Ethologie (Verhaltenslehre) - Verhaltensstörungen

Hallo

Ich habe ein paar Aufgaben wo ich Eure hilfe benötige.

  1. Belegen Sie an Beispielen, dass beim Menschen angeborene
    Verhaltensmuster auch ohne Kaspar-Hauer-Versuche nachweisbar
    sind.

  2. Nennen Sie Symptome des Hospitalismus und erläutern Sie,
    wie Hospitalismus entsteht.

  3. Stellen Sie die Bedeutung der Mutter-Kind-Beziehung für
    die spätere Entwicklung des Kindes dar und erläutern Sie diese.

(dringend)

Hallo

  1. Belegen Sie an Beispielen, dass beim Menschen angeborene
    Verhaltensmuster auch ohne Kaspar-Hauer-Versuche nachweisbar
    sind.

Du bist noch kein Vater [grinz]…
Wenn Du einem Neugeborenen (hatte also noch keine Möglichkeit Verhaltensmuster zu erlernen) an der Handinnenfläche streichelst, dann packt der/die Kleine richtig kräftig zu! Er/Sie will sich nämlich im (nicht mehr vorhandenen) Fell der Mutter festhalten. Stecke ihr/ihm die Brustwarze der Mutter / einen Nuckel / eine Finger in den Mund und sie/er fängt an zu saugen. Das Kind liegt alleine in seinem Bettchen und wird wach, also schreit es, um sich zu überzeugen, dass die Mutter (ich als Vater bin relativ uninteressant) noch da ist.

  1. Nennen Sie Symptome des Hospitalismus und erläutern Sie,
    wie Hospitalismus entsteht.

Kuckst Du Googel! Z.B. hier: http://www.medpsych.uni-freiburg.de/OL/glossar/body_…
Hospitalismus
Allgemein: Die Gesamtheit aller körperlichen und seelischen Schäden sowie Mängel, die im Zusammenhang mit der Unterbringung eines Individuums in einem Krankenhaus oder einem Heim (Kinderheim, Altenheim) und der damit verbundenen Kontaktarmut entstehen können. Geht bei Säuglingen die längere Trennung von der Mutter (bedingt etwa durch den Klinikaufenthalt des betroffenen Kindes selbst, aber auch der Mutter) mit einer mangelnden emotionalen Zuwendung einher (Fehlen der sogenannten Nestwärme = Entzug des direkten körperlich-seelischen Kontaktes zu einer konstanten Bezugsperson), so tritt ein typisches Krankheitssyndrom auf, die anaklitische Depression: Das Kind nimmt von seiner Umgebung kaum noch Notiz, ist bewegungsarm, teilnahmslos und hinsichtlich Gestik und Mimik ausdrucksvermindert. Von hier aus entsteht häufig schon nach etwa drei bis fünf Monaten das Bild des psychischen Hospitalismus, der durch schwere Entwicklungsstörungen (psychisch-physische Retardierung etwa im Bereich der Intelligenz und Emotionalität, des Spracherwerbs, der sensomotorischen Aktivität) gekennzeichnet ist und lebensbedrohlich werden kann. Diese Schäden sind zwar bei konstanter Zuwendung zum Teil reversibel, häufig stellen sich aber spätere Folgen in Form von Störungen der Kontaktfähigkeit (emotionale Stumpfheit und intentionale Gehemmtheit) ein. Neuerdings wird darüber hinaus die Frage diskutiert, ob Hospitalismuseffekte vor allem auch auf sensorische Deprivation zurückzuführen sind.

  1. Stellen Sie die Bedeutung der Mutter-Kind-Beziehung für
    die spätere Entwicklung des Kindes dar und erläutern Sie
    diese.

Diese Frage ist sehr vielschichtig! Hier zu antworten, würde den Rahmen sprengen… Ich rate Dir, ein wenig im Buch „Babywatching“ von Desmond Morris zu lesen.

Gruß
Manfred