Gold wollte er machen, für sein klammes Kloster. Doch was er erfand, hat wohl die Welt verändert. Im Guten wie im Bösen. War das wirklich so, oder gab es noch einen anderen Impetus?
Gruß, Alexander
Gold wollte er machen, für sein klammes Kloster. Doch was er
erfand, hat wohl die Welt verändert. Im Guten wie im Bösen.
War das wirklich so, oder gab es noch einen anderen Impetus?
Die ersten Rezepturen, die dem Schwarzpulver ähneln stammen aus der Antike. So sollen die Assysrer bereits im 6. Jahrhundert v.Chr. bengalisches Feuer eingesetzt haben, welches neben Pech und Schwefel auch Salpeter enthielt und somit dem Schwarzpulver bereits sehr ähnlich war. Das Schwarzpulver, wie wir es heute kennen, stammt aus China, wo es im 9. Jahrhundert in Feuerwerkskörpern und ab dem 12. Jahrhundert als Raketentreibstoff verwendet wurde. Von dort gelangte es dann in andere Länder, z.B. in die Mongolei, wo bereits im 13. Jahrhundert die ersten Kanonen gebaut wurden. Nach Europa gelangte es im 14. Jahrhundert. Hier wurden erstmals 1326 Kanonen verwendet, also 36 Jahre bevor Berthold Schwarz das nach ihm benannte Pulver angeblich erfunden haben soll. In Wirklichkeit dürfte er die Rezeptur von Mönchen erhalten haben, die es von Missionarsreisen aus Asien mitbrachten. Dasselbe dürfrte wohl auch für Roger Bacon zutreffen, dem die Briten diese Erfindung gern zuschreiben.
Hallo!
Hätte er es nicht gefunden, hätten wir es von den Chinesen bekommen.
Jedem, der damals ein Labor hatte, wird heute nachgesagt, dass er Gold suchte. Es gab auch Leute, die suchten andere Dinge als Gold.
Schwarz, 1) Bertold, ein Franziskanermönch aus Freiburg (oder Dortmund), der eigentlich Konstantin Anklitzen geheißen und neben seinem Klosternamen Bertold den Beinamen S. wegen der eifrigen Beschäftigung mit chemischen Arbeiten erhalten haben soll, erfuhr angeblich 1259 die explosive Wirkung einer Mischung von Salpeter, Schwefel und Quecksilber oder von Salpeter. Schwefel, Blei und Öl und soll dadurch auf die Erfindung des Schießpulvers geführt worden sein. Das Schießpulver war indes lange vor ihm bekannt, und mit größerm Rechte wird er als Erfinder der Geschütze genannt. Als Ort der Erfindung wird meist Freiburg (neben Köln, Mainz, Nürnberg, Goslar) angegeben, als Jahr 1380 (1354, 1390, 1393), doch ist wohl 1313 richtiger, denn 1380 waren Geschütze und Gewehre bereits bekannt. 1853 ward ihm in Freiburg ein Denkmal errichtet. Vgl. Hansjakob, Der schwarze Bertold (Freiburg 1891).
[Lexikon: Schwarz, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 178618 (vgl. Meyer Bd. 18, S. 114 ff.)]
mfG Conrad