was suchst Du jetzt eigentlich genau?????
S2d6 ist schon richtig, wichtig für die Eigenschaften des Eisens (bis auf die Oxidation zu Fe2+) sind die d-Elektronen...
Bis jetzt haben alle recht, aber alle sind völlig verwirrt.
Also, worum gehts denn hier???
Meine Frage war eigentlich:
Warum spricht man von einer d8 Konfiguration beim Fe0 obwohl doch auch zwei 4s- elekronen dabei sind????
Und zwar ist das echt so, und dafür gibt es auch eine recht komplizierte Erklärung, die ich nur gerne erklärt haben wollte! darum ging es ;-)
Hallo Janina,
meine Grundlagenkenntnisse sind zwar schon ein bisschen eingerostet, aber ich kann mich nicht erinnern von einer d8 - Konfiguration gehört zu haben.
Allerdings ist es so, dass bei den Übergangselementen, also auch beim Fe sowohl die d- als auch die äussersten s - Elektronen als Valenzelektronen wirken. Ich weiss jetzt natürlich nicht wie deine komplizierte Erklärung lautet, aber ich würde sagen, dass darum der Einfachheit halber aus 2s,6d eben 8d wurde.
Natürlich lasse ich mich aber auch gerne eines besseren belehren.
Noch ein Tipp für deinen Bücherschrank: ich empfehle Christen; Grundlagen der allg. und anorg. Chemie; Vlg. Salle + Sauerländer.
Gruß
Anja
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich denke, das ist die Antwort!!!
Die Erklärung wirst Du aber in keinem Buch finden!!!!!
Hallo Janina,
meine Grundlagenkenntnisse sind zwar
schon ein bisschen eingerostet, aber ich
kann mich nicht erinnern von einer d8 -
Konfiguration gehört zu haben.
Allerdings ist es so, dass bei den
Übergangselementen, also auch beim Fe
sowohl die d- als auch die äussersten s -
Elektronen als Valenzelektronen wirken.
Ich weiss jetzt natürlich nicht wie deine
komplizierte Erklärung lautet, aber ich
würde sagen, dass darum der Einfachheit
halber aus 2s,6d eben 8d wurde.
Natürlich lasse ich mich aber auch gerne
eines besseren belehren.
Noch ein Tipp für deinen Bücherschrank:
ich empfehle Christen; Grundlagen der
allg. und anorg. Chemie; Vlg. Salle +
Sauerländer.
Gruß
Anja
Christen ist vielleicht etwas wenig, ich würde als Literatur den Hollemann-Wyberg empfehlen.
Gruss Martin
P.S. ich weiss zufällig noch auswendig, dass Ni2+ d8-Konfiguration hat (planar) und deshalb einen dimethylglyoxymato-Nickel-2-komplex bildet (blöff-blöff!)
Das verstehe ich gar nicht...warum kann
man sie bei Eisen einfach ignorieren und
bei den anderen nicht?????
Es müßte doch theoretisch für Fe0 d6 s2
heißen und wie ist das bei den anderen
Ü-metallen...macht man das da genauso???
Das ist doch völlig unlogisch, wenn sie
völlig ohne Bedeutung wären hätte z.B.
FeII doch auch nicht die Konfiguration
d6!
Du hast natürlich recht. Das was ich da geschrieben habe, ist mir genaugenommen ziemlich peinlich; man sollte also doch zuerst denken, ehe man schreibt. Die Gegenfrage: wie kommst Du darauf, daß Eisen eine d8-Konfiguration hat? Ist nicht ganz falsch, aber als elementares Eisen (d. h. nicht zwingend in allen Komplexen) hat es - wie Du (im Gegensatz zu mir) richtig erkannt hast - s2d6. Allerdings haben die Ionen des Eisens dann d6- (Fe2+) bzw. d5- (Fe3+) Konfigutation.
Zur Literatur: Ich empfehle meist "Anorganische Chemie" von Hoheey, Keiter und Keiter, aber im Prinzip sollte jedes Lehrbuch der Anorganischen Chemie Dir weiterhelfen können.
Tut mir leid, Dich verwirrt zu haben. Mea culpa.
Bernd
(zerknirscht)