Hallo!
Suche Informationen zu dem obengenannten Thema! Damit sind dann zB. Pflanzen an besonders trockenen, nassen oder salzigen Gebieten gemeint. Wie betreiben diese ihre Fotosynthese? Und warum nimmt eine Pflanze, die im Wasser wächst nicht zuviel Wasser auf und ertrinkt? Woher nimmt eine Pflanze in der Wüste ihr Wasser für die Fotosynthese? etc.
Danke für eure Hilfe,
NIna
Hallo Nina,
viel weiß ich zu dem Thema auch nicht, aber wenigstens etwas:
jede Pflanze ist aus Gründen der Evolution an ihren Standort angepaßt. Die an trockene Standorte angepaßten Pflanzen sind z.B. Kakteen. Sie haben im Laufe der Evolution ihre Blätter in Stacheln umgewandelt, um die Verdunstung auf ein erträgliches Mindestmaß zu reduzieren. Nachts sind die Stacheln in der Lage den Tau aufzunehmen. Am Tage sind die Poren des Kaktus fest geschlossen, um möglichst nicht einen Tropfen Feuchtigkeit zu vergeuden. Regnet es dann endlich mal in der Wüste, saugt sich der Kaktus über seine Wurzeln voll mit Wasser und lagert dies für die nächste lange Trockenperiode ein.
Pflanzen an nassen Standorten verhalten sich ähnlich. Sie können die Poren in den Blättern je nach Bedarf nach Wasser und Nahrung öffen oder schließen. Im übrigen hat jedes Blatt eine Schutzschicht, die schädliche Umwelteinflüsse mehr oder weniger fernhalten kann.
Das gleiche gilt für Pflanzen an salzigen Standorten. Bestes Beispiel ist hierfür der Queller. Eine Pionierpflanze. Soll man sogar auch als Salat essen können.
Die Formel für die Fotosynthese findet man im Lexikon (Brockhaus). Aus Wasser, Kohlenstoff, Stickstoff und Sonnenlicht ist Pflanze in der Lage Blattgrün (Chlorophyll) und Zucker zu erzeugen. Zucker braucht sie für ihre eigene Ernährung und lagert diesen ein.
Hier noch ein Beispiel für die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen: Nimmt man eine Löwenzahnpflanze aus der norddeutschen Tiefebene und pflanzt sie auf einer Alpenwiese wieder ein, verändert sich ihr Chromosomensatz, weil sie auf das rauhe Klima reagiert. Statt der ursprünglich dickfleischigen, langen Blätter treiben nur noch dünne schmale Blätter aus. So bilden die kleinen Blätter weniger Angriffsfläche gegen das rauhe Alpenklima.
Freundliche Grüße
Margitta
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Hallo!
Extremstandorte sind wie schon erwähnt Höhenlagen und nicht nur morphologisch ist die Pflanze in der Lage, sich zu verändern und z. B. bei zunehmender Höhe kleiner und behaarter zu sein als die Talform (Bsp. Impatiens noli-tangere), auch kömmt z. B. Selbstbestäubung in Form von Kleistogamie (Bestäubung in noch geschlossener Knospe) häufiger vor, als Anpassung an die fehlenden Bestäuber in den Höhenlagen.
Meines Wissens bestäubt sich auch Viola im Sommer selbst, da weniger bestäuber am vom Laub beschatteten Waldboden fliegen. Im Frühjahr wird sie von Insekten fremdbestäubt. Ähnlich verhält es sich bei Lamium amplexicaule.
Hochmoore sind Extremstandorte (Sphagnum), weil sie vom Grundwasser abgeschieden sind.
Auwaldpflanzen müssen mit Überflutungen zurechtkommen.
Nicht unbedingt extrem aber doch interessant sind die Bildungen von Sonnen- und Schattenblättern bei der Buche.
Hoffe, Dir geholfen zu haben.
Grüße Coco
Hi,
Stoffwechselmäßig sind zwei Anpassungen bezüglich der Photosynthese recht interessant: C4 und CAM Pflanzen.
Bei beiden erfolgt keine direkte CO2 Fixierung über die RuBisco (Ribulose 1,5 Bisphosphat Carboxylase Oxigenase) wie bei „normalen“ C3 Pflanzen, sondern eine Vorfixierung. Bei C4 Pflanzen ist die Vorfixierung von der Endfixierung räumlich getrennt (verschiedene Zelltypen mit unterschiedlicher Chloroplastenausstattung). Neben Vorteilen im Wasserhaushalt bietet dieser Stoffwechselweg auch den Vorteil einer reduzierten Lichtatmung (es wird immer auch ein Teil O2 an die RuBisco gebunden und muss mühsam wieder losgeworden werden). Mais ist ein klassisches Beispiel für C4.
Bei CAM Pflanzen findet eine zeitliche Trennung von Vor- und Endfixierung des CO2 statt. Nachts werden die Spaltöffnungen geöffnet und CO2 in Form von z.B. Malat gespeichert, tagsüber bleiben die Spaltöffnungen weitestgehend geschlossen und das gespeicherte Malat wird abgebaut (CO2 wird frei gesetzt).
Während CAM aber ein optionaler Stoffwechselweg ist (Pflanze kann bei guter Wasserversorgung normalen C3 Stoffwechsel machen), ist C4 ein festes Programm.
An salzigen Standorten findet man sog. Halophyten, wobei man noch unterscheiden kann zwischen obligaten (wachsen auf salzigem Substrat besser) und salztoleranten Pflanzen (können auf Salz, wachsen aber auf salzärmeren Böden besser). Anpassungen sind zum Beispiel bei Mangroven eine aktive Aufnahme von NaCl um dennoch einen osmotischen Gradienten aufzubauen, dem das Wasser passiv in die Wurzelstöcke folgt. Auch auf zellulärer Ebene sind diese Pflanzen angepasst, mit einer Proteinausstattung die ebenfalls eine rel. hohe Salzkonzentration im Plasma toleriert.
Google mal nach Halophyten, CAM, C4, Heliophyten usw. Das sollte einiges zu Tage fördern. Ausserdem Hygrophyten und Amphiphyten für Pflanzen mit nassen Füßen 
JD