Ohrenzwicker
Von: , Frage gestellt am Do, 19. Aug 2004
Hi,
wer weiß, wie das Tierchen zu seinem Namen kam?
Ich wurde heute gefragt und wusste es nicht, aber interessieren tut es mich nun brennend :).
mG
nyke
Hi,
wer weiß, wie das Tierchen zu seinem Namen kam?
Ich wurde heute gefragt und wusste es nicht, aber interessieren tut es mich nun brennend :).
mG
nyke
Hallo nyke,
wer weiß, wie das Tierchen zu seinem Namen kam?
Ich wurde heute gefragt und wusste es nicht, aber
interessieren tut es mich nun brennend :).
Eigentlich hiess der mal Öhrwurm, weil es wie ein Nadelöhr aussieht.
Irgendwann sind im dann mal die beiden Pünktchen abhanden gekommen.
MfG Peter(TOO)
Hallo !
Ein (richtige) Ohrwurm: eine eingängige, beliebte Melodie, die man zwar immer wieder gern hört, die einem aber mitunter den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf geht, was die Konzentration bei der Arbeit stören und wie ein lästiges Insekt geradezu quälen kann.
Ursprünglich gab es einen Zusammenhang mit antiken und volkstümlichen Krankheitsvorstellungen. Die frühesten deutschen Belege für den 'Ohrwurm' (Forficula auricularis) stammen aus dem 14. Jahrhundert, altenglische Quellen gehen bis ins 8. Jahrhundert zurück; vgl. neuenglisch 'earwig' und französisch 'perce-oreille'.
In der Spätantike wurde der 'Ohrwurm' getrocknet und zerstoßen als Heilmittel gegen Ohrenerkrankungen verwendet. Die Bezeichnung wurde später nicht mehr verstanden und deshalb mit den angeblich krankheitsverursachenden Ohrwürmern der antiken Medizin identifiziert. Daraus entstand der Volksglaube, der 'Ohrwurm', auch 'Ohrenkriecher', 'Ohrmützel' und 'Ohrling' genannt, solle im Ohre verschiedene Krankheiten, besonders bohrende und stechende Schmerzen verursachen und manchmal sogar bis in das Gehirn kriechen.
Das Ohrenweh wurde besonders Kindern gegenüber mit dem vermeintlichen Hineinkriechen des Ohrwurms erklärt, vor dem man die Ohren schützen müsse, vor allem, wenn man im Grase schlafe. Der Ohrwurm suche nämlich das Ohr als dunkles Versteck und zerkneife dann das Trommelfell.
Der 'Ohrwurm' dient sogar als Bild für menschliches Verhalten. Im Niederdeutschen heißt es: 'He krümt sik as ên Orworm': er weiß sich mit viel Freundlichkeit oder Unterwürfigkeit einzuschleichen.
O. VON HOVORKA und A. KRONFELD: Vergleichende Volksmedizin, Band II (Stuttgart 1909), S. 811 und 817; F. KLUGE: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache (Berlin, New York 22. Auflage 1989), S. 515; R. RIEGELER: Artikel 'Ohrwurm', in: Handbuch des Aberglaubens VI, Spalte 1219-1223; E. WERZ: Der Ohrwurm (Diss. Marburg).
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Ohrwurm, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 4448 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 4, S. 1118 ff.) (c) Verlag Herder]
mfgConrad
der 'Ohrwurm'...solle ... manchmal sogar bis in das Gehirn kriechen. ...Der Ohrwurm suche nämlich das Ohr als dunkles Versteck und zerkneife dann das Trommelfell.
Hi,
eine kleine Frage (klingt vielleicht ein wenig naiv, aber...): Ist an diesem Volksglauben etwas dran?
Liebe Grüße
Rebecca
der 'Ohrwurm', auch 'Ohrenkriecher', 'Ohrmützel'
und 'Ohrling' genannt,
Bei uns heißt er auch Ohrenkneifer.
nur der Vollständigkeit halber...;-)
Gruß Maid :-)
)
Hi,
also ich hab mal gelesen, daß er so heißt, weil er im beflügelten zustand in der seitenansich wie eine ohrmuschel aussieht.
LG Alex:-)
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