Genetikfrage

  1. Ein Tomatenzüchter kreuzte 2 reinerbige Tomatensorten, die sich in der Blattform und Behaarung unterschieden. Eine Sorte(A) hatte dunkelgrüne, bahaarte Blätter, die andere unbehaarte, hellgrün gefärbte Blätter(B). Er erntete die Tomaten und säte die Samen im nächsten Jahr aus. Es entwickelten sich nur dunkelgrüne Pflanzen mit behaarten Blättern. Sobald Blüten sich entfalteten, bestäubte er die Pflanzen untereinander. Einen Teil der erhaltenen Samen säte er im dritten Jahr aus und erhielt 125 gelbgrüne unbehaarte Pflanzen und 361 dunkelgrün gefärbte Tomatenpflanzen mit behaarten Blätter.
    So, ich soll jetzt das Kreuzungsschema für die P-, F1- und F2-Generation anfertigen und auch den Genotyp und die Keimzellen für jede Generation aufschreiben und habe keine Ahnung, wie mein Schema aussehen soll.
  2. Der Tomatenzüchter wollte überprüfen, ob die Samen an einer dunkelgrünen, behaarten Pflanze im dritten JAhrgang (F2) reinerbig sind. NAch der Kreuzung erhielt er aus den Samen 200 Tomatenpflanzen, von denen 86 unbehaart und hellgrün, 88 behaart und dunkelgrün sowie 13 unbehaart und dunkelgrün un 13 behaart und gelbgrün waren.
    Hier soll ich schreiben, mit welchem Genotyp die testkreuzung möglich ist und dann das Kreuzungsschema darstellen.

in F2 ist das verhältnis ja 3:1,das wäre die zweite mendelsche regel…

allerdings find ich das merkwürdig,dass es GELBGRÜNE pflanzen sind…
soll das die mischung aus hellgrün und dunkelgrün sein??aber dann würde ja die zweite mendelsche regel nicht mehr zutreffen,oder??

und bei der rückkreuzung klingt das hier ganz logisch:
Das Verhältnis 1:1 bei der Rückkreuzung sowohl für die ursprünglichen beiden Kombinationen als auch für die beiden Neukombinationen erklärt sich durch ein Crossover (= Kopplungsbruch).

naja,bin dankbar für jeden kommentar…:smile:

gruß

Hallo Jule!

Mal ganz ausführlich (musses erstmal selber wieder auf die Reihe kriegen *gg*)

  1. Ein Tomatenzüchter kreuzte 2 reinerbige Tomatensorten, die
    sich in der Blattform und Behaarung unterschieden. Eine
    Sorte(A) hatte dunkelgrüne, bahaarte Blätter, die andere
    unbehaarte, hellgrün gefärbte Blätter(B). Er erntete die
    Tomaten und säte die Samen im nächsten Jahr aus. Es
    entwickelten sich nur dunkelgrüne Pflanzen mit behaarten
    Blättern.

Das kann nur heißen, dass das Allel „dunkelgrün“ dominant ist, ebenso „behaart“. Also ists ein dominant-rezessiver Erbgang. Da du jetzt weißt, welches die domminanten Merkmale sind, kannst du deine Genotypen benennen (dominante Gene sind ja immer Großbuchstaben), z.B.:
G=dunkelgrün
g=hellgrün
H=behaart
h=unbehaart
Deine Pflanzen aus der p-Generation sind reinerbig, Sorte A ist dunkelgrün und behaart, Genotyp muss also sein GGHH. Sorte B entsprechend gghh.
Jetz die F2-Generation, musst du zuerst rauskriegen welche Keimzellen beide Sorten produzieren können ( in den Keimzellen ist immer der halbe Chromosomensatz, also EIN Farballel und EIN Haarallel):
Sorte A: Hat nur G und H, also ist GH der einzig mögliche Genotyp der Keimzelle.
Sorte B: Hat nur g- und h-Allele, also entsprechend einzig mögliche Keimzelle gh.
Jetzt kombinieren sich die Keimzellen von je zwei verschiedenen Pflanzen, also gh+GH -> GgHh
Das ist der einzige Genotyp der rauskommen kann, also haben alle F1-Pflanzen diesen Genotyp.

Sobald Blüten sich entfalteten, bestäubte er die
Pflanzen untereinander. Einen Teil der erhaltenen Samen säte
er im dritten Jahr aus und erhielt 125 gelbgrüne unbehaarte
Pflanzen und 361 dunkelgrün gefärbte Tomatenpflanzen mit
behaarten Blättern.

