Morbide Frage: Perfekter Mord?

Hallo,
Ich überlege mir gerade eine Geschichte zu schreiben (einen Krimi) und dafür bräuchte ich Ideen wie man jemand „perfekt“ umbringen könnte. Insgesamt sollen 4 Leute sterben, der erste hat hohen Blutdruck und man gibt ihm als Scherz Aspirin welches das Blut dünnflüssiger macht, wodurch dieser dann einen Herzinfarkt erleidet. Der zweite ist ein Alkoholiker und mit Zugabe von Paracetomol geht seine Leber kaputt, welches aber bei der Autopsie keinen grossen Verdacht schöpfen lässt (Alkoholiker). Als drittes würde jemand, welcher im Medizinsektor arbeite, mit Sukzinylcholin sein Opfer umbringen. Nur für den vierten Fall habe ich keine Ideen. Grundsätzlich müssen die Methoden immer rafinierter werden, der erste Tod ist mehr oder weniger ein Unfall und dann wird immer präziser getötet. Es kann auch etwas exotisches sein, weil dies nicht all zu grosse Probleme bereiten würde es in die Geschichte einzubauen. Und ich bin für ziemlich alle Ideen offen. Schlussendlich will ich hoffen, dass ich hier nicht schief angesehen werde, meine Absichten sind gut: Ich will eine realitätsgetreue Geschichte schreiben.

Danke im Voraus

Hallo!

Unauffällig sind vielleicht noch Injektion von Kaliumchlorid (war es das? zu viel Kalium tötet, allerdings testet das kein Pathologe?!) oder Insulin (Unterzuckerung). Vielleicht nicht besonders raffiniert. Letzteres vielleicht bei einem Diabetiker?!

Das fällt mir so spontan ein… Hm!

Grüße
Arha

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Hi,

na ja, umbringen kann man nur jemandem, indem man ihm lebensnotwendige Energie entzieht. Und wenn es auf zellularer Ebende passiert. Einmal mußt du einen Stoff in den Körper bringen, wie auch immer, der sich vollkommen verfüchtigt oder sich in körpereigene Stoffe umwandelt. Und dies noch während des Ablebens. Danach ist nun mal kein Stoffwechsel mehr, daher kein Abbau.

Einen bestimmten Stoff einzubringen, der langsam vergiftet, oder einen Stoff zu entziehen, um Mangelerscheinungen hervorzurufen, ist nachweisbar. Entweder zuviel oder zuwenig.

Am geschicktesten ist ein sauber geplanter Unfall ohne das Fremdeinwirkung zu finden ist. Das Opfer soll sich quasi selbst töten. Denke bitte an die heutige Medizin, Spurensuche macht bei den Genen nicht halt, es geht bis ins Innerste des Stoffaufbaus.

Ich denke, den perfekten Mord gibts nicht. Entscheidend ist eigentlich immer, wie genau gesucht wird. Wegen einem toten Obdachlosen (soll jetzt keine Wertung sein!) wird kaum viel Aufsehen gemacht, wenns einen Politiker erwischen sollte… (kein Kommentar). Außerdem spielt es eine Rolle, wo der Unglückliche ablebt. In armen Ländern ist die Strafverfolgung da nicht so genau…

Gruß
André

Vergase dein Opfer mit Argon, du musst es anschliessend nur kopfüber aufhängen, um das Argon aus der Lunge zu bekommen.

Hallo, Thomas,
vom medizinischen Aspekt her kann ich Dir nicht helfen.

Aber selbst wenn sich die Todesursache nicht nachweisen ließe, sofern das Dahinscheiden des Opfers überhaupt als Mord klassifiziert und erkannt werden kann, wird es immer eine Verbindung zwischen Täter und Opfer geben, die eventuell nachvollzogen und eruiert werden kann. Von Wahnsinnstaten an völlig Fremden einmal abgesehen.
Gruß
Eckard

Wow,
Interessante Idee, aber das wäre ja noch riskanter, da man ja schliesslich mit dem Opfer „interagieren“ kann. Dabei können ja massenweise Fasern und DNS (Hautschuppen) von dir auf ihn/sie gelangen und ausserdem denke ich, dass sich das Opfer wehren wird, was zu Prellungen führen wird (abgesehen davon, dass man das Opfer in eine Art „Gaskammer“ schaffen muss), und das Aufhängen an den Beinen würde zu einer Staung des Blutes im Kopf führen, was mehr als offensichtlich bei jeder standart Optuktion wäre.

