Hi,
wer regelmäßig hier liest, kennt meinen Specht bereits. Sein neuester Streich: Kaum hatte ich einen Meisenkasten im Garten aufgehängt, hat er stante pede das Ding zum Starenkasten umgebaut. Das Einstiegsloch, von mir auf exakt 30 mm getrimmt, ist nun 48 mm groß - und immer noch fast rund. Was treibt ihn um? Ganz einfach, werdet Ihr sagen - er will halt brüten und passt nicht durch das Loch. Von wegen. Im vorigen Jahr hat er den Starenkasten zerlegt: Fein säuberlich alle (in Worten: alle) Fugen aufgehackt, bis die Nägel blank lagen, anschließend Löcher in die Dachpappe gehämmert. Nur brüten wollte er da nicht. Wer weiß was?
Hai, sächselnd ausgesprochenes Trampeltier,
Spechte dreschen nicht nur auf Holz ein, wenn sie sich 'ne Nisthöhle einrichten wollen, sondern auch zwecks Beschaffung von Frühstück - und scheinbar hat Dein Starenkasten vom letzten Jahr den Eindruck gemacht, fette Beute zu liefern (Geruch? Die Fugen sahen nach Frassspuren von Raupen aus?)…
Und noch ein Grund, warum Spechte trommeln: sie teilen der Welt, insbesondere ihren Mit-Spechten mit, daß hier schon jemand wohnt und dieser jemand außerdem unglaublich stark ist (Je lauter das Trommeln, desto toller der Specht-Kerl) - und da ist so ein schöner Trommelplatz mit Resonanzkörper natürlich ideal geeignet.
Das er jetzt Deinen Meisenkasten umbaut, könnte aber darauf hinweisen, daß ihm eben dieser Meisenkasten als Wohnung gefällt, er die notwendigen Umbauarbeiten vorgenommen hat und jetzt hofft, daß auch seiner Angebeteten (oder doch wenigstens irgendeiner Angebeteten) das neue Domizil gefällt - wenn nicht, wird er’s wohl wieder zerlegen…
Tiere sind wie Menschen - alle ein bißchen verrückt…
Gruß
Sibylle
Löcher in die Dachpappe gehämmert. Nur brüten
wollte er da nicht. Wer weiß was?
sicher würde er brüten aber nicht allein, such ihm eine Vogelfrau.(
F.