Warum werden Blätter bunt?

Hallo ihr Wissenden,
ich brauche im Rahmen einer Hausarbeit eine kindgerechte Erklärung auf die oben genannte Frage.

Dank in Vorraus

Sonja

Hallo Sonja,

Blätter sind grün, weil sie im Frühjahr und Sommer Cholophyl enthalten, den Farbstoff, der die Photosynthese bewirkt. Dieser Farbstoff enthält Magnesium. Dieses Magnesium ist für einen Baum recht wertvoll und daher wird im Herbst, bevor die Blätter abgeworfen werden, das Chlorophyl aus den Blättern ‚abgezogen‘.
Übrig bleiben dann andere Farbstoffe, die zwar schon die ganze Zeit vorhanden waren, aber vom Chlorophyl Überdeckt wurden.

Eingängig genug?

Gandalf

Hallo Sonja,
die Blätter werden bunt, weil sich der grüne (und somst alle anderen Farben überdeckende) farbstoff Chlorophyll auflöst.
Besser als hier:
http://www.kindergarten-workshop.de/index.html?/proj…
kann ich es auch nicht erklären. Etwas wissenschaftlicher:
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/6971/

Gruß
Bernd

Hallo Sonja,

ok, daß du nach dem Grund für das herbstliche Buntwerden der Blätter fragst, aber als Angehende Sozialpädagogin ist es ja gerade DEINE Aufgabe, Sachverhalte zu erarbeiten und so darzustellen, daß dein Klientel es versteht. Genau DAS sollst du ja auch wahrscheinlich mit deiner Hausarbeit üben. Daher finde ich, daß diese Frage fast unter der Rubrik „Bitte macht mir meine Hausaufgaben!“ fällt.

Ich will Dir aber trotzdem etwas helfen (und gerne beantworte ich auch konkrete Rückfragen). Also:

Bäume machen Photosynthese. Dazu brauchen sie Licht(energie). Das Licht wird von Farbstoffen absorbiert. Die meisten Farbstoffe sind grün (Chlorophylle), einige gelb (Lutein, Xanthophylle und Carotinoide). Daneben enthalten viele Pflanzenzellen rote/violette/blaue Farbstoffe, die Anthocyane. Chlorophyll ist mit Abstand am meisten in den Blättern, daher sind sie grün. Im Herbst werden Chlorophylle abgebaut und „in Teilen“ in Stamm und Wurzel transportiert, wo sie über den Winter „gelagert“ werden, um im nächsten Frühjahr wieder hervorgeholt zu werden. Wenn die Chlorophylle abgebaut sind, bleiben die gelben (Carotinoide) und roten (Anthocyane) Pigmente übrig.

Gruß
Jochen

Hallo Sonja,

warum nicht googeln? Gleich der erste Link ist

http://www.tk-logo.de/aktuelles/thema-der-woche/tk-t…

Gruß Kubi

Hallo Sonja,
Zu dem, was meine Vorgänger richtig gesagt haben kommt noch, dass neue Farbstoffe synthetisiert werden (steht so im Strasburger - da bin ich erst mal drüber gestolpert). Die erste Frage ist natürlich WARUM? Warum sollte die Pflanze noch Energie in die Blattfarbe des Herbstes stecken?
Nun, die Pflanze benutzt die Blätter auch als „Mülleimer“ und schafft unbrauchbare Stoffe in die Blätter, um sie mit dem Blattfall zu verlieren und abzustoßen. Diese Stoffe haben nun einmal eine Farbe. Es wird also nicht wegen der Farbe synthetisiert, die Farbe ist ein Nebeneffekt.

Grüße Coco

Hallo !

Die bunten Pigmente an der Blattoberfläche (Anthocyane) wirken wie ein Sonnenfilter, der das für die Fotosynthese sorgende verletzliche Blattgewebe vor zu starkem Lichteinfall schützt.
Zwar kann intensive Sonnenstrahlung diese Blattschichten zu jeder Jahreszeit schädigen. Doch der Herbst ist eine besonders heikle Phase : Einerseits benötigen die Bäume dringend Energie, um möglichst viele wichtige Nährstoffe aus den Blättern abziehen und für den Winter speichern zu können, ehe der Wind den Laubschmuck zu Boden treibt.
Andererseits ist das Blattgewebe, in dem die Fotosynthese stattfindet, im Herbst besonders verletzlich. Die rötliche Farborgie, so glauben Wissenschaftler, fungiert deshalb wie ein Pigmentschleier, der die verbliebene Fähigkeit zur Energiegewinnung in dieser kritischen Phase bewahrt.
Mit dieser Theorie steht im Einklang, daß lichtgeschützte Blätter im Inneren oder an der Nordseite der Baumkronen weniger spektakulär leuchten.
Die meisten europäischen Wälder begnügen sich mit schlichtem Gelb oder Orange - den Wissenschaftlern zufolge, weil dort der Himmel häufig bedeckt ist.
Im Nordosten Amerikas verwandeln sich die Wälder hingegen in ein scharlachrotes Farbenmeer, weil der Himmel dort im Herbst fast immer wolkenlos ist.

Zu einem anderen Ergebnis kamen die Biologen der Uni im norwegischen Tromsö .
Sie untersuchten drei Jahre lang Moorbirken. : Je intensiver und röter ein Baum leuchtete, desto gesünder war er im Frühjahr. Blasse Birken, die ihre Blätter schon früh im Herbst verloren, waren indes überdurchschnittlich stark von einer Mottenart befallen, deren Raupen in Rindenritzen schlüpfen und sich dann am Baum satt fressen. Der Befund stützt eine Vermutung, die von Biologen schon länger gehegt wird : Mit seinem prachtvollen Herbstkleid signalisiere der Baum, dass er gesund ist und Stoffe herstellt, die Insekten schlecht bekommen.

MfgConrad