Sporen Millionen Jahre alt?

Hallo

Habe schon oft von Sporen gehöhrt die Millionen Jahre alt sein sollen.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das eine Spore so eine lange Zeit der Erosion standhalten kann.

Was meint Ihr dazu?

MfG
Micha

Auch hallo,

Habe schon oft von Sporen gehöhrt die Millionen Jahre alt sein
sollen.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das eine Spore so eine
lange Zeit der Erosion standhalten kann.

Du darfst nicht vergessen, daß die Sporen ja nicht unbedingt der Erosion ausgesetzt waren. Wenn sie gut „verpackt“ sind in Schlamm, Harz oder sonstigen schützenden Umgebungen, sind sie der Witterung weitgehend entzogen.

Gruß Kubi

Hallo Kubi

Selbst wenn sie „verpackt“ sind, Reiben doch die immer in Bewegung befindlichen Verpackungsteilchen an den Sporen und dürften diese doch in einer sooo langen Zeit durchgescheuert haben.

MfG
Michael

Hallo,

Selbst wenn sie „verpackt“ sind, Reiben doch die immer in
Bewegung befindlichen Verpackungsteilchen an den Sporen und
dürften diese doch in einer sooo langen Zeit durchgescheuert
haben.

Harze sind feste Gebilde. Da reibt gar nichts an den darin eingeschlossenen Objekten. Gleiches gilt natürlich auch für ähnliche „Verpackungs“-Arten.

mfg
deconstruct

Servus
Sporen können sich über mehrere 100 Mio jahre im Gestein als Fossilien erhalten
Fossli sind Sporen ab dem oberen Ordoviz bekannt (Caradoc)
Wenn diese in Tone eingebettet werden, machen sie zwar alle Deformationen usw mit, und es verändert sich auch einiges am Materialbestand, aber sie bleiben als erkenn-, bestimm- und isolierbare Formen erhalten.
Die Relativen Bewegungen zum umgebenden Gestein sind vernachlässigbar gering und vor allem sind die Bewegungen ziemlich langsam. Die Deformation erfolgt also nicht bruchhaft, wie bei relativ schnellen Bewegungen, sondern plastisch.

Gruß
Mike

Griatzi Mike

Sporen können sich über mehrere 100 Mio jahre im Gestein als
Fossilien erhalten

Sind diese denn dann noch entwiklungsfähig?

Fossli sind Sporen ab dem oberen Ordoviz bekannt (Caradoc)
Wenn diese in Tone eingebettet werden, machen sie zwar alle
Deformationen usw mit, und es verändert sich auch einiges am
Materialbestand, aber sie bleiben als erkenn-, bestimm- und
isolierbare Formen erhalten.

Meinst du mit Materialbestand die Menge an Sporen?

Die Relativen Bewegungen zum umgebenden Gestein sind
vernachlässigbar gering und vor allem sind die Bewegungen
ziemlich langsam. Die Deformation erfolgt also nicht
bruchhaft, wie bei relativ schnellen Bewegungen, sondern
plastisch.

Was meinst du mit plastisch?

Gruß
Mike

Schönen Gruß zurück und an alle andren auch :smile:

Servus

Sporen können sich über mehrere 100 Mio jahre im Gestein als
Fossilien erhalten

Sind diese denn dann noch entwiklungsfähig?

Diejenigen, die ich während meiner Diplomarbeit aus oberordovizischen Gesteinen rausgepopelt hatte, waren definitiv Tot! 300 °C waren doch etwas zu deftig.

Fossli sind Sporen ab dem oberen Ordoviz bekannt (Caradoc)
Wenn diese in Tone eingebettet werden, machen sie zwar alle
Deformationen usw mit, und es verändert sich auch einiges am
Materialbestand, aber sie bleiben als erkenn-, bestimm- und
isolierbare Formen erhalten.

Meinst du mit Materialbestand die Menge an Sporen?

Nein, während des Fossilisationsprozesses verändert sich die Zusammensetzung, Wasser geht raus, CO2 geht raus, methan bildet sich usw usw usw… übrig bleibt das Celluloseähnliche Material der Sporenwände.

Die Relativen Bewegungen zum umgebenden Gestein sind
vernachlässigbar gering und vor allem sind die Bewegungen
ziemlich langsam. Die Deformation erfolgt also nicht
bruchhaft, wie bei relativ schnellen Bewegungen, sondern
plastisch.

Was meinst du mit plastisch?

Plastische Deformation ist wie die Deformation in Plastilin. Bette eine andersfarbige Plastilinkugel in Plastilin ein, und Deformiere das Ding… das anders farbige Material wird sich mit verformen. das passiert regelmäßig mit Fossilien während der Erdgeschichte.

Aber ich glaube, dir geht es um die Alten, noch lebensfähigen Bakteriensporen, die aus Salzlagerstätten isoliert wurden. (Kleines Mißverständnis *g* ich dachte immer an Pflanzensporen… Bakteriensporen gibt es natürlich schon viel länger als Pflanzensporen…)

Link zur Problematik:
http://www.wort-und-wissen.de/sij/sij82/sij82-1.html
Mit weiterführender Literatur

Das Ganze ist, wegen der Kontaminationsproblematik, immer noch ein heisses Eisen… und wie das gehen soll, dass ein Organismus 270 Millonen Jahre im „Dornröschenschlaf“ verbringen kann, ist anscheinend noch ziemlich unklar.

Grüssle
Mike

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