Hallo Thomas

Ich überlege mir gerade eine Geschichte zu schreiben (einen
Krimi) und dafür bräuchte ich Ideen wie man jemand „perfekt“
umbringen könnte. Insgesamt sollen 4 Leute sterben, der erste
hat hohen Blutdruck und man gibt ihm als Scherz Aspirin
welches das Blut dünnflüssiger macht, wodurch dieser dann
einen Herzinfarkt erleidet.

Böse Falle, Aspirin verhindert Herzinfarkt, der wird uralt :smile:

Der zweite ist ein Alkoholiker und
mit Zugabe von Paracetomol geht seine Leber kaputt, welches
aber bei der Autopsie keinen grossen Verdacht schöpfen lässt
(Alkoholiker).

Der hat eine trainierte Leber, müsste schon ein Eimerchen Paracetamol jeden Tag sein.

Als drittes würde jemand, welcher im
Medizinsektor arbeite, mit Sukzinylcholin sein Opfer
umbringen.

Und wie?

Nur für den vierten Fall habe ich keine Ideen.
Grundsätzlich müssen die Methoden immer rafinierter werden,
der erste Tod ist mehr oder weniger ein Unfall und dann wird
immer präziser getötet. Es kann auch etwas exotisches sein,
weil dies nicht all zu grosse Probleme bereiten würde es in
die Geschichte einzubauen. Und ich bin für ziemlich alle Ideen
offen. Schlussendlich will ich hoffen, dass ich hier nicht
schief angesehen werde, meine Absichten sind gut: Ich will
eine realitätsgetreue Geschichte schreiben.

Wie wäre es mit Digitoxin?
Nehmen Herzkranke sowieso, eine massive Überdosis dürfte da kaum auffallen.
Damit soll man schon einen Papst umgebracht haben.
Gruß
Rainer

Hey

Unauffällig sind vielleicht noch Injektion von Kaliumchlorid
(war es das? zu viel Kalium tötet, allerdings testet das kein
Pathologe?!) oder Insulin (Unterzuckerung). Vielleicht nicht
besonders raffiniert. Letzteres vielleicht bei einem
Diabetiker?!

gibts schon zuhauf beides - würde keinen echten Krimifan reißen.
Außerdem jeder sucht nach dem perfekten Mord, aber wo bleibt die Spannung für den Leser.
Wenn jemand umgebracht wird, keiner schöpft Verdacht, keiner ermittelt, das gibt einfach keinen spannenden Plot.

Schönen Abend noch
Kerstin

Howdy,
Was ist dieses Digitoxin? Nun, das „Problem“ meiner Geschichte ist, dass der erste Mord gar keiner ist. Man will der Person einen bösen Streich (mit irgend einem Alltagsmittel, wie z.B. Aspirin) spielen und diese stirbt plötzlich dran. Was für alltägliche Krankheiten gibt es, welche „massiv“ auf Alltagsmittel reagieren?

Danke im Voraus

Was für
alltägliche Krankheiten gibt es, welche „massiv“ auf
Alltagsmittel reagieren?

Allergie?

Gruß
Kreszenz

standart Optuktion

Hallo,
falls du in ferner Zukunft einen Lektor brauchen solltest - kann ich dir meine Gehaltsvorstellungen mitteilen… ;~)

Grüße aus dem Süden

formica

Hallo André,

Ich denke, den perfekten Mord gibts nicht. Entscheidend ist
eigentlich immer, wie genau gesucht wird. Wegen einem toten
Obdachlosen (soll jetzt keine Wertung sein!) wird kaum viel
Aufsehen gemacht, wenns einen Politiker erwischen sollte…
(kein Kommentar). Außerdem spielt es eine Rolle, wo der
Unglückliche ablebt. In armen Ländern ist die Strafverfolgung
da nicht so genau…

Auch in D kommt es vor, dass einer mit einem Messer im Rücken im Totenschein stehen hat : „natürlicher Tod“

MfG Peter(TOO)

wenn Du schon in dieser Angelegenheit Hilfe benötigst(-:confused:

Besonders gute Ratschläge könnten auch Hilfe für Suizid sein.
Hilfe für Verbrechen soll im Forum nicht gestattet sein ?

Also löscht den ganzen Quatsch.

Gruss
Fritz
a.d.Uw.
(noch nicht besoffen)

wenn Du schon in dieser Angelegenheit Hilfe benötigst(-:confused:

Besonders gute Ratschläge könnten auch Hilfe für Suizid sein.
Hilfe für Verbrechen soll im Forum nicht gestattet sein ?

Also löscht den ganzen Quatsch.

Geh bitte, es ist doch offensichtlich, daß der OP wirklich ein Buch schreiben will. Insofern finde ich die Frage auch berechtigt.

LG
Stuffi

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Als KrimiTHEMA völlig ungeeignet
Grüezi, Fritz,
so streng sollte man das nicht sehen.
Der „perfekte Mord“ ist als Krimithema m.E völlig ungeeignet. Denn ist er perfekt, dann war es ein natürlicher Tod, das Opfer wird begraben und das war es dann schon - darüber schreibt niemand einen Roman und wenn schon, dann liest, geschweige denn kauft, ihn keiner.

Wie ich weiter unten schon geschrieben habe, bringt ja eigentlich niemand jemanden aus lauter Jux und Dollerei um. Ein Motiv gibt es immer, ebenso Beziehungen zwischen Täter und Opfer, die dem Täter dann schließlich zum Verhängnis werden, wenn der Mord eben nicht so ganz perfekt war, d.h. irgend jemand den Verdacht hegt, dass dem Ableben des Opfers ein wenig nachgeholfen wurde, und davon auch die Behörden überzeugt.

Ich denke, dass die hier geäußerten Methoden nicht zu perfekten Morden benutzt werden können. Deswegen sehe ich die Diskussion - abseits vom literarischen mit tiefer Gelassenheit.

Gruß in den Urwald
Eckard

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Hallo Thomas,
also ich finde geriebenes Glas und Eis-Pfeile nicht schlecht, wäre mal eine andere Richtung.
Mir fallen da besonders die Medizin-Krimis von Robin Cook und verschieden Tatsachenromane von Richard Preston (Cobra) ein.
Vielleicht inspirieren diese Bücher Dich noch mehr.
Gruß Iso.Osi

Hallo, IsoOsi.

also ich finde geriebenes Glas und Eis-Pfeile nicht schlecht,
wäre mal eine andere Richtung.

Geriebenes Glas findet sich bereits bei Guy de Maupassant („Die kleine Schwester“), ist also nicht so wahnsinnig neu :smile:

Und was Eiszapfen als Mordwaffe betrifft, findet sich eine Diskussion unter http://www.ratdogdick.com/askratdog/rd102599.shtml (in Englisch)

Grüße
Eckard

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Hallo Eckard,
ich habe ja auch nur geschrieben, das ich diese Varianten interessant finde, mir ist bewußt, das es sie schon gab und wo. Alle anderen Mordpläne sind/waren auch schon oft genug da. Interessante Verknüpfungen verschiedenster „Techniken“ sind doch ganz reizvoll.
Schade, dass ich nicht morbide genug für eigene „Erfindungen“ bin, sonst hätte ich das schon zu Papier gebracht. Das Thema war und ist eben zeitlos.
Schönes Wochenende und Gruß Iso.Osi

Hallo Thomas

Was ist dieses Digitoxin?

Das ist ein Medikament für Herzkranke, wird aus einer Pflanze, dem Fingerhut, gewonnen, schalt mal google ein.
Eine Überdosis wirkt sehr leicht tödlich.

Nun, das „Problem“ meiner Geschichte

ist, dass der erste Mord gar keiner ist. Man will der Person
einen bösen Streich (mit irgend einem Alltagsmittel, wie z.B.
Aspirin) spielen und diese stirbt plötzlich dran. Was für
alltägliche Krankheiten gibt es, welche „massiv“ auf
Alltagsmittel reagieren?

Also Aspirin und Paracetamol waren nicht so gut, Insulin wäre noch denkbar, auch kaum nachzuweisen.
Gruß
Rainer

Hallo!

Wie wärs mit ner Herbstzeitlosen- Vergiftung? Herbstzeitlose is ne Pflanze, die sich recht leicht mit Bärlauch verwechseln lässt, Bärlauch schmeckt wie Knoblauch, Herbstzeitlose ist extrem giftig… Lässt sich natürlich nachweisen, aber wenn man dann noch ein paar Blätter im Kühlschrank deponiert, evtl. vermischt mit Bärlauchblättern, denkt die Polizei der Ermordete hätte Bärlauch gesammelt und die beiden Pflanzen verwechelt. Es sind auch wirklich schon Leute dran gestorben, weil sie Herbstzeitlosenblätter für Bärlauch hielten. Deine Geschichte müsste dann im Frühling spielen, nur dann gibts Bärlauchblätter und damit die Möglichkeit der Verwechslung.

Grüße
Jojo