ich habe eine ökologische Frage, die ich aber nicht beantworten kann, jedoch hoffe ich, dass mir einer weiterhelfen wird!
„Man erbt als unkundiger Laie eine landwirtschaftliche Fläche, die aufgrund intensiver Nutzung eine hohe Bodenmüdigkeit aufweist. Man wíll diese Fläche landwirtschaftlich nutzen. Ein Freund rät Ihnen, zuerst eine Gründüngung mit Lupine, Luzerne oder Kleearten vorzunehmen.“
die zuvor auf der Fläche angebauten Pflanzen haben dem Boden wichtige Nährsalze entnommen, so dass für die zukünftig dort angebauten Pflanzen nicht mehr genügend da sein könnten und sie Mangelerscheinungen aufweisen könnten. Die genannten Pflanzenarten können durch eine Symbiose mit bestimmten Bakterienarten an den Wurzeln Stickstoff binden. Dieser Stoff ist für das Pflanzenwachstum sehr wichtig. Pflügt man später die Pflanzen einfach unter, so wird der zumindest der Stickstoffgehalt des Bodens gut aufgebessert. Da es sich sehr nach einer Bio-Hausaufgabe anhört, solltest du für die genaueren Zusammenhänge am besten noch einmal selbst deine Unterlagen heranziehen. Vielleicht werden dir mit diesen Informationen einige Zusammenhänge klarer.
Hoffe dir erstmal geholfen zu habe und schönen Abend noch
Guten Abend,
ich habe eine ökologische Frage, die ich aber nicht
beantworten kann, jedoch hoffe ich, dass mir einer
weiterhelfen wird!
„Man erbt als unkundiger Laie eine landwirtschaftliche Fläche,
die aufgrund intensiver Nutzung eine hohe Bodenmüdigkeit
aufweist. Man wíll diese Fläche landwirtschaftlich nutzen. Ein
Freund rät Ihnen, zuerst eine Gründüngung mit Lupine, Luzerne
oder Kleearten vorzunehmen.“
Hallo dobo: Die Gründüngung mit Lupine, Luzerne oder Kleearten bezweckt dem Boden verwertbaren Stickstoff zuzuführen. Diese Pflanzen können aus der Luft mittels den Knöllchenbakterien (Symbionten) an den Wurzeln Stickstoff assimilieren. Der in der Pflanzenmasse organisch gebundene Stickstoff dient der Neuanpflanzung als Dünger. Anorganische Stickstoffdünger (NH4NO3, Ammonnitrat) sind sehr gut wasserlöslich und landen daher oft im Grundwasser da sie schnell aus dem Boden ausgewaschen werden. Gruss
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
intensive landwirtschaftliche Nutzung entzieht dem Boden Nährstoffe, unter anderem auch Stickstoff. Leguminosen (z.B. Klee, Lupinen, Wicken, Bohnen, Erbsen) können durch ihre Zusammenarbeit mit sogenannten Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft fixieren Stickstoff anreichern. Wenn die abgestorbenen Pflanzen dann im Boden verrotten wird das Stickstoffniveau im Boden verbessert.
Stickstoff (N) ist ein lebenswichtiges Element, dass alle Lebewesen brauchen, um Aminosäuren und damit Proteine (Eiweiße) aufzubauen. In eine nährstoffarmen Boden mangelt es u. a. an N. Luzerne, Klee und Lupine gehören zu der Fam. der Fabaceen (leguminosen) und gehen als solche eine Symbiose mit N-fixierenden Bakterien (Rhizobium) ein. Die Bakterien lifern der Pflanze und dem Boden N. Um die Ackerböden wieder biologisch zu verbessern, werden in regelmäßigen Abständen Leguminosen angebaut, die man entweder als Heu abmäht, wobei die N-haltigen Wurzeln dem Boden erhalten bleiben oder man pflügt die Pflanze ganz unter. Auf diesem Weg werden jährlich auf der Erdoberfläche den Böden 150-200 Mio Tonnen fixierter N zugeführt (vorsichtige Schätzung!!).
„Man erbt als unkundiger Laie eine landwirtschaftliche Fläche,
die aufgrund intensiver Nutzung eine hohe Bodenmüdigkeit
aufweist. Man wíll diese Fläche landwirtschaftlich nutzen. Ein
Freund rät Ihnen, zuerst eine Gründüngung mit Lupine, Luzerne
oder Kleearten vorzunehmen.“
Eigentlich sollte man erst einmal eine Bodenanalyse durchführen um zu wissen was dem Boden alles fehlt und was da an Insektizen und Pestiziden alles drin ist.
Erst danach kann man wirklich festlegen wie man den Boden richtig saniert. Die Gründüngung wird sicher helfen, es können aber auch noch andere Stoffe im Boden fehlen.