Dass keine neuen Kombinationen vorkommen, heißt, dass beide Gene auf demselben Chromosom liegen und deshalb gemeinsam vererbt werden. Die Pflanzen können also wieder nur gh- und GH-Keimzellen produzieren, im Unterschied zu oben können sich jetzt aber auch zwei Keimzellen mit demselben Genotyp kombinieren,
Mutterpflanze : Keimzellen gh und GH
"Vater"pflanze: Keimzellen gh und GH
Mögliche Kombinationen:
gh*GH->GgHh
Gh*gh->GgHh (weil die gh-Zelle ja entweder von der Mutter- oder von der Vaterpflanze kommen kann)
gh*gh->gghh
GH*GH->GGHH
Alle 4 Kombinationen sind gleichwahrscheinlich, daher die mendelsche 3:1-Regel.

So, ich soll jetzt das Kreuzungsschema für die P-, F1- und
F2-Generation anfertigen und auch den Genotyp und die
Keimzellen für jede Generation aufschreiben und habe keine
Ahnung, wie mein Schema aussehen soll.

Schreibst du das Ganze einfach schön übersichtlich nochmal hin:

P-Generation:
Phänotyp: Dunkelgrün-Haarig Hellgrün-unbehaart
Genotyp: GGHH \* gghh
Keimzellen: GH \* gh
 | /
 | /
 | /
F1-Generation: GgHh

F1-Generation:
Phänotyp: Dunkelgrün-Haarig Dunkelgrün-Haarig
Genotyp: GgHh \* GgHh
Keimzellen: GH gh GH gh
F2-Generation: GGHH GgHh GgHh | gghh 
Phänotyp (F2): Dunkelgrün-Haarig | Hellgrün-unbehaart
  1. Der Tomatenzüchter wollte überprüfen, ob die Samen an einer
    dunkelgrünen, behaarten Pflanze im dritten Jahrgang (F2)
    reinerbig sind. NAch der Kreuzung erhielt er aus den Samen 200
    Tomatenpflanzen, von denen 86 unbehaart und hellgrün, 88
    behaart und dunkelgrün sowie 13 unbehaart und dunkelgrün un 13
    behaart und gelbgrün waren.
    Hier soll ich schreiben, mit welchem Genotyp die testkreuzung
    möglich ist und dann das Kreuzungsschema darstellen.

in F2 ist das verhältnis ja 3:1,das wäre die zweite mendelsche
regel…

allerdings find ich das merkwürdig,dass es GELBGRÜNE pflanzen
sind…
soll das die mischung aus hellgrün und dunkelgrün sein??aber
dann würde ja die zweite mendelsche regel nicht mehr
zutreffen,oder??

Nee, kann nicht die Mischung sein, da das ein dominant-rezessiver Erbgang ist, da kommen keine Mischformen vor (im Idealfall). Soll wahrscheinlich hellgrün statt gelbgrün heißen.

und bei der rückkreuzung klingt das hier ganz logisch:
Das Verhältnis 1:1 bei der Rückkreuzung sowohl für die
ursprünglichen beiden Kombinationen als auch für die beiden
Neukombinationen erklärt sich durch ein Crossover (=
Kopplungsbruch).

Ich hätt auch aufn Crossover getippt, obwohl es mir reichlich merkwürdig vorkommt dass soo viele Crossovers ausgerechnet erst bei dieser Kreuzung passieren…

Ich hoffe ich hab dir geholfen,
Grüße
Jojo

gelbgrün

allerdings find ich das merkwürdig,dass es GELBGRÜNE pflanzen
sind…
soll das die mischung aus hellgrün und dunkelgrün sein??aber
dann würde ja die zweite mendelsche regel nicht mehr
zutreffen,oder??

Ich glaube die meinen damit hellgrün (ist ja auch letztendlich ein helles grün).

gruß
Julia

P.S.: Für die Kreuzungsschemata würde ich einfach mal in ein Biobuch reinschauen, da sind ja genügend (sehr ähnliche) Beispiele drinnen, dann weißt Du auch wie Deines aussehen kann. Ich schau auch gerne rüber, wenn Du etwas zusammengestellt hast. Nur Deine Hausaufgaben mach ich nicht!

vielen dank,hast mir sehr geholfen…nur das gelbgrün verwirrt mich halt…
wieso sollten die das schreiben?und gleich zweimal,bei einmal hätte ich ja auch noch an einen druckfehler geglaubt…

aber ich behandel das jetzt einfach so,als wäre es hellgrün,sonst wär das ja alles unlogisch…dankeschön

gruß jule