Mangroven im Seewasser
Von: , Frage gestellt am Mi, 25. Aug 2004
Hallo Experten,
gestern Abend lief in der ARD unter der Überschrift „Die letzten Paradiese“ ein Filmbericht über ein Atoll im Indischen Ozean namens Aldabra.
Dort wachsen vielerorts am Strand, also im Seewasser, Mangroven. Im Salzwasser. Offenbar kann die Mangrove im Gegensatz zu den weitaus meisten aller Pflanzen Salzwasser für ihr Wachstum aufnehmen. An ihren Blattspalten wird sie aber nur Wasser verdunsten, eine Salzkruste war nicht auf den Blättern.
Geht ja auch nicht, denn dann wäre der osmotische Druck an den Blättern höher und er würde das Wasser nach unten drücken.
Wo lässt die Mangrove das Salz? Gibt sie es wieder über ihre Wurzeln an ihren Standort ab und erhöht so die Salzkonzentration, mit der sie selbst dann wieder leben muss? Viele Mangroven stehen in Sümpfen, d. h. der Wasser-Austausch ist nur minimal bis gar nicht vorhanden. In ihr Holz wird sie es nicht einbauen, denn dann wäre sie sicher längst versteinert.
Oder gelangt das Salz gar nicht erst in die Mangrove? Dann würde sich vor der Wurzelrinde eine beträchtliche Konzentration aufbauen bei dem geringen Wasser-Austausch mit der Umgebung.
Wer weiß was die Mangrove da macht?
Fragende Grüße
Pat
