Hi,
ich suche Erklärungen usw. für folgendes Phänomen.
Brillenträger wissen das: Eine Minusbrille verzerrt das Bild. Sie verkleinert, läßt alles weiter weg erscheinen und führt am Bildrand zu tonnenförmigen Verzeichnungen, d.h. senkrechte Linien sind nach außen gebogen, der Boden unter den Füßen und der Bildschirm wölbt sich nach innen, außerdem vergrößert sich das Blickfeld („Weitwinkel“). Angeblich sind diese Linsenfehler normal und treten bei ALLEN Linsen auf.
Nach einigen Wochen sind sie aber weg wie von Geisterhand. Senkrechte sind wieder senkrecht, nichts wölbt sich mehr, alles sieht „normal“ aus. Man bewegt sich sicher.
Aber wehe wenn ich mal alle heiligen Zeiten Kontaktlinsen trage (die keine richtigen Linsen sind und deswegen auch keine Fehler haben): Kissenförmige Verzeichnungen, Boden wölbt sich nach außen, der Bildschirm wirkt wie ein Flatscreen, alles wirkt riesig und nahe, Schwindel, Übelkeit, Treppensteigen wird zum Problem. Nach ein paar Minuten oder auch Stunden ist der Spuk vorbei. Man gewöhnt sich daran.
Da steckt doch das Gehirn dahinter! Aber wie funktioniert das?
Außerdem fällt auf, daß es Linsenfehler gibt, die nicht ausgeglichen werden, zb. helle Lichtpunkte, die unscharf erscheinen (bei schlecht vergüteten Brillen), oder Farbsäume am Bildrand bei starken Kontrasten. Das geht zwar nicht weg, aber es fällt mit der Zeit weniger auf.
Was würde wohl passieren, wenn man gefärbte Brillen tragen würde? Welche mit Farbverläufen? Oder solche, die die Farben ins Negative invertieren? Oder welche, die alles spiegelverkehrt oder kopfüber zeigen würden?
Würde mich einfach interessieren. Gibt es Tests? Würden Schäden bleiben?
Gruß
datafox
?