beim nach Hause radeln neulich nachts sah ich ein Viech über die Straße fitschen und unter ein Auto eilen. Erst dachte ich, es sei ein Marder, wie ich schon viele in Hamburg gesehen habe (gestern abend übrigens erst wieder), aber irgendwie hatte ich den Eindruck, das Tier sei kräftiger und grauer gewesen als der typische Marder.
Jetzt die Frage: Könnte das ein Iltis gewesen sein? Gibt es überhaupt Iltisse als Kulturfolger in der Stadt?
Es gibt häufiger Filme im TV über sich ausbreitende Wölfe in Osteuropa. Dabei wurden dann tagelang Wölfe beobachtet, die in den Städten herumstreunen.
In Vancouver/Canada habe ich selbst schon Bären in der Stadt gesehen.
mfgConrad
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bei der Stadt, von der ihr da sprecht, handelt es sich um Kronstadt in Siebenbürgen/Rumänien.
Das mit den Wölfen in der Stadt hat Christoph Promberger bei einem Forschungsprojekt festgestellt, bei dem eine Wölfin mit einem Funkhalsband ausgerüstet wurde und somit ihre Wanderungen verfolgt werden konnten. Dabei wurde festgestellt, daß sie sich jede Nacht u.a. von der Müllkippe der Stadt Kronstadt bediente. Dabei trottete sie seelenruhig durch die Straßen Kronstadts. Passanten hielten sie für einen streunenden Hund.
also deine adresse: magicvillage oder so lässt ja vermuten, dass dort noch agnz andere tier rumkrauchen - aber im ernst marder gibt es in verschiedenen ausführungen: stein-, oder baummarder haben inetwa die größe eines fuchses sind aber 2-3x so kräftig. stell dir einen dicken kater mit superflauschschwanz vor das ganze in grau, grau-schwarz und mit schönen weißen flecken. ich glaube aber, weil diese gesellen sehr scheu sind, dass du wohl eher einen waschbären gesehen hast, denn die sind mittlerwile wirklich heimisch hier und bedienen sich auch ganz ungeniert an unseren abfallbuffets.
ich wünsche dir noch recht viel überrascungen beim radfahren
herzlich, uli
…
stein-, oder
baummarder haben inetwa die größe eines fuchses sind aber 2-3x
so kräftig. stell dir einen dicken kater mit
superflauschschwanz vor das ganze in grau, grau-schwarz und
mit schönen weißen flecken.
…
die nächtliche Lebensweise lässt anscheinend so manches Raubtier größer und gefährlicher erscheinen, als es in Wirklichkeit ist .
Kronstadt
Eine schöne Stadt übrigens, und rundherum dicht bewaldete Hügel. Dass die Wölfe da bis an die und auch in die Stadt kommen, kann man sich sehr gut vorstellen, auch wenn ich an einem strahlend schönen Herbstnachmittag im Stadtzentrum leider keinem begegnet bin
An den Artikel kommt ihr auch, wenn ihr bei ‚Profisuche‘ der Siebenbürger-Webpage als Suchbegriff ‚carnivore‘ eingebt. Dann auf den ersten Treffer klicken.
also deine adresse: magicvillage oder so lässt ja vermuten,
dass dort noch agnz andere tier rumkrauchen
vor allem _ Dinge _, _ Dinge _ sag ich Dir… )
marder gibt es in verschiedenen ausführungen: stein-, oder
baummarder haben inetwa die größe eines fuchses sind aber 2-3x
so kräftig. stell dir einen dicken kater mit
superflauschschwanz vor das ganze in grau, grau-schwarz und
mit schönen weißen flecken.
vielen Dank für Deine Beschreibung, aber Marder habe ich schon diverse hier in Hamburg gesehen, einmal sogar zwei auf einmal. (Bei der Umweltbehörde, die eine Studie zu Mardern gemacht haben und bei denen man sich melden sollte, wenn man welche gesichtet hatte, meinten, dass seien vermutlich zwei Brüder gewesen) Also die Größe eines Fuchses haben die eigentlich eher weniger und so richtig buschig ist der Schwanz auch nicht ) Die Beschreibung klingt eher nach Fat Freddy’s Cat von den Freak Brothers
dass du wohl eher einen waschbären
gesehen hast,
Nee, ein Waschbär war es definitiv nicht. Erstens kenne ich die aus den USA und die sind wirklich groß! Zweitens haben die einen völlig anderen Gang bzw. Laufstil. Marder springen irgendwie so wellenförmig länglich, Waschbären rollen mehr beim laufen. (Schwer zu beschreiben)
Trotzdem vielen Dank für Deine Hilfe und ganz Liebe Grüße aus dem Magicvillage (das übrigens mal ein Mac-Server war)
Burkhard
beim nach Hause radeln neulich nachts sah ich ein Viech über
die Straße fitschen und unter ein Auto eilen. Erst dachte ich,
es sei ein Marder, wie ich schon viele in Hamburg gesehen habe
(gestern abend übrigens erst wieder), aber irgendwie hatte ich
den Eindruck, das Tier sei kräftiger und grauer gewesen als
der typische Marder.
Jetzt die Frage: Könnte das ein Iltis gewesen sein? Gibt es
überhaupt Iltisse als Kulturfolger in der Stadt?
Ich habe schon mindestens zweimal überfahrene Iltisse in dicht besiedelten, mehr oder weniger städtischen Gebieten gesehen. Aber die Beschreibung passt gar nicht zu dieser Tierart. Iltisse sind deutlich kleiner und auch schlanker als Steinmarder und ihr Fell besteht aus schwarzem Oberhaar mit gelblichbrauner Unterwolle.
Der Waldiltis ist, wie auch Hermelin und Mauswiesel, kein genereller Kulturflüchter. Das ist auch daran zu erkennen, dass er sich in früherer Zeit als Hühner- und Eierdieb unbeliebt gemacht hat.
Ich habe schon mindestens zweimal überfahrene Iltisse in dicht
besiedelten, mehr oder weniger städtischen Gebieten gesehen.
Kennst Du eigentlich das Buch „Flattened Fauna“? Das ist ein Bestimmungsbuch für überfahrene Tiere. Sehr witzig. Es ist von einem Biologen geschrieben, der die Viecher ganz regulär beschreibt. Dazu die Silhouetten von plattgefahrenen Tieren. Gibts aber, soweit ich weiss, nur auf englisch.
Aber die Beschreibung passt gar nicht zu dieser Tierart.
Iltisse sind deutlich kleiner und auch schlanker als
Steinmarder und ihr Fell besteht aus schwarzem Oberhaar mit
gelblichbrauner Unterwolle.
Nee, dann war es auch kein Iltis. Also das Tier, das ich gesehen habe, war in etwa so groß oder eben etwas größer als die Marder, die ich schon gesichtet habe. Aber vielleicht habe ich mich auch in der Größe etwas getäuscht, dadurch dass ich diesmal etwas näher dran war und das Tier unterm Auto sich bewegte. Ich hatte den Eindruck, es war grauer als ein Marder, die ja eher braun auf der Oberseite sind.
Der Waldiltis ist, wie auch Hermelin und Mauswiesel, kein
genereller Kulturflüchter. Das ist auch daran zu erkennen,
dass er sich in früherer Zeit als Hühner- und Eierdieb
unbeliebt gemacht hat.
stimmt eigentlich! Aber in der Stadt habe ich noch nie von Iltissen gehört. Und Frettchen sind ja auch Iltisse.
da fällt mir eine Geschichte ein, die mir mein Vater, wohnhaft auf dem Land, mal erzählt hat:
Es war die Zeit des Halleyschen Kometen und eines Abends ging mein Vater auf einen Hügel in der Nachbarschaft, um von dort aus den Kometen zu beobachten. Oben auf dem Hügel war eine einsame, mittelkleine Kastanie und darunter eine Bank. Dort setzte sich mein Vater hin und wartete auf die Dunkelheit. Plötzlich hörte er Geräusche aus dem Baum über sich, die er zuerst noch ignorierte. Dann wurden die Geräusche immer lauter und auf einmal hörte er Tierlaute. Im Licht seiner Taschenlampe erblickte mein Vater dann einen Marder im Baum. Dieser hatte dort oben den Tag verbracht und fand den Weg zu seinem nächtlichen Streifzug durch meinen Vater blockiert. Also saß er oben in seinem Baum und beschwerte sich lautstark über die Blockade, bis mein Vater Erbarmen mit ihm hatte und nach Hause ging.
ich kenne sowas als ‚Roadkill Cookbook‘, erworben in den USA.
das klingt ja auch sehr lecker interessant )
Liebe Grüße
Burkhard
P.S.: Der Autor von „Flattened Fauna“ hat noch ein anderes Buch verfasst „Furtive Fauna - Creatures which live on and of you“. Darin geht es um Parasiten.
Nee, dann war es auch kein Iltis. Also das Tier, das ich
gesehen habe, war in etwa so groß oder eben etwas größer als
die Marder, die ich schon gesichtet habe. Aber vielleicht habe
ich mich auch in der Größe etwas getäuscht, dadurch dass ich
diesmal etwas näher dran war und das Tier unterm Auto sich
bewegte. Ich hatte den Eindruck, es war grauer als ein Marder,
die ja eher braun auf der Oberseite sind.
Eine graue Unterwolle ist absolut typisch für den Steinmarder und auch einer der Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem Baummarder, der ein gleichmäßig schokoladenbraunes Fell hat. Vermutlich hast du bloss erstmals einen erwachsenen Steinmarder aus dieser Nähe und diesem Blickwinkel gesehen. Gut möglich, dass man sonst vorwiegend unerfahrenen, unvorsichtigen Jungtieren begegnet.