'Geruchskiller' Sprays

Liebes Forum,

immer wieder sieht man in der Werbung Produkte, die angeblich beliebige Gerüche „vernichten“ sollen. Damit sind nicht selbst stark riechende „Lufterfrischer“ für’s Bad oder so gemeint, sondern diese Sprays, die man bei den Reinigungsmitteln findet.
Welche chemische Erklärung gibt es für die Funktionsweise diese Produkte? Und funktionieren sie überhaupt in der Praxis?

Neugierige Grüße,

Andreas

Eine sehr interessante Frage! Leider k.A. owT.
Die Antworten interessieren mich auch.
Leider keine Ahnung von der Materie.

Livia

Hi,

hier steht was dazu drin:
http://www.uni-wuerzburg.de/ddch/febreze.pdf

Im Grossen und Ganzen werden die Geruchsmoleküle eingekapselt.

Grüße
Daniel

Merci beaucoup! owt.

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Hi,
wie die handelsüblichen Geruchskiller funktionieren, weiss ich nicht. Aber allemal möglich ist die Oxidationskatalyse, denke ich. Also lustige Nano-Partikel aus TiO2 angerührt (Nanos wegen der viel größeren Oberfläche) und dann das Zeug dauerhaft auf die Fasern aufgebracht oder die Luft durch einen entsprechend beschichteten Filter gesaugt.

So einfach geht das :wink:

Gruß

Martin

Hydroxypropyl-beta-Cyclodextrin
hallo andreas,

kann dir genau sagen, dass das hydroxypropyl-beta-cyclodextrin 1.8 ist. die 1.8 heisst, dass von den drei möglichen stellen pro glucoseeinheit im durchschnitt 1,8 mit einem hydroxypropyl-rest modifiziert sind. das ringförmige beta-cyclodextrin besteht aus 7 glucose-einheiten.

http://www.wacker.com/internet/noc/Products/PT_Bio/P…

in ergänzung zu dem febreze-pdf-file kann ich noch sagen, dass der glucose-nachweis nicht so einfach damit ist. wenn das molekül ganz ist, klappt der nicht (wie in dem artikel beschrieben). wenn es zerstört wird, sind zwar einzelne glucose-einheiten da, aaaaber: die sind ja modifiziert. und darum klappt der test nicht so richtig. dass die doch ein bisserl was gefunden haben, liegt daran, dass halt auch einige glucose-einheiten nicht modifiziert sind (statistk halt).

und jetzt kommt der oberhammer: in febreze ist nur ca. 0,5 % von dem zeug drin. ich weiss nicht was wacker (produzent von cyclodextinen) für das zeug verlangt, aber die gewinnspanne vom febreze-hersteller dürften traumhaft sein…

ach ja: auch wenn da nur so wenig drin ist: nicht auf stinkende haustiere sprühen. das zeug geht angeblich durch die haut durch.

ein netter versuch ist übrigens der mit dem gefüllten aschenbecher. einfach mal öfters auf die kippen draufsprühen, trocknen lassen - und schon stinkt der viel weniger.

ein anderes cyclodextrin-derivat kann übrigens auf stoff gebunden werden. damit können dann socken (in japan, wo man beim essen die schuhe auszieht sehr beliebt) oder anzüge behandelt werden. da war mal ein beitrag bei günther jauch, wo einer mit so nem anzug einen stall ausgemist hat… die ehefrau meinte dann, dass ihr mann viel weniger müffelt als sonst.

ach ja, die funktionsweise: der hohlraum von beta-cyclodextrin ist ideal für aromaten (benzol, toluol…) geeignet. es gibt sogar eine bodensanierungs-methode die mit beta-cyclodextrin arbeitet. und auch eine methode zur entfernung von cholesterin aus z.b. butter gibt es.

glaub jetzt hab ich genug von einem meiner lieblings-moleküle erzählt. wenn du mehr wissen willst, dann frag…

grüße, wolfgang

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