Verdrängungsreaktion

Von: , Frage gestellt am Mo, 29. Mai 2000

Wie ist das

Salz der schwachen Säure + die starke Säure =die Schwache Säure + Salz der starken Säure

stimmt das oder habe ich es verdreht

Christoph

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Verdrängungsreaktion

    Salz der schwachen Säure + die starke
    Säure =die Schwache Säure + Salz der
    starken Säure
    Das ist Alchemie, wird aber leider immer noch an Schulen verbreitet. In der Chemie heißt

    Salz der leichter flüchtigen Säure + schwerer flüchtige Säure -> leichter flüchtige Säure + Salz der schwer flüchtigen Säure

    Als Beispiel: Mit Phosphorsäure kann man Salzsäure aus ihren Salzen verdrängen, obwohl die Salzsäure viel stärker ist, als Phosphorsäure (die kann man sogar trinken). Das ist möglich, weil HCl viel flüchtiger ist als P2O5.

    • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
      Re^2: Verdrängungsreaktion

      Stärkere Säuren verdrängen sehrwohl schwächere Säuren aus ihren Salzen, und das kann man sehr leicht über die Säurekonstanten berechnen, erst dann spielt die Flüchtigkeit eine Rolle, wenn es darum geht, die schwächere Säure auszutreiben.

      mfg!

      BStefan [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
        Re^3: Verdrängungsreaktion

        Stärkere Säuren verdrängen sehrwohl
        schwächere Säuren aus ihren Salzen, und
        das kann man sehr leicht über die
        Säurekonstanten berechnen, erst dann
        spielt die Flüchtigkeit eine Rolle, wenn
        es darum geht, die schwächere Säure
        auszutreiben.
        Die Säurekonstante macht nur in wäßrigen Lösungen einen Sinn. In diesem Medium spielt sie für unser Problem aber eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist hier das Lösichkeitsprodukt der beteiligten Salze. Es wird also diejenige Säure aus ihrem Salz vertrieben, welche mit der vorhandenen Base das Salz mit der größten Löslichkeit bildet.
        Wenn ich beispielsweise Schwefelwasserstoff in eine Kupfersulfatlösung einleite, dann fällt das schwer lösliche Kupfersulfid aus, obwohl H2S eindeutig die schwärere (und leichter flüchtige) Säure ist.

        Die Säurestärke ist erst dann entscheidend, wenn überhaupt keine Salze, sondern nur solvatisierte Ionen im Spiel sind. In diesem Fall wird durch die Zugabe einer starken Säure das Dissoziationsgleichgewicht einer schächeren Säure nach links (also auf die Seite der Säure) verschoben. Mit der ursprünglichen Frage, in der ausdrücklich von salzen die rede war, hat das aber nur am Rande zu tun.

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Verdrängungsreaktion

          Ja, da hast du allerdings recht, ich hab irgendwie ganz automatisch angenommen, daß sich die Frage auf wässrige Lösungen bezieht, obwohl davon überhaupt keine Rede war; In konzentrierten Lösungen bekommen natürlich einige Phänomene eine stärkere Gewichtung, als in verdünnten Lösungen!

          Entschuldige meinen Irrtum!

          mfg!

          BStefan [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Verdrängungsreaktion

          brillianter konter, muß ich sagen, schon
          allein, weil ich mit dir ein stück weiter
          oben spülmittelseitig hart ins gericht
          gegangen bin. zwar nicht in der praxis, aber
          bei der beantwortung solch einfacher fragen
          vergißt man - studienhalber antrainiert -
          leider leicht darauf, daß meist mehrere
          effekte arbeiten.

          markus

          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Re^5: Verdrängungsreaktion




            ups, das war ja unter physik, pardon


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