Gefiltertes Leitungswasser

Von: , Frage gestellt am So, 15. Aug 2004

Guten Tag

Ich trinke sehr oft Leitungswasser und filtere es zu diesem Zwecke mit einem Handelsüblichen Wasserfilter. Dieser entzieht dem Wasser Schwermetalle, Kalk und dergleichen mehr. Was mir aufgefallen ist; das Wasser schmeckt doch sehr anders im Vergleich zu ungefiltertem Wasser. So stelle ich bei dem Filtrat einen säuerlichen Beigeschmack und einen fast bitteren (Nach-)Geschmack fest, wie ich es von Leitungswasser aus anderen Gegenden (ich glaube es handelte sich dort um Quellwasser) kenne. Das ungefilterte Wasser schmeckt wesentlich ausgeglichener und süsser. Kann vielleicht jemand erklären, weshalb das so ist?

Zudem ist mir auch aufgefallen, dass, wenn ich mit dem Filtrat Tee kochen möchte, das Wasser den Tee (jedenfalls den Farbstoff davon) wesentlich schlechter bis überhaupt nicht annimmt. Wieso ist das so?
Besten Dank im Voraus und Gruss

Wiesel

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
    Re: Gefiltertes Leitungswasser

    Hi Wiesel,

    gefiltertes Wasser ist nur dann genießbar, wenn der Filter höchstens ein Drittel der Zeit benutzt wird, die in der Gebrauchsanweisung angegeben ist. Bei den momentanen Temperaturen wechselst Du besser täglich. Alles darüber hinaus liefert kein Wasser, sondern Keimbrühe. Guten Appetit!

    Gruß Ralf

    • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Gefiltertes Leitungswasser

      Hallo gefiltertes Wasser ist nur dann genießbar, wenn der Filter
      höchstens ein Drittel der Zeit benutzt wird, die in der
      Gebrauchsanweisung angegeben ist. Bei den momentanen
      Temperaturen wechselst Du besser täglich. Alles darüber hinaus
      liefert kein Wasser, sondern Keimbrühe. Guten Appetit!
      Der Filter ist ganz neu. Ich benutze ihn erst seit ein paar Tagen. Allerdings weiss ich nicht, inwiefern Dein Beitrag als Antwort auf meine Frage aufzufassen ist. Ich glaube nicht, dass die Geschmacksveränderung etwas mit Keimen zu tun hat, eher mit der Zusammensetzung des Wassers.

      Trotzdem Danke und Gruss

      Wiesel

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Gefiltertes Leitungswasser

        Hi Wiesel, Allerdings weiss ich nicht, inwiefern Dein Beitrag als
        Antwort auf meine Frage aufzufassen ist.
        es gibt nun mal Fragen, die von falschen Voraussetzungen ausgehen: entzieht dem Wasser Schwermetalle, Kalk und dergleichen mehr
        Das tut kein handelsüblicher Wasserfilter. Was aus dem Wasser gefiltert wird, ist bestenfalls der Rost von den Rohren. Ich glaube nicht, dass die Geschmacksveränderung etwas mit Keimen zu tun hat
        Ich schon. Filter entziehen dem Wasser nichts, was den Geschmack beeinflussen könnte. Was bleibt dann noch übrig?

        Gruß Ralf

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Re^4: Gefiltertes Leitungswasser

          Hallo! Jetzt muss ich doch mal kurz was dazu sagen... Ich wollte mich eigentlich zurückhalten, weil ich zwar weiß, wie diese Filter (wir reden doch über BRITA und Co?) theoretisch funktionieren, aber leider noch nicht nachgeprüft habe, ob das wirklich den Tatsachen entspricht. Studien, Internetseiten etc. kenne ich jetzt leider auch nicht.

          ABER: Man koche bitte nur einmal Tee mit ungefiltertem und gefiltertem Mannheimer Leitungswasser (oder etwas ähnlichem)! Das ist so kalkhaltig, dass man seine Spüle jeden Tag mit Essigreiniger reinigen möchte und Tee _sehr_ dunkel wird und oben drauf eine wirklich ekelhafte ölige Schicht bildet. Nimmt man das gefilterte Wasser, überlebt nicht nur der Wasserkocher überraschend lange ohne Entkalkung, sondern der Tee hat auch plötzlich eine viel schönere und zudem hellere Farbe und schmeckt viel besser.
          Ich nehme an, dass der Kalk, der über Ionenaustauscher im Filter entfernt wird (zumindest laut Beschreibung. Wenn ich den Wasserkocher ansehe, habe ich bisher keinen Grund, das anzuzweifeln) irgendwelche lustige, aber eklige und vielleicht dunkle Komplexe mit Teeinhaltstoffen bildet. Zudem sind in diesen Filtern noch Aktivkohle-Einheiten, die Geschmacksstoffe entfernen (sollen).

          Hm, zum Thema Keimbrühe: ich fürchte, da ist wirklich was dran. Das Filtermaterial dürfte reichlich Grundlagen für Keimwachstum bieten... Aber ich nehme dieses Wasser zB nur für Tee und Kaffee oder andere abgekochte Zwecke und trinke das nicht unabgekocht. Mir reicht das zur "Keimvernichtung" aus. Und außerdem möchte auch niemand wissen, was so alles im Kühlschrank, auf Spülschwämmen oder Schneidebrettern wächst... "Sie" sind überall!

          Schöne Grüße

          Arha

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Gefiltertes Leitungswasser

          Hallo Ralf,

          wenn es sich bei dem Wasserfilter um einen Filter der Fa. Brita oder vergleichbare handeln sollte:

          Diese haben Ionentauscherharze integriert, um Kalk zu filtern, Aktivkohle gegen Geschmack und Silber, um Keimbildung vorzubeugen.

          Gegen diese Filter spricht absolut nichts bei Verwendung, wie sie vom Hersteller empfohlen wird.

          Gruß
          Daniel

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re: Filtern und Keime

            Hi auch!

            Hm, exakt da steht auch: Milch-, Fleischprodukte, Säfte, aber vor allem unser Speichel und Mundschleimhäute enthalten mehr Keime, als in irgendeinem Filterwasser gemessen werden können.

            Die Keime, die sich bei längeren Standzeiten auf den Filteroberflächen bilden, werden bei Wiederaufnahme des Filterbetriebs ausgespült, was zu einer raschen Normalisierung des Keimgehalts schon nach wenigen Litern führt.

            *kicher*

            Okok!, aber auch: Das gilt für Aktivkohlefilter, aufgrund der vieltausendfach größeren Oberfläche nur bedingt (Ausnahme: Preßblockfilter). Daß auch nichtpathogene Keime bei derartigen Konzentrationen zu Belastungen führen können, kann nicht ausgeschlossen werden. Deshalb werden diese Filter versilbert, was jedoch noch immer keine Garantie für Keimfreiheit ist und eine zusätzliche Silberbelastung verursacht. Silber wirkt nämlich erst oberhalb des Grenzwertes von 10 mcg/l bakterizid.

            Also doch regelmäßig Wasser tauschen und im Zweifel besser abkochen! Ich bin immer noch der Meinung, dass es _wesentlich_ gefährlichere Dinge auf der Welt gibt...

            Grüße
            Arha [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Gefiltertes Leitungswasser

          Hallo Allerdings weiss ich nicht, inwiefern Dein Beitrag als
          Antwort auf meine Frage aufzufassen ist.
          es gibt nun mal Fragen, die von falschen Voraussetzungen
          ausgehen:
          Es stand so in der Beilage. Ich bin in der Richtung (noch) nicht derart sensibilisiert, dass ich nicht bedingungslos alles glauben würde, was in der Beilage zu einem Wasserfilter steht (solange es nicht etwas nach meinem Wissen und Gewissen völlig Absurdes ist). Ich wusste nicht, dass die Frage nach dessen Funktionalität zu einer Glaubenssache erhoben werden kann. entzieht dem Wasser Schwermetalle, Kalk und dergleichen mehr
          Das tut kein handelsüblicher Wasserfilter. Was aus dem Wasser
          gefiltert wird, ist bestenfalls der Rost von den Rohren.
          Ich dachte doch, das tut er. Warum dann sonst diese enorme Geschmacksveränderung? Dass es am Rost liegen soll, resp. an dessen Fehlen, dass das Wasser hinterher fast säuerlich schmeckt, scheint mir nicht erklärend. Ich glaube nicht, dass die Geschmacksveränderung etwas mit Keimen zu tun hat
          Ich schon. Filter entziehen dem Wasser nichts, was den
          Geschmack beeinflussen könnte. Was bleibt dann noch übrig?
          Der Filter ist ein paar Tage alt (jetzt). Schon nach dem ersten Filtern (resp. dem dritten, die ersten zwei Ladungen soll man wegkippen) schmeckte das Wasser so. Woher sollten dort Deine Keime gekommen sein? Der Filter war ja neu und dass von vornherein verkeimte Filter verkauft werden, wage ich stark zu bezweifeln.

          Gruss

          Wiesel

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