Hallo Sandra,
ich habe eine biochemische Frage zum Farbensehen:
hm, das ist der Grund warum ich gezögert habe dir zu antworten.
Der grundlegende Prozeß ist bekannt, das Retinol in den Sensoren reagiert und regeneriert.
Aber, nach meinem Kenntnisstand gibt es noch keine gründliche biochemische Erklärung, warum die Reaktion in den drei Farbzapfen Wellenlängenabhängig abläuft.
Wodurch kann man verschiedene Farben sehen? Also warum ist der
Himmel z.B. blau und Rosen rot?
Weil hier Teile des weissen Lichtes absorbiert werden und nur ein Teil im Auge ankommt.
Rosenblätter absorbieren z.B. den grünen Teil und nur das rote Licht kommt im Auge an.
Das Prinzip ist „einfach“.
Drei Sensoren für Rot grün und blau decken durch unterschiedliche spektrale Empfindlichkeit den kompletten Bereich der elektromagnetischen Strahlung zwischen etwa 380 und 750 nm ab.
Dass es drei verschiedene Zapfenpigmente jeweils für Rot, Blau
und Grün gibt, ist klar, aber wie geht´s weiter?
Jeder Lichtreiz, erzeugt durch Absorption an einem Körper (oberflächen), Remission durch einen Selbstleuchter (Sonne, Lampen usw.) oder eine Kombination daraus trifft auf die drei Farbsensoren im Auge.
Das Spektrum diese Lichtreizes aktiviert diese drei Sensoren jeweils zu einem bestimmten Teil.
Weisses Licht aktiviert sie alle gleich stark.
Farbiges Licht unterschiedlich stark.
Die Aktivität der Sensoren wird im Gehirn in die drei Komponenten Rot-Grün, Gelb-Blau, Hell-Dunkel übersetzt (Gegenfarbentheorie)
Aus diesen Informationen setzt das Gehirn den Sinneseindruck Farbe zusammen.
Die Wahrnehmung von Farbe ist abhängig, von Beobachter, Beleuchtung, Umgebung und einigem mehr.
Hier mal eine Einführung die ich recht gelungen finde:
http://www.seilnacht.tuttlingen.com/farbe.htm
Grüsse
Mike
Ich danke Euch für Eure Antworten,
Sandrinchen!