So, mir ist vom Prinzip her klar, dass die Früchte von
Pflanzen dem Nachwuchs dienen sollen. Aber: was mir
überhaupt nicht in’n Kopf will: wie geht das bei den
Kokosnüssen vor sich, bzw. für was sind sie gut?
Sind sie wirklich Samen?
Ratlos, Wonka
So, mir ist vom Prinzip her klar, dass die Früchte von
Pflanzen dem Nachwuchs dienen sollen. Aber: was mir
überhaupt nicht in’n Kopf will: wie geht das bei den
Kokosnüssen vor sich, bzw. für was sind sie gut?
Also, Wonka,
weder im noch auf den Kopf sind Kokosnüsse gut 
Ja, sie sind wirklich die Früchte. Nun haben aber Früchte eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Z.B. bei manche Früchte sorgen dafür, dass die Samen schön in der Gegend verteilt werden (dazu schmecken sie evtl. süß). Andere Früchte bilden zu diesem Zweck Gebilde, die sie lange in der Luft halten.
Aber das wichtigste an der Frucht ist ja immer der eine Zweck: Vermehrung.
Dazu findest sich in jeder Frucht ein Keim. Meist sind das nur ein paar Zellen, die anfangen zu wachsen, wenn die Bedingungen dafür stimmen.
Aber um dem Keim einen guten Start zu geben enthält die Frucht fast immer auch einen Vorrat an Nährstoffen, die den jungen Keimling ernähren, bis er selbst für sich sorgen kann.
Bei der Kokosnuss ist da erst einmal außen ein Schwimmgürtel, der dafür sorgt, dass die Nuß mit Strömung und Wellen irgendwo hingetrieben wird, wo sie wurzeln kann.
Die Nuß selbst enthält Fettgewebe, von dem sich der Keimling ernähren kann und wenn sie nicht zu lange unterwegs war, sogar einen kleinen Vorrat an Süßwasser.
Auf diesem Bild siehst Du eine kleine Kokospalme http://www.saksi.ch/images/kokospalme.jpg
Grüße
Eckard
Hallo Eckard,
erstmal „Danke“ für die schnelle Antwort.
Mir ist die Sache mit dem Samen ja klar, aber:
ich sehe ein, dass ein verschimmelter Apfel seine Samen „gehen lässt“, aber wie
um Himmels Willen vermodert denn eine Kokosnuß??? Dolle Info war die Sache von
wegen „Schwimmkörper“, denn darauf war ich noch nicht gekommen.
Hast Du Ahnung, wie sich der harte Mantel auflöst? Vielleicht auch eine Zeitangabe
oder so?
Danke, schönen abend,
Wonka
Hallo, Wonka,
die harte Nußschale muß sich gar nicht auflösen. Wenn Du Dir die Nuß (so wie sie hier im Laden liegt, also ohne den Fasermantel) ansiehst, wirst Du drei kleine Vertiefungen an einem Ende finden.
Jede Nuß hat nämlich drei Keimanlagen (von denen meist zwei verkümmert sind). Der Keim, der „gewonnen“ hat, wächst durch „sein“ Loch und bildet nach unten Würzelchen und nach oben kommen die ersten Blättchen aus denen dann am Ende der Baum entsteht. Die Pflanze wächst also sozusagen „neben“ der Nuss.
D.h. anders als z.B. bei einer Walnuss ist keine „Sollbruchstelle“ vorhanden, die die ganze Nuss platzen läßt, sondern irgendwann ist dann der in der Nuß enthaltene Nährstoffvorrat verbraucht und die Nuß fällt ab.
Grüße
Eckard
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