Antwort von
nach 3 Tagen
hilfreich
Re^2: Triebe
Danke erstmal für die Zustimmung, geht runter wie Butter...
...aber das Prinzip ist grundlegender als die Arterhaltung.
Eine "Art" (wenn es sowas überhaupt im streng biologischen Sinne gibt... - recht oft sind die Grenzend fließend) ist nichts weiter als ein im fließgleichgewicht der genetischen Prozesse zeitlich einigermaßen stabiles System von kooperierenden Erbinformationen. Auf dieser Ebene (bezogen auf evolutive Vorgänge) macht auch die "Art" keinen Sinn, sondern nur die Population.
In einer Umwelt, die Energie zu verbraten hat, wird sich - abhängig von allen winzigen Zufällen - ein Gesamtsystem entwickeln, was möglichst hoch dissipativ ist, die Energie also schnell "unbrauchbar" macht. Langfristig geht das am besten mit Systemen, die sich vermehren können und dabei Teile der Energie, die sie verbraten, zunächst dazu verwenden, geordnete Strukturen aufzubauen, die ebenfalls helfen, weiter Energie zu verbraten. Darum gehts. Das dabei all das Leben entstanden ist, ist eines der unglaublichsten und beeindruckendsten Phänomene, die ich mir vorstellen kann.
Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigends auch, daß der Mensch (ja,ja: als Art...) ja gerade deshalb (zunächst) evolutiv so erfolgreich war, weil er es schafft, unabhängig von seinem Stoffwechsel vergleichsweise gigantische Mengen Energie zu verbraten.
Jochen