Molekulare Genetik

Hallo,

ich habe zwei Fragen zum Thema Molekulare Genetik, ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen:

  1. Welche Makromoleküle kommen in Lebewesen regelmäßig vor?
  2. Welche Eigenschaften muss ein Erbmolekül besitzen?

Vielen Dank, schonmal im voraus!

MFG
Arne

Hallo Arne,

  1. Welche Makromoleküle kommen in Lebewesen regelmäßig vor?

DNA, RNA, Proteine, Staerke, Cellulose, Glucagen, …

  1. Welche Eigenschaften muss ein Erbmolekül besitzen?

Es muss stabil sein, es muss aber trotzdem in der Lage sein, sich zu replizieren.

Gandalf

Huhu!

  1. Welche Makromoleküle kommen in Lebewesen regelmäßig vor?

DNA, RNA, Proteine, Staerke, Cellulose, Glucagen, …

Joah … jede Menge halt …

  1. Welche Eigenschaften muss ein Erbmolekül besitzen?

Es muss stabil sein, es muss aber trotzdem in der Lage sein,
sich zu replizieren.

Diese beiden Eigenschaften treffen auch auf Stärke zu, was noch wichtig ist, ist die Fähigkeit, Informationen zu codieren.

Grüßlis!
Scrabz.

Hallo Arne,

  1. Welche Makromoleküle kommen in Lebewesen regelmäßig vor?

DNA, RNA, Proteine, Staerke, Cellulose, Glucagen, …

Allgemeiner als Stoffklassen: Nukleinsäuren, Proteine und Kohlehydrate

  1. Welche Eigenschaften muss ein Erbmolekül besitzen?

Es muss stabil sein, es muss aber trotzdem in der Lage sein,
sich zu replizieren.

Zusätzlich (aber nicht unwesentlich): Es muß Information enthalten.

Gruß,
Jochen

Mehr Eigenschaften des Erbmoleküls

Diese beiden Eigenschaften treffen auch auf Stärke zu, was
noch wichtig ist, ist die Fähigkeit, Informationen zu
codieren.

… und stabil sollte so ein Molekül auch sein. Und nicht unbedingt fehleranfällig (kleiner Fehler, verheerende Wirkung) …

… und stabil sollte so ein Molekül auch sein. Und nicht
unbedingt fehleranfällig (kleiner Fehler, verheerende Wirkung)

aber nicht zu stabil…
die evolution (beruht ja auf „fehlern“) war ja bisher nicht ausschliesslich verherrend.

mfg simon

Hi,

… und stabil sollte so ein Molekül auch sein. Und nicht
unbedingt fehleranfällig (kleiner Fehler, verheerende Wirkung)

Das stimmt ja nicht so ganz. Es muss aber eine fehler-korrekturinstanz haben, wie die handelsübliche DNA. Hier hat die polymerase ja auch eine exzisions-funktion, die kleine fehler ausbügelt. Erst wenn die mal kaputt ist, ist das nicht so dolle; z.B.: Xeroderma pigmentosum

aber nicht zu stabil…
die evolution (beruht ja auf „fehlern“) war ja bisher nicht
ausschliesslich verherrend.

stimmt natürlich auch.

Was aber noch niemand erwähnt hat: Es sollte/muss dem genetischen code unterliegen, welcher folgende 4 eigenschaften beitzt:

  • universell (streitet man sich heute drüber)
  • degeneriert (sonst geht das mit dem aminosäuren nicht)
  • nicht überlappend (sonst gibts rasterverschiebungen)
  • „kommafrei“ (ebenfalls rasterverschiebungen [frame-shift-mutationen])

LG Alex:smile:

Hi,

Was aber noch niemand erwähnt hat: Es sollte/muss dem
genetischen code unterliegen, welcher folgende 4 eigenschaften
beitzt:

  • universell (streitet man sich heute drüber)

Kaum. „universell“ ist imho erst die Folge eines
„Erfolgsverfahrens“, nicht dessen Voraussetzung.

  • degeneriert (sonst geht das mit dem aminosäuren nicht)

Möglicherweise. Ich bin mir nicht im Klaren,
wie Du hier „degeneriert“ verstanden haben willst.

  • nicht überlappend (sonst gibts rasterverschiebungen)

Nein. Gegen Mehrfachkodierungen durch verschobene
Leseraster ist nichts einzuwenden. Das ist quasi
ein Komprimierungs- und Sicherungsverfahren und
wird auch angetroffen.

  • „kommafrei“ (ebenfalls rasterverschiebungen
    [frame-shift-mutationen])

Auch nicht. Das ist imho ein spezielles Erfordernis
des Replikationssystems, das sich durchgesetzt hat –
wenn überhaupt …

Grüße

CMБ

Hallo Alex,

Das stimmt ja nicht so ganz. Es muss aber eine
fehler-korrekturinstanz haben, wie die handelsübliche DNA.
Hier hat die polymerase ja auch eine exzisions-funktion, die
kleine fehler ausbügelt. Erst wenn die mal kaputt ist, ist das
nicht so dolle; z.B.: Xeroderma pigmentosum

„Das stimmt ja nicht so ganz.“ muß ich Dich hier zitieren. Gerade Xeroderma pigmentosum ist eine Folge des Ausfalls einer nicht-replikations-gekoppelten Reparatur!

Außerdem ist das Fehlerkorrektursystem keine Eigenschaft des Erbmoleküls, sondern der Maschinerie drumrum. Es ist egal, ob du das Molekül selbst weniger Fehleranfällig machst oder die Reparaturmaschinerie optimierst. Jedenfalls ist das Vorhandensein - ja nicht mal die Möglichkeit der Existenz - eines reparatursystems eine notwendige Eigenschaft eines Erbmoleküls.

Was aber noch niemand erwähnt hat: Es sollte/muss dem
genetischen code unterliegen, welcher folgende 4 eigenschaften
beitzt:

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich habe gesagt, daß es Information codieren muß. Dazu gehört ein Code. Ganz allgemein muß das natürlich nicht so eine Art Code sein, wie er sich bei den Lebewesen hier auf der Erde durchgesetzt hat.

  • universell (streitet man sich heute drüber)

muß er schon garnicht sein. Eine Evolution vorausgesetzt wird man natürlich einen Universellen mehr oder weniger Code finden.

  • degeneriert (sonst geht das mit dem aminosäuren nicht)

das ist großer Quatsch (entschuldige). Du gehst hier wohl davon aus, daß der konkrete, realisierte, irdische Fall gemeint ist mit DNA und Protein und so. Lies die Frage nochmal. Es ging um ALLGEMEINE Eigenschaften.

  • nicht überlappend (sonst gibts rasterverschiebungen)

Auch Unsinn. Erstens kommen überlappende Sequenzen real vor (was deine These widerlegt - siehe insb. Viren), zweitens sind Rasterverschiebungen nicht prinzipiell unsinnig!

  • „kommafrei“ (ebenfalls rasterverschiebungen

Ebenfalls Unsinn. Es ist theoretisch denkbar, daß Start- und Stopp-Codons und darüber hinaus sogar regulatorische Informationen in den Monomeren codiert sein könnten (wobei im allgemeinen Fall der Begriff des Monomers überhaupt zu klären wäre, da die codierung nicht zwangsläufig sequenziell sein muß!).

Freundliche Grüße,

Jochen