Hallo,
ich selbst bin LKler Chemie, und hab als solcher die Aufgabe bekommen, mir für die „Kleinen“ (neunte Klasse) einige Aufgaben auszudenken.
Hintergrund ist eine „Chemie-Olympiade“, quasi ein Wettbewerb, wo halt die leistungsstärkeren sich schulintern etwas messen können - und das sowohl mit Wissen als auch mit überwiegend logisch Erschlossem (AB3).
Nun mein Problem:
Habt ihr ein paar Ideen für Fragen, die man den kleinen zum Thema „Säure - Base - Salze“ stellen könnte? Also so, dass sie auch drauf kommen, schließlich fehlt denen ja alles, wie Bohr-Sommerfeld-Modell und auch sonst wichtige und dennoch detailreiche Grundlagen.
Ich dachte bisher an die Beschreibung der Konzentrationsermittlung einer Säure mit Hilfe der Titration.
Gibts weitere Anregungen? Vielleicht aus dem Bereich der Großindustrie oder so?!
Danke für die Mühe,
mit freundlichen Grüßen aus Berlin - Michael
Interessant sind auch Fragen über nicht ganz alltägliche Säuren wie die Borsäure oder ganz allgemein wie Lewis-Säuren à la Al2O3. Da genügt meist die Frage, warum diese sauer in Wasser reagieren.
Oder etwa eine Mehrfachauswahlfrage nach dem Material, in welchem 100%ige Schwefelsäure geliefert wird (Eisenfässer). Da ist der verlangte Gedankengang der, dass keine freien Protonen in reiner Schwefelsäure vorhanden sind.
@Julia, sehr schön, danke, hätt’ man auch selbst drauf kommen können
@Marco: ich glaube, deine fragen sind für schüler der neunten oder zehnten zu schwierig, in berlin hat man ja erst ab achte chemie, die kennen also noch nichtmal alle grundlagen
Interessant sind auch Fragen über nicht ganz alltägliche
Säuren wie die Borsäure oder ganz allgemein wie Lewis-Säuren à
la Al2O3. Da genügt meist die Frage, warum diese sauer in
Wasser reagieren.
Die Borsäure ist zu schwierig, denke ich. Entweder man weiß (auswendig), was passiert oder man formuliert eine falsche Reaktion. Es gibt wohl keine triviale Erklärung, warum es nicht zur Bildung von H2BO3- kommen sollte. Einzig vielleicht die Einbasigkeit der Säure, aber die ist auch anders logisch zu erklären. Aber auch das weiß nur, wer es eben weiß…
Die Frage nach dem Al2O3 ist auch für mich zu schwer… Seit wann ist Al2O3 eine Lewis-Säure (ich mag den Begriff „Säure“ hier ohnehin überhaupt nicht…)? Auch reagiert reines (!)Aluminiumoxid in Wasser mangels Löslichkeit nicht sauer.
Oder etwa eine Mehrfachauswahlfrage nach dem Material, in
welchem 100%ige Schwefelsäure geliefert wird (Eisenfässer). Da
ist der verlangte Gedankengang der, dass keine freien Protonen
in reiner Schwefelsäure vorhanden sind.
Auch das halte ich für ein Gerücht… Zwar lagern sich die Protonen wie in Wasser an die H2SO4 an, aber gewiss unterliegt Schwefelsäure einer Autoprotolyse. Dass man sie in Eisen lagern kann, liegt eher an der Passivierung der Oberfläche, vermute ich…
schöne Aufgaben wären auch zur „Gesamthärtebestimmung von Wasser mit der Titrationsmethode“ ( > pH-Wert ) oder der von Dir bereits erwähnten „Neutralisationstitration“ möglich.
Auch Versuche mit Zellen und deren Veränderungen unter Säure / Baseneinfluss könnten interessant sein.