Wie funktioniert ein „Geruchs- oder Geschmackssensor“ in der Nase bzw. auf der Zunge? Wie wechselwirkt ein „Geruchsteilchen“ mit dem Sensor? Verliert es seinen Geruch, oder registriert der Sensor nur das Teilchen und es riecht wie vorher?
vielen Dank schon mal im voraus
Hallo,
ich kann nur etwas zum Geschmackssinn und dessen Funktion sagen.
Die Geschmacksrezeptoren liegen bei uns am Gaumen und auf der Zunge.
50 - 150 Rezeptoren sind in Geschmacksknospen zusammengefasst.
Ca. 430 davon sind in verschiedener Form auf der Zunge.
Die GEschmacksknospen tragen am oberen Ende eine Pore über die sie mit dem Speichel in Verbindung stehen.
Gelangt der Speichel jetzt über die Pore in die Geschmacksknospe, so erreichen in ihm enthaltene Moleküle (Jede Geschmacksrichtung: süß, sauer, salzig, bitter und umami, hat seine eigenen Vermittlermoleküle) bestimmte Rezeptoren auf der Geschmacksrezeptor Zelle.
Diese lösen dann in der Zelle eine Erregung (Aktionspotential) aus, die zur Ausschüttung von Neurotransmittern führt -->leitung an das Geschmackszentrum im Gehirn.
Da es sich dabei Hauptsächlich um Bindungen der Vermittlermoleküle + REzeptor auf der Oberfläche einer Geschmacksrezeptorzelle handelt, ist diese Bindung reversibel und nach erfolgter Erregung der Zelle löst es sich und wird wahrscheinlich seinen weiteren Weg in den Magen antreten ;o)
So ähnlich müsste es beim Geruchssinn auch sein.
Gruß
Stephanie
Hallo,
Die „Geruchsteilchen“ sind Moleküle, oft nur Teile von Molekülen. Die „Sensoren“ sind Rezeptoren, das sind Proteine in der Zellmembran der Riech- bzw. Geschmackszellen, welche die „Geruchsteilchen“ binden. Du kannst dir das vielleicht vorstellen wie eine Fläche, in der sich (nicht zu tiefe) Mulden befinden, in die zB. drei- oder vierseitige Pyramiden, Kugeln, Würfel usw. reinpassen. Diese Mulden stehen für die Rezeptoren, die kleinen Körper für die „Geruchsteilchen“. Diese Teilchen werden nun über diese Fläche „drübergeschüttelt“, und abundzu fällt ein Körper in die passende Mulde. Dann gibt dieser Rezeptor ein Signal (Nervensignal), dass ein entsprechendes Geruchsteilchen vorbei kam. Die Bindung der Moleküle an die Rezeptoren ist nur kurz, so wie die Körper beim Schütteln gleich wieder aus den Mulden rausfliegen.
Das „Geruchsteilchen“ verliert also nicht seinen Geruch und kann auch - mit Glück - mehrmals hintereinander von verschiedenen Rezeptoren „erkannt“ (also gebunden) werden.
Gruß
Jochen
Hallo Jan: Die Geruchsempfindung der Nase ist abhängig von der Konzentration des Geruchsstoffes. Parfüm in zu hoher Konzentration
wird als Gestank empfunden, siehe Beispiel 3-Methylindol von Gandalf in diesem Brett kürzlich. Bei Schwefelwasserstoff H2S das in geringer
Konzentration fürchterlich stinkt, aber bei ca. 1’000 ppm den Geruchs-sinn lahm legt, sodass mann/frau nichts mehr riecht. Weil eine H2S-Konzentration von 1’000 ppm hoch toxisch ist, bedeutet das meist den Tod des damit „misshandelten“ Menschen. Gruss